„Herz unter Stress“ – Experten klären auf im November

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„Herz unter Stress“ – Experten klären auf im November

Unter dem Motto „Herz unter Stress“ findet im November die bundesweite Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung, die Herzwochen 2016, statt. Besonders im Fokus werden dabei die Risikoerkrankungen Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen stehen.

Unser Herz hat die Aufgabe, mit 100.000 Schlägen pro Tag 7.000 Liter Blut durch unser Gefäßsystem zu pumpen, um Organe und Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Gefährlich wird es, wenn Herz und Gefäße hohem Stress durch Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Blutfettspiegel/LDL-Cholesterin) ausgesetzt sind. Diese zählen zu den wichtigsten Risikokrankheiten für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen.

Risikokrankheiten: häufig unterschätzt, unentdeckt und unbehandelt

Das Tückische dieser Risikokrankheiten: Häufig unterschätzt, bleiben sie oftmals unentdeckt und unbehandelt. Selbst wenn viele Patienten bereits in Behandlung sind, sind sie häufig nicht ausreichend therapiert, weil ihre Medikation nicht gut eingestellt ist. Oder sie nehmen wegen der Nebenwirkungen ihre Medikamente nicht konsequent ein und ändern ihren Lebensstil nicht.

“Schleichend erhöht sich so bei vielen Millionen Männern und Frauen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere schwerwiegende Herz-Kreislauf-Leiden. Das ist umso tragischer, weil diese Risikokrankheiten – wenn sie nicht erblich bedingt sind – durch therapeutische Maßnahmen wie Medikamente und konsequente Lebensstiländerung sehr gut beeinflussbar sind”, betont Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Über 1.000 Veranstaltungen in den Herzwochen

Deshalb hat die Herzstiftung Bluthochdruck, Diabetes und Cholesterin zum Thema der Herzwochen 2016 gewählt, die unter dem Motto “Herz unter Stress” stehen und bundesweit vom 1. bis 30. November 2016 stattfinden. Auch Stress im Sinne von psychosozialen Belastungen (Arbeitsplatz, Krisen in Beruf/Familie, Lärm) wird wegen seiner wachsenden Bedeutung als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten in den Herzwochen thematisiert.

Tipp: Wer nichts zu den Herzwochen verpassen will, kann unter www.herzstiftung.de/newsletter den kostenfreien Herzstiftungs-Newsletter abonnieren, der neben Tipps zur Herzgesundheit wichtige Infos zu den Herzwochen enthält. Ab Mitte Oktober sind Veranstaltungstermine unter www.herzstiftung.de/herzwochen.html abrufbar oder telefonisch zu erfragen unter 069 955128-333. Insgesamt finden über 1.000 Veranstaltungen in den Herzwochen statt.

Schleichende Schädigung von Herz und Gefäßsystem

An Bluthochdruck leiden in Deutschland nach Schätzungen über 20 Millionen Erwachsene, an Diabetes etwa 4,6 Millionen Betroffene. Bei Bluthochdruck wissen etwa 20 Prozent der Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung, weil sie sich lange damit fit und gut fühlen. So riskieren sie mit dem “stillen Killer” eine schleichende Schädigung ihrer Gefäße und Organe wie Herz, Gehirn, Nieren und Augen.

Ähnliches gilt für erhöhte Blutzuckerspiegel (Diabetes), die die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und so die Gefahr für Herzinfarkt, Schlaganfall, Schädigung der Nieren-/Beingefäße beschleunigen. Diabetiker spüren die Arteriosklerose-Beschwerden kaum, weil Diabetes das Schmerzempfinden beeinträchtigt.

Herzwochen: Herzspezialisten informieren bundesweit

Deshalb soll die Bevölkerung für die Ursachen und Gefahren von Bluthochdruck, Diabetes Cholesterin und Stress sowie für neue Entwicklungen in Diagnostik und Therapie und für die Wichtigkeit der Vorbeugung dieser Risikokrankheiten sensibilisiert werden. Herzspezialisten informieren in Herz-Seminaren, bei Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen über Fragestellungen wie:

  • Wie tief soll man den Blutdruck senken (nach neueren Studien wie SPRINT)?
  • Wie lässt sich der Blutdruck auf natürliche Weise senken?
  • Diabetes: Therapie ohne Medikamente?
  • Wann müssen Gesamtcholesterin-/LDL-Werte behandelt werden?
  • Wie schwerwiegend sind die Folgen unbehandelter Fettstoffwechselstörungen?
  • Welche Bedeutung haben Übergewicht, Bewegungsmangel, schlechte Ernährung und Stress für Entstehung und Verlauf von Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen?
  • Was tun, wenn Medikamente nicht vertragen werden?

Quelle: Pressemitteilung der Deutsche Herzstiftung e.V.

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