- Behandlung
Höherkonzentriert aus Sicht des Slammers
2 Minuten

Ein höherkonzentriertes Insulin und ein Poetry Slammer: Was haben die beiden miteinander zu tun? Ganz einfach: Bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Lilly in Frankfurt am Main ging es um Ersteres, mit einem augenzwinkernden Einstieg von Zweiterem.
Haben Sie einmal einen Poetry Slammer über Diabetes sprechen hören – noch dazu einen, der sich, obwohl er selbst keinen Diabetes hat, intensiv in das Thema hineingearbeitet hat? Es war faszinierend, Bleu Broode – eigentlich heißt er Nils Straatmann – bei der Pressekonferenz des Unternehmens Lilly dabei zuzuhören.
Therapie-Fortschritte
„Nun können wir uns glücklich schätzen, dass die Medizin in den folgenden Jahrhunderten einige Fortschritte gemacht hat und wir heutzutage wesentlich mehr über die Krankheit wissen als nur den dazugehörigen Uringeschmack“, war ein Blick zurück in die Erstbeschreibung der Diabetes-Symptome. Damit schlug der Poetry Slammer gleich einen Bogen zum eigentlichen Thema: dem modernen höherkonzentrierten kurzwirkenden Insulinanalogon des Veranstalters. Denn das ist definitiv ein Fortschritt in der Therapie.
Schwarzwälder Kirschtorte
„Nun gibt es auf dem Markt bereits eine ganze Schwarzwälder Kirschtorte voller Kurz- und Langzeitinsuline, Human-, Analog- und Mahlzeiteninsuline, um die Krankheit zu therapieren.“ Recht hat er – und trotzdem können Weiterentwicklungen noch eine Kirsche mehr sein oder das Sahnehäubchen. Denn was bringt zum Beispiel das Humalog 200 Einheiten/ml im Vergleich zum Humalog mit 100 Einheiten/ml? Weniger Schmerzen, erklärte Prof. Dr. Thomas Forst aus Mainz, „ein Problem, das eine echte klinische Relevanz haben kann“.
Auch verteilt sich das Insulin bei den einzelnen Injektionen ähnlich, so dass die Aufnahme ins Blut gleichmäßiger funktioniert. Zudem sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Insulin aus der Spritzstelle zurückfließt, weil das Insulinvolumen bei gleicher Dosis halbiert ist. Wichtig ist wegen des geringeren Volumens auch, dass ein Pen dafür entwickelt wurde, der sehr genau arbeitet: „Sie müssen einen verdammt guten Pen haben“, meinte Forst.
Kompakt und effektiv
All das war auch relevant für Bleu Broode, der Spritzen nicht wirklich mag: „Wenn ich mir nun vorstelle, ich müsste mir jeden Tag eine höhere Anzahl von Spritzen geben, dann würde ich mir doch wünschen, diese Spritzen wären möglichst effektiv. Ganz grundsätzlich geht der Trend doch dazu, effizient und kompakt zu sein.“ Beispiele inklusive: „Kompaktheit überzeugt – warum sonst wurde Minigolf erfunden … oder Tischtennis, oder Tischfußball, oder Ponys?“
Insulin ist wichtig
Kompaktheit, im Fall des Insulins also ein kleineres Volumen, sehen die Patienten auch als Vorteil. Dr. Astrid Tombek aus Bad Mergentheim hat gemerkt: „Wenn die Patienten mit der Spritze nicht umgehen können, wird die Therapie nicht umgesetzt.“ Der neue Pen ist nun für einige Patienten wegen der geringeren Kraft, die notwendig ist zum Herunterdrücken des Kolbens, einfacher zu bedienen – die Therapie kann umgesetzt werden. Und wie der Slammer weiß: „Insulin ist wichtig!“
von Dr. med. Katrin Kraatz
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (6) Seite 12-13
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thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 1 Stunde
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Tagen, 19 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße