Kleine Forschungshelden, große Hoffnungen

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Kleine Forschungshelden, große Hoffnungen

Mehrere Studien befassen sich mittlerweile mit einem ehrgeizigen Ziel: dem Verhindern des Entstehens von Typ-1-Dia­betes. Wissenschaftler aus München, Dresden und Hannover setzen dabei große Hoffnungen in die kleinsten Probanden.

Den Typ-1-Diabetes künftig verhindern: Ein wichtiger Baustein ist dabei die Studie „POInT“ (Primary Oral Insulin Trial), die durchgeführt wird über die internationale Forschungsplattform GPPAD (Global Platform for the Prevention of Autoimmune Diabetes) – unter Federführung des Helmholtz Zentrums München und dem Klinikum rechts der Isar der TU München. Zudem wird POInT im Kinderkrankenhaus AUF DER BULT in Hannover und an der TU Dresden durchgeführt.

Die tägliche Gabe von Insulinpulver mit einer Mahlzeit soll das Immunsystem so trainieren, dass keine fehlerhafte Immunreaktion auftritt, also der Körper die eigenen insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse nicht angreift. Um feststellen zu können, welche Wirkung dem Insulinpulver zugeschrieben werden kann, wird in der Studie auch eine „Kontrollgruppe“ mitgeführt: Die Teilnehmer hier erhalten statt des Insulinpulvers ein Pulver ohne Wirkstoff.

Teilnehmen können Kinder im Alter zwischen 7 Monaten und 3 Jahren

Die an der Studie teilnehmenden Kinder sind zwischen 7 Monate und 3 Jahre alt. Bei ihnen wurde zuvor mit einem einfachen Bluttest in einem Screening das genetische Risiko für Typ-1-Diabetes ermittelt („Freder1k“-Studie). Nur wenn dieses Risiko erhöht ist (25-fach im Vergleich zum Durchschnitt), können Eltern ihren Nachwuchs zu „POInT“ anmelden. Das Kind wird dann nach dem Zufallsprinzip der Insulin- oder der Kontrollgruppe zugeordnet. Doch wieso setzen die Forschenden so große Hoffnungen auf diese junge Altersgruppe?

Vorherige Studien haben gezeigt, dass Kinder mit Risikogenen für Typ-1-Diabetes in der Le­bens­phase zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 3. Lebensjahr sehr empfänglich sind für eine Fehlsteuerung des Immunsystems gegenüber den insulinproduzierenden Betazellen. Deshalb ist es sinnvoll, in den ersten Lebensjahren vorbeugend auf das Immunsystem einzuwirken. So kann bestenfalls das Entstehen eines Typ-1-Diabetes verhindert werden.

Ihr Kind kann in die POInT-Studie eingeschlossen werden, wenn:

  • es zwischen 4 und 7 Monate alt ist,
  • Typ-1-Diabetes-Risikogene bei ihm festgestellt wurden,
  • es bereits begonnen hat, kleine Mengen Beikost aufzunehmen.

Mehr Informationen zur Teilnahme: Tel.: 0800/000 00 18, Webiste: www.gppad.org/de/point-studie


von Mona Walter
Referentin Kommunikation GPPAD,
Helmholtz Zentrum München,
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH),
Institut für Diabetesforschung,
Heidemannstr. 1, 80939 München

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (7) Seite 37

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße