Jo-Jo-Effekt durch Darmbakterien?

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© Jürgen Fälchle - Fotolia
Jo-Jo-Effekt durch Darmbakterien?

Ein Forscherteam scheint den Mechanismus gefunden zu haben, der erklärt, warum so viele Diäten scheitern: Die Darmflora könnte am sogenannten Jo-Jo-Effekt schuld sein, der dazu führt, dass die Pfunde nach einer Diät meist schnell wieder auf den Hüften landen.

Seit längeren ist bekannt, dass die Darmmikrobiota, also die Zusammensetzung der Bakterien im Darm, das Gewicht beeinflusst und eine veränderte Darmflora sogar zu Übergewicht führen kann. Frühere Untersuchungen belegen mittlerweile, dass sich die bakterielle Zusammensetzung der Darmflora von schlanken und übergewichtigen Menschen unterscheidet.

Um die Rolle der Darmmikroben zu untersuchen, stellte das Team um Christoph Thaiss vom Weizmann-Institut für Wissenschaften in Israel den Jo-Jo-Effekt bei Labormäusen nach. Zunächst erhielten die Tiere 14 Tage lang fettreiche Nahrung, dann wurden sie in den folgenden zwei Wochen auf fettreduzierte Kost gesetzt, bevor sie anschließend wieder die Ausgangsnahrung bekamen. Zu jedem Zeitpunkt wurden die Tiere genau gewogen.

Veränderte Zusammensetzung der Darmflora

Es zeigte sich, dass die Tiere hinterher tatsächlich schwerer waren als zu Studienbeginn, sie zeigten also den typischen Jo-Jo-Effekt. Nachdem die Wissenschaftler keine Veränderungen wichtiger Stoffwechsel-Parameter im Blut feststellen konnten, konzentrierten sie sich auf die Darmflora. Bei den Mäusen, die zu Beginn übergewichtig waren, dann abnahmen und anschließend schnell wieder an Gewicht zugelegt hatten, konnte das Forscherteam eine veränderte Zusammensetzung der Darmflora feststellen.

Bestimmte Bakterienarten hatten sich deutlich vermehrt und sie wiesen eine veränderte Genaktivität auf, wodurch Energiehaushalt und Stoffwechsel negativ beeinflusst wurden. Bis sich das Bakteriengleichgewicht im Darm wiederhergestellt hatte, dauerte es wiederum 21 Tage. Zusätzlich transplantierten die Wissenschaftler die Darmzusammensetzung übergewichtiger Mäuse in den Verdauungstrakt von schlanken Kontrolltieren, woraufhin diese zunahmen. Die Studie wurde kürzlich im renommierten Fachjournal Nature veröffentlicht.

Hoffnung auf neue Strategien gegen Übergewicht und Jo-Jo-Effekt

Die Studienautoren wollen nun genauer untersuchen, welche Stoffwechselprodukte der Bakterien das Verdauungssystem daran hindern, in den Energiesparmodus überzugehen. Ebenfalls wollen die Forscher anhand weiterer Studien ermitteln, ob die Darmflora auch beim Menschen auf Gewichtszunahme gepolt bleibt. Langfristig wecken diese Erkenntnisse Hoffnung auf neue Strategien gegen Übergewicht und Jo-Jo-Effekt.

Quelle: Pressemitteilung des Diabetesinformationsdiensts München

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂