- Behandlung
Herz-Kreislauf-Medikamente in der Apotheke erklären lassen
2 Minuten
Die Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ist sehr häufig mit der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten verbunden. Diese wirkt auf viele Patienten nicht nur verunsichernd, sie birgt auch Fehlerquellen. Die persönliche Beratung in Apotheken kann hier Abhilfe schaffen.
Patienten, die Medikamente gegen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung einnehmen, sollten sich in der Apotheke beraten lassen. „Apotheker können ihren Patienten im Umgang mit Arzneimitteln Sicherheit geben und Ängste nehmen“, sagte Dr. Hiltrud von der Gathen. Zusammen mit ihrem Kollegen, dem Apotheker Steffen Schmidt, sprach sie beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer.
Schmidt: „Einmalig eine einzige Tablette schlucken – das ist einfach. Aber eine komplexe Therapie dauerhaft zu befolgen oder mit verschiedenen Arzneiformen umzugehen, kann Patienten leicht überfordern. Hier bieten Apotheken Hilfe an.“
Der persönliche Kontakt ermöglicht ein gutes Vertrauensverhältnis
Nur wenige Patienten nehmen gerne Arzneimittel ein. Eine Ursache ist das mangelnde Vorstellungsvermögen über die positive Wirkung auf den Organismus. Von der Gathen: „Apotheker können die Wirkung im persönlichen Gespräch wiederholt verständlich erklären. Voraussetzung dafür ist, dass der Patient sich dem Apotheker anvertraut und über seine Probleme spricht. Dieses Vertrauensverhältnis entsteht nur durch persönlichen Kontakt.“
Als Beispiel nannte Schmidt das verzögerte Wirkmaximum von Blutdrucksenkern. Die erwünschte maximale Blutdrucksenkung tritt oft erst nach Wochen ein. „Wenn Patienten nichts von der Verzögerung wissen und zwischendurch selbst ihren Blutdruck messen, sind sie über die vermeintlich ausbleibende Wirkung frustriert und brechen die Behandlung ab. Das können wir durch gezielte Information verhindern.“
Kleine Tipps mit großer Wirkung: Wie Fehlanwendungen vermieden werden
Gegen akute Herzbeschwerden bekommen Patienten Nitrosprays verordnet. Ein solches Spray sollten Patienten immer bei sich haben – deshalb brauchen sie zwei: Eins für den Nachttisch, eins für unterwegs. „Wenn das Nitrospray in der Hosentasche getragen wird, kann es von der Körperwärme beeinträchtigt werden. Männer nutzen in der Regel keine Handtaschen. Deshalb brauchen sie den Hinweis, das Notfallspray in der Jackentasche mit sich zu tragen. Das sind kleine Tipps mit großer Wirkung“, sagte von der Gathen.
Auch die Anwendung sollten sich Patienten erklären lassen: Nitrosprays sollten im Sitzen, aber nicht im Liegen unter die Zunge gesprüht werden. Reicht eine einmalige Anwendung nicht aus, können bis zu drei Hübe im Abstand von jeweils 30 Sekunden angewandt werden. Dies kann der Patient nach frühestens zehn Minuten wiederholen. Bleiben die Schmerzen länger bestehen, muss der Notarzt gerufen werden.
Quelle: Pressemitteilung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen, 12 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 14 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 12 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
