- Behandlung
Gute Nacht, Blutzucker
2 Minuten

Auf einer Presseveranstaltung des Unternehmens Sanofi wurden die Ergebnisse einer Datenanalyse diskutiert, die sich mit der Häufigkeit und den Risikofaktoren von Unterzuckerungen befasste.
Zu unterzuckern, ist unangenehm. Nachts unbemerkt zu unterzuckern oder wegen einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) aufzuwachen, ist richtig unschön. Am nächsten Tag hängt man häufig in den Seilen, fühlt sich unausgeschlafen und schlapp. Besonders betroffen von Hypoglykämien (tags und in der Nacht) sind Typ-1-Diabetiker – und weibliche Typ-2-Diabetiker mit einem Body-Mass-Index (BMI) unter 25 kg/m2, also normal- und untergewichtige Frauen (der BMI ergibt sich aus dem Verhältnis Körpergewicht zu Körpergröße im Quadrat).
9,3 Unterzuckerungen im Jahr
Eine Datenanalyse aus mehreren Studien hat ergeben, dass Typ-2-Diabetiker mit einem BMI unter 25 kg/m2 im Schnitt 9,3-mal im Jahr unterzuckerten. Für einen Typ-2-Diabetiker ist dies ein sehr hoher Wert. Was sind also die Risikofaktoren für Unterzuckerungen?
Zum einen ist das ein niedriger BMI (z. B. entspricht eine Körpergröße von 1,60 m mit einem Gewicht von 60 kg einem BMI von 23,4 kg/m2), zum anderen auch die Therapiekombination: So erhöht zum Beispiel eine Therapie mit der Kombination aus Metformin, Basalinsulin und Sulfonylharnstoff das Risiko enorm; in genau dieser Kombination lag das Risiko zu unterzuckern sogar bei 10,3 Prozent (bei einem BMI unter 25 kg/m2).
Diese Ergebnisse wurden auf dem Kongress der amerikanischen Diabetes-Gesellschaft in Boston vorgestellt – und im Juli noch einmal diskutiert auf einer Presseveranstaltung des Unternehmens Sanofi in Königstein. Es wäre doch schön, so die einhellige Meinung, ein Basalinsulin zu haben, dessen Risiko, Unterzuckerungen auszulösen, geringer ist.
HbA1c-Wert: Wunsch und Realität
Der HbA1c-Zielwert, also der Langzeitwert des Blutzuckers, soll am besten unter 7 bzw. 8 Prozent sein oder sogar niedriger; das ist individuell unterschiedlich je nach Alter, Diabetestyp, Folgeerkrankungen etc. In der Realität liegt der Langzeitwert jedoch nur bei 33 Prozent der Typ-2-Diabetiker unter 7 Prozent, wie eine vorgestellte Studie mit 2 330 Diabetikern mit Basalinsulintherapie zeigt – „nicht optimal“, hieß es. Wichtig sei zu klären, welche Rolle das Insulin spielen kann für eine gute Stoffwechseleinstellung der Menschen mit Diabetes
.
Das perfekte Insulin?
Die Veranstalter und Prof. Dr. Martin Pfohl aus Duisburg fragten sich aufgrund der Studiendaten, welche Eigenschaften das perfekte Langzeitinsulin haben sollte. Sie kamen zu folgendem Ergebnis:
- eine lange Wirkdauer (über 24 Stunden),
- ein flaches Wirkprofil, dadurch weniger Hypoglykämien,
- eine stabile Blutzuckersenkung und
- Flexibilität in den Injektionsabständen.
Als eine gute Lösung sieht Pfohl den Nachfolger des Basalinsulins Lantus an: Toujeo. Toujeo ist ein neues Langzeitinsulin, welches, so die Studien, das Risiko für nächtliche Hypoglykämien bei Typ-2-Diabetikern um 15 Prozent und am Tag um 6 Prozent verringert im Vergleich zum Vorgänger. Weiterhin zeigt die Studie, dass das Basalinsulin unabhängig von Alter, Diabetesdauer und BMI positive Effekte hat: Es bewirkt eine gute Blutzuckersenkung und insgesamt weniger Unterzuckerungen.
Auch Typ-1-Diabetiker haben Vorteile
Bei einer weiteren Studie konnte gezeigt werden, dass der positive Effekt bei Typ-2-Diabetikern ähnlich auch bei Typ-1-Diabetikern auftritt. Die Teilnehmer unterzuckerten zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Toujeo im Vergleich zu Lantus seltener. Toujeo wird mit dem SoloStar injiziert und hat wegen der dreifachen Konzentration nur ein Drittel des Volumens von Lantus.
von Lena Schmidt
Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





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