- Behandlung
Insulintherapie: Insuline im Vergleich
2 Minuten

Menschen mit Typ-2-Diabetes haben häufig nach Beginn einer Insulintherapie Unterzuckerungen und nehmen an Körpergewicht zu, so die gängige Meinung. Warum ist das so? Die Antwort gab Dr. Tobias Wiesner bei einer Pressekonferenz von Sanofi. Außerdem gibt es neue Termine für „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 plus“.
Dr. Tobias Wiesner, Leipzig, stellte bei der Jahrespressekonferenz von Sanofi im Dezember neue Studiendaten der Basalinsulin-Vergleichsstudie (Bright) mit Typ-2-Diabetikern vor.
Vergleich von zwei Basalinsulinen
In der Studie gab es zwei Patientengruppen, die neu auf Insulin degludec (Medikamentenname: Tresiba) oder Insulin glargin 300 E/ml (Medikamentenname: Toujeo) eingestellt wurden. Die Wirkung der Insuline auf die Stoffwechseleinstellung der Patienten wurde hier verglichen. Unter der Therapie mit beiden Insulinen sanken das HbA1c (Langzeitzucker) und der Nüchternblutzucker vergleichbar. Insulin glargin 300 E/ml zeigte vor allem in den ersten Wochen einen Vorteil bei der Reduktion von Unterzuckerungen, so Wiesner.
Dass es bei „Insulinneulingen“ häufig zu einer Gewichtszunahme kommt, thematisierte Wiesner auch. Ein Typ-2-Diabetiker mit schlecht eingestellter Stoffwechselsituation „liegt über der berühmten Nierenschwelle“, erklärte Wiesner; als Nierenschwelle bezeichnet man eine Blutzuckerschwelle, über welcher Glukose über den Urin ausgeschieden wird. Wird ein Patient nun neu mit Insulin therapiert und die Blutzuckerwerte sinken, bleibt die Glukose, die sonst mit dem Urin ausgespült würde, im Körper – die Nierenschwelle wird nun also unterschritten.
Die Kalorien, die vorher mit dem Urin ausgeschieden wurden, verbleiben jetzt im Körper: „Wird nun also normal weitergegessen, nimmt man zwangsläufig zu.“ Er empfahl: „Die Anzahl an Kalorien, die man zuführt, aber auch, was ich an Zucker zu mir nehme, muss etwas reduziert werden.“
Wiesner weiter: „Allein mit Lebensstilinterventionen schaffe ich es, das HbA1c zu senken.“ Er fordert eine bessere Aufklärung der Menschen: „Wenn Typ-2-Diabetiker in ein Interventionsprogramm eingeschlossen werden, ist der Effekt hoch – wenn die Patienten nur einmal gesagt bekommen: ‚Macht das!‘, dann ist es meist nicht erfolgreich.“
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 plus“
Andrea Klimke-Hübner von Sanofi gab die neuen Termine der Aufklärungsaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 plus“ bekannt (das Diabetes-Journal ist Medienpartner): Am 4. April und am 29. August können Interessierte die Aktionstage von „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 plus“ in Berlin und in Frankfurt besuchen.
von Lena Schmidt
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (1) Seite 15
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thomas55 postete ein Update vor 5 Tagen, 2 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 5 Tagen, 19 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 6 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße