- Aus der Community
Ich bin in erster Linie ein Mensch – aber ich habe auch Diabetes
4 Minuten
Das kommt sicher auch darauf an, wie du dich als Mensch (der auch Diabetes hat) dort wahrgenommen und aufgenommen fühlst.
Wie sieht ein normaler Termin in der Diabetologie bei dir aus?

Wir stellen uns mal verschiedene Situationen vor. Variante eins: Ich betrete das Sprechzimmer und die erste Frage, die mein Diabetologe mir stellt, lautet: „Wie läuft es gerade mit dem Zucker?“ Seufzen, schweigen, ausweichen, Bauchweh – kein guter Start, vor allem, wenn es gerade nicht so läuft. Der Blick auf Zahlen, Daten, Fakten kann ganz schön schwierig sein, weil dabei gefühlt die Gründe für diese Zahlen aus dem Blick geraten. Weil man sich verurteilt und schuldig fühlt. Und dann läuft das Gespräch gegen die Wand. Selbst wenn ich mit dem Diabetologen Zuckerwerte bespreche, habe ich mich innerlich schon abgeschottet. Davon erzählt auch Tess in der Geschichte über den Diabetologen, der sie als Jugendliche begleitet hat und einfach nicht verstehen konnte, warum sie am Geburtstag ihres Bruders Kuchen gegessen hat.

Variante zwei: ich betrete das Sprechzimmer, die erste Frage lautet: „Wie geht es Ihnen? Was passiert gerade in Ihrem Leben, und wie geht das mit dem Zucker so zusammen?“ Aufatmen, durchatmen, und los geht’s – damit beginnt das Gespräch ganz anders, denn es ist klar: Ich werde als Mensch gesehen, nicht als (schlechte) Zuckerwerte produzierende Maschine.
Zuckerwerte stehen nie im luftleeren Raum
Ich habe 16 Menschen in Schottland gebeten, ganz ausführlich von ihren Erfahrungen aus dem Leben mit Typ-1-Diabetes zu erzählen. Vier Themen waren ihnen dabei besonders wichtig: Soziales, Emotionen, Diabetes-Tech und Blutzuckerwerte. Was aber noch viel wichtiger war: Blutzuckerwerte werden nie einfach so berichtet, sondern sie stehen immer im Zusammenhang mit den anderen Themen – sie passieren in einer sozialen Situation, lösen Emotionen aus oder hängen mit Emotionen zusammen, oft spielt auch die Pumpe, der Sensor oder das Messgerät eine Rolle. Gleichzeitig sind von außen aber vor allem die Zuckerwerte sichtbar und natürlich auch das, was „behandelt“ oder „kontrolliert“ werden soll und worauf sich viele Mediziner*innen erstmal konzentrieren.

Auch Typ-Fler gucken manchmal zu viel auf Zahlen
Tess, die wir ja schon aus dem Comic kennen, hat aber auch erzählt, dass ihre Mutter eine ganze Zeitlang total fokussiert auf die Zuckerwerte war. Sie hat kurz nach Tess’ Diagnose eine Ausbildung als Diabetesberaterin gemacht und ihre Teenager-Tochter dann nach der Schule eine Weile als Erstes gefragt: „Wie war dein Zucker?“ statt: „Wie war dein Tag?“ oder: „Wie geht es dir?“. Die beiden haben es geschafft, wieder zurückzukommen zu: „Wie war dein Tag?“, aber dazu mussten sie ganz offen miteinander über ihre Wünsche und Bedenken reden.
Aber Diabetes ist doch eine Zahlenkrankheit, oder?

Quelle: Pixabay ID 1044090
Tja, und was nun? Darauf hat Lavina, auch eine der Gesprächspartnerinnen, eine gute Antwort: „Ich bin in erster Linie ein Mensch, und dann habe ich halt auch noch Diabetes. Aber Diabetes definiert mich nicht, es ist halt eine der vielen verrückten Sachen, die mein Körper so macht.“ Das heißt: Diabetes (und damit der ganze Zahlensalat) ist zwar immer dabei, aber sowohl Typ-Fler als auch Ärzt*innen und Diabetesberater*innen sind ganz, ganz herzlich eingeladen, erstmal nach dem Alltag zu fragen, danach, wie sich der Mensch mit Diabetes so fühlt und was gerade bei ihm oder ihr los ist. Auf die Zuckerwerte und andere Diabetes-Aspekte kann das Gespräch dann von ganz alleine kommen, denn die spielen in der Planung (und beim Scheitern von Plänen) im Alltag ja auch eine große Rolle.

und sich auf den Zucker auswirkt und umgekehrt.
Quelle: Pixabay ID 1978106
Der Heilpraktiker Christian Purschke hat sich auch schon mit dem Einfluss des Diabetologen auf das eigene Selbstbild auseinandergesetzt. Hier kommst du zu seinem Beitrag.
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 1 Woche
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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jasminj postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 1 Woche
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 1 Woche
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 1 Woche
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 1 Woche
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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gregor-hess antwortete vor 6 Tagen, 21 Stunden
@jasminj & @lelolali: Leider funktionieren die DM aktuell tatsächlich nicht, sorry! Wir kümmern uns schnellstmöglich darum!
LG Gregor aus der Redaktion -
gregor-hess antwortete vor 6 Tagen, 7 Stunden
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jasminj antwortete vor 6 Tagen, 6 Stunden
@gregor-hess: vielen lieben Dank! Hab es direkt ausprobiert und es sieht gut aus 🙂
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galu postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße
@laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂