Kurse und digitale Unterstützung: Was beim Abnehmen helfen kann

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Kurse und digitale Unterstützung: Was beim Abnehmen helfen kann | Foto: Studio Romantic – stock.adobe.com
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Kurse und digitale Unterstützung: Was beim Abnehmen helfen kann

Viele Menschen mit Diabetes kämpfen mit Übergewicht – und oft fehlt ein klarer Einstieg ins Abnehmen. Digitale Gesundheitsanwendungen sowie spezielle Kurse für Ernährungsberatung und Bewegungsangebote können Unterstützung bieten, den Prozess langfristig zu strukturieren.

Zum Jahresanfang nehmen sich viele vor, mehr auf ihre Gesundheit zu achten. Die Motivation ist groß, doch meistens ist der Geist mit der Fülle an Vorhaben schlichtweg überfordert, sodass jetzt die Vorsätze oft schon wieder Schnee von gestern sind.

Dass Vorsätze so schnell verblassen, ist schade, denn aktiv etwas für die Gesundheit zu tun, ist der richtige Weg. Viele Menschen mit Typ-2- und auch mit Typ-1-Diabetes plagen zu viele Kilos. Kein Wunder, dass der Wunsch, abzunehmen, groß ist.

Das Projekt „gesunder Gewichts-Verlust“ ist von unzähligen Faktoren abhängig. Und meistens ist es unglaublich schwer, den Anfang zu finden und dann motiviert am Ball zu bleiben. Deshalb ist es wichtig und nützlich, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Apps zur Projekt-Unterstützung

Die Digitalisierung macht es möglich, sich hier Hilfe zu holen, zum Beispiel über digitale Gesundheits­anwendungen, kurz DiGAs. Die Kosten für mehr als 50 medizinische Apps aus den Bereichen Ernährung, Bewegung, Psyche und/oder Schlafhygiene werden von den Krankenkassen ganz oder teilweise übernommen. Welche Apps es gibt und individuell in Frage kommen, lässt sich im Internet unter diga.bfarm.de herausfinden.

Es lohnt sich, bei der Krankenkasse, in der man versichert ist, nachzufragen, wie und in welchem Umfang die ausgewählte App bezahlt wird. Auch in der Arztpraxis gibt es die Möglichkeit, nachzufragen und sich eine entsprechende Verordnung ausstellen zu lassen. Studien bestätigen, dass solche mobilen Apps das Projekt Abnehmen erfolgreich unterstützen können.

Persönliche Ernährungsberatung

Motivation und Unterstützung bietet Ernährungsberatung, entweder als Gruppenkurs oder in Einzelstunden. Dazu kann in der Arztpraxis eine „Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“ für die ambulante Ernährungsberatung nach §§ 43 oder 20 Sozialgesetzbuch V (SGB V) ausgestellt werden.

Dem gesunden Gewicht entgegengehen

Dinge rund ums Essen und für die Seele sind wichtig beim Projekt Abnehmen, ebenso wie regelmäßige Bewegung. Und wenn es nur ganz kleine Einheiten sind – jede Aktivität zählt, tut der Seele und dem Blutzucker gut. Auch hier gibt es Kurse, die von Krankenkassen bezuschusst werden.

Ebenfalls sinnvoll ist Rehasport. Dazu kann in der Arztpraxis eine Rehasport-Verordnung ausgestellt werden. Krankenkassen geben Auskunft, welche Sport-Angebote bezuschusst werden.

Niemand ist beim Abnehmen auf sich allein gestellt. Es lohnt sich also, damit anzufangen und individuelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Rubrik ÜBER Gewicht

Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de.


von Kirsten Metternich von Wolff

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Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 43

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße