Kleine Schritte zur Stammzelltherapie bei Typ-1-Diabetes

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Kleine Schritte zur Stammzelltherapie bei Typ-1-Diabetes

Wissenschaftler haben die Signale identifiziert, die die Entwicklung unreifer Bauchspeicheldrüsenzellen bestimmen. Die neuen Ergebnisse könnten den Weg ebnen, um aus Stammzellen Insulin produzierende Bauchspeicheldrüsenzellen herzustellen – ein wichtiger Ansatz zur Zellersatztherapie bei Typ-1-Diabetes.

Stammzellen sind Hoffnungsträger der modernen Medizin. Als sogenannte Vorläuferzellen haben sie die Möglichkeit, sich zu vielen verschiedenen Zelltypen weiterzuentwickeln. Wenn es gelänge, Stammzellen in funktionsfähige Betazellen umzuwandeln, könnte mit ihrer Hilfe die Insulinproduktion im Körper von Menschen mit Typ-1-Diabetes wieder angekurbelt werden.

Ein Wissenschaftlerteam hat nun neue Erkenntnisse darüber gewonnen, welche Faktoren bei der Entwicklung von Vorläuferzellen in der Bauchspeicheldrüse zu insulinproduzierenden Betazellen eine Rolle spielen. Die Ergebnisse haben sie im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht.

Umgebung entscheidet über Zelldifferenzierung

Die Autoren verglichen das Verhalten der Vorläuferzellen mit einem Ball im Flipperautomaten. Die Zellen bewegen sich während der Organentwicklung im Gewebe hin und her und verändern so ständig ihre Umgebung. Dadurch geraten sie mit unterschiedlichen Proteinen in Kontakt. Im Modellversuch fixierten die Forscher die Zellen auf Glasplättchen und brachten sie gezielt mit verschiedenen Proteinen der Zellumgebung zusammen.

Dabei fanden sie heraus, dass das Aufeinandertreffen mit bestimmten Proteinen (Laminin) die Zellen anregt, zu Betazellen zu werden. Kontakte mit anderen Proteinen (Fibronektin) lassen sie zu Gerüstzellen werden.

Vor der praktischen Anwendung sind noch sind viele Studien notwendig

Den Forschenden ist es bereits gelungen, die zugrundeliegenden molekularen Signalwege zu entschlüsseln. Dies ermöglicht ihnen, präziser als zuvor die Entwicklung von Stammzellen zu insulinproduzierenden Betazellen im Labor nachzustellen.

Bevor die Stammzelltherapie zur Behandlung von Menschen sicher und zuverlässig eingesetzt werden kann, sind noch zahlreiche Studien notwendig. Denn bislang können Stammzelltherapien noch Risiken wie beispielsweise die Entwicklung von Tumoren mit sich bringen.


Quelle: http://HelmholtzZentrumMünchen
| Diabetesinformationsdienst München

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  • lena-schmidt postete ein Update vor 4 Wochen

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße