- Behandlung
Impfen gegen Grippe in Apotheken
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Wie sieht es mit dem Impfschutz gegen Grippe aus? Im März 2020 verabschiedete der Bundestag das „Masernschutzgesetz“. Darin geht es nicht nur um Masern, sondern es wurde unter anderem festgelegt, Apotheken im Rahmen von Modellprojekten Grippe-Schutzimpfungen zu erlauben.
Angesichts der Corona-Pandemie rückt die Grippe in der Aufmerksamkeit der Presse etwas in den Hintergrund. Ärzte und Gesundheitspolitiker haben aber gerade jetzt das Ziel, wenigstens die Grippe durch Impfungen so stark wie möglich zurückzudrängen. Die Zahl der Grippe- und COVID-19-Erkrankten soll das Gesundheitssystem nicht überfordern.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hebt hervor, dass höhere Impfquoten vor allem bei Risikogruppen – also chronisch Kranken, Senioren und Schwangeren – das Gesundheitssystem möglichst gut entlasten könnten. Dies ist im vergangenen Jahr sehr gut gelungen. Zum einen konnte die Impfquote erhöht werden, zum anderen haben die Abstandsregeln der Pandemie auch zu einer deutlichen Reduktion der Zahl der an Grippe Erkrankten geführt.
Grippe tritt plötzlich auf
Im Gegensatz zur Erkältung beginnt die Grippe sehr plötzlich. Die Patienten entwickeln innerhalb weniger Stunden hohes Fieber, Husten oder starke Halsschmerzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Sie sind sehr geschwächt und schlafen viel. Auftreten können ebenfalls, wenn auch selten, Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall. Die übliche Krankheitsdauer liegt bei fünf bis sieben Tagen. Sie kann jedoch auch deutlich länger sein, abhängig von der individuellen Konstitution sowie von Komplikationen und Risikofaktoren. Auch Einweisungen in ein Krankenhaus sind möglich.
Unterschiede zwischen Grippe und Erkältung | ||
| Symptom | Grippe | Erkältung |
| Fieber | +++ | − |
| Husten | +++ | ++ |
| Kurzatmigkeit | − | − |
| Schnupfen | + | +++ |
| Niesen | – | +++ |
| Halsschmerzen | + | +++ |
| Gliederschmerzen | +++ | +++ |
| Kopfschmerzen | +++ | |
| Entkräftung | +++ | + |
| Durchfall | + | – |
| Auftreten | rasch | langsam |
| Quelle: www.data4life.care/de | Symptome −/+/++/+++: nicht bis stark | ||
Impfung am besten im Herbst
Die beste Zeit für die Impfung ist der frühe Herbst, zum Beispiel September oder Oktober. Ein späterer Termin kann jedoch auch sinnvoll sein. Nach der Impfung dauert es etwa zwei bis vier Wochen, bis sich Antikörper gebildet haben und das Immunsystem einen ausreichenden Schutz aufgebaut hat. Dieser hält etwa sechs bis zwölf Monate an und muss bei der „echten Grippe“ (Influenza) jährlich aufgefrischt werden. Jedes Jahr gibt es einen neuen Grippe-Impfstoff, der auf die aktuell zirkulierenden Virus-Varianten abgestimmt ist. Besteht zum geplanten Impfzeitpunkt eine akute behandlungsbedürftige Erkrankung mit Fieber über 38,5 Grad Celsius, sollte später geimpft werden.
Empfohlen für spezielle Gruppen
Die Influenza-Impfstoffe werden entweder tief ins Unterhautfettgewebe oder in den Muskel des Oberarms gespritzt, abhängig von der Zulassung. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für Personen, für die die STIKO die Impfung empfiehlt. Dies gilt zum Beispiel für Menschen über 65 Jahren, chronisch Erkrankte wie Menschen mit Diabetes, außerdem für Schwangere. Insgesamt werden die Impfungen sehr gut vertragen. Müdigkeit, Kopfschmerzen und leichtes Fieber sowie Schmerzen an der Einstichstelle sind mögliche Nebenwirkungen, die in der Regel nach wenigen Tagen abklingen.
Grippe-Impfung
Wer mehr über die Grippe-Impfung wissen möchte, findet im Internet wissenschaftliche Informationen bei folgenden Institutionen:
Wer sich gegen COVID und Grippe impfen lassen möchte, kann dies auch gleichzeitig von seinem Arzt machen lassen.
Ärzte impfen – und Apotheker
In Deutschland gehen Patienten in der Regel zum Hausarzt, wenn sie geimpft werden wollen. In anderen Ländern beteiligen sich auch Apotheker erfolgreich am Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Beispielsweise in der Schweiz oder in Großbritannien ist es schon seit Jahren möglich und üblich, sich in Apotheken impfen zu lassen.
In Nordrhein hat der Apothekerverband sehr rasch im letzten Jahr mit der AOK Nordrhein ein Modellprojekt zur Grippe-Impfung ins Leben gerufen. Patienten, die bei der AOK Nordrhein versichert sind, können in den teilnehmenden Apotheken einen Termin vereinbaren. Sie werden in einem kurzen Anamnesegespräch zum Nutzen und zu den Risiken der Impfung aufgeklärt, das aktuelle Befinden wird ebenfalls abgefragt. Die Impfung erfolgt im Beratungsraum der Apotheke, der die Anforderungen des Paul-Ehrlich-Instituts bezüglich Hygiene und Diskretion erfüllt.
Der Impfstoff wird von der Apotheke zur Verfügung gestellt und zusammen mit dem Honorar für die Impfung direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Patienten sollten am besten ihren Impfpass für die Dokumentation mit in die Apotheke bringen.
Qualität gesichert durch Schulung
Die teilnehmenden Apotheker und Apothekerinnen wurden vorab umfassend von Ärzten und Ärztinnen in der Theorie und der Praxis rund um das Impfen geschult. Ein Curriculum der Bundesapothekerkammer wurde mit dem Paul-Ehrlich-Institut abgestimmt, um alle wichtigen Aspekte in Bezug auf die Qualität zu berücksichtigen und die Qualität sicherzustellen. Impfen dürfen nur die geschulten approbierten Apotheker. Ziel ist nicht, dass die Grippe-Impfung aus den Arztpraxen verschwindet, sondern, dass Patientengruppen angesprochen werden, die sich sonst nicht beim Arzt impfen lassen würden.
Die Auswertung des Modellprojekts im letzten Jahr in Nordrhein hat ergeben, dass es für fast ein Drittel der dort in Apotheken Geimpften die erste Grippe-Impfung überhaupt war. 12 Prozent der Impflinge hätten sich definitiv nicht impfen lassen, wäre dies nicht in der Apotheke möglich gewesen. Weitere 13 Prozent antworteten mit „weiß nicht“. Die Befragung unter den Geimpften ergab, dass 90 Prozent sehr zufrieden mit der Grippe-Impfung in der Apotheke waren und sich 94 Prozent wieder in der Apotheke gegen Grippe impfen lassen würden.
Eine Patientin sagt dazu: „Letztes Jahr habe ich in der Zeitung gelesen, dass man sich auch in der Apotheke gegen Grippe impfen lassen kann. Meine Apotheke durfte leider nicht mitmachen, weil sie nicht in der Pilotregion lag. Das fand ich schade, weil es doch so einfach ist, sich eben in der Apotheke impfen zu lassen. Jetzt habe ich gehört, dass meine Apothekerin geschult ist und teilnehmen kann. Weil ich AOK-Patientin bin, kann ich einen Termin machen. Ein tolles Angebot, da ich wenig Zeit habe und nur selten zum Arzt gehe.“
Arztpraxen werden entlastet
Diabetiker als chronisch Kranke sollten sich auf jeden Fall gegen die Influenza impfen lassen. Da viele Diabetiker weitere Begleiterkrankungen haben, gehören sie zur Risikogruppe für schwere Verläufe. Mittlerweile gibt es in fast allen Bundesländern Modellregionen des Pilotpojekts. Als Krankenkasse ist hier die AOK federführend beteiligt, möglicherweise ziehen andere gesetzliche Krankenkassen mit Verträgen nach.
Die Apotheker und Apothekerinnen machen gern bei dieser neuen Dienstleistung mit und arbeiten mit den Arztpraxen zusammen. „Wir schicken Patienten mit komplexen Erkrankungen und Risikofaktoren auf jeden Fall zum Arzt. Unser Ziel ist, durch das Angebot in der Apotheke die Aufmerksamkeit auf das Thema Impfen zu erhöhen. Wenn das erreicht wird, ist doch viel gewonnen. Außerdem können wir die Ärzte ein wenig entlasten“, so eine Teilnehmerin des Apotheker-Modellprojekts.
Schwerpunkt: „Apotheken können mehr“
- Impfen gegen Grippe in Apotheken
- Diabetes im Griff – die Apotheke unterstützt dabei
- eRezept – Fragen und Antworten
- Informationen zu Diabetes für viele Zielgruppen
von Dr. Katja Renner
Dr. Katja Renner ist Apothekerin und tätig in einer Apotheke in Heinsberg. Sie ist zudem Autorin, Referentin und Mitglied der Kommission Apotheker in der Diabetologie (BAK/DDG).
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (12) Seite 16-18
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olivers postete ein Update vor 21 Stunden, 17 Minuten
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 1 Tag, 22 Stunden
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂
darktear postete ein Update vor 2 Tagen, 14 Stunden
Hallo,
hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁LG Sandra
- olivers antwortete vor 21 Stunden, 9 Minuten
Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
Gruß Oliver




