Kolumne | Zum guten Schluss: Nur noch Ärztinnen – wie geht’s weiter?

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© Christian Mentzel, Wiesbaden
Kolumne | Zum guten Schluss: Nur noch Ärztinnen – wie geht’s weiter?

Unsere Kolumnistin Alex Adabei hat in ihrem Ort beobachtet, dass immer mehr Ärztinnen in den einst männerdominierte Beruf gibt.

Überraschend kam er ja nicht, der Generationenwechsel der Ärzte bei uns im Ort – die drei Herren sind alle etwa im selben Alter und haben im Laufe der letzten Monate ihre Praxen abgegeben. Alle drei Praxen wurden von Frauen übernommen. Die Medizin bei uns auf dem Land wird weiblich. Das ist neu!

Bisher wusste man, woran man war: Arzt A war einer von der Sorte “Wie geht’s uns denn heute?” – das mag nicht jeder, besonders, wenn die ärztlichen Anweisungen recht autoritär vermittelt werden. Trotzdem gingen viele Mütter mit ihren Kindern zu ihm, denn seine Tochter ist Kinderärztin – da muss der Vater doch automatisch up to date sein, oder?

Arzt B war immer eher kurz angebunden, aber recht umgänglich. In seiner Praxis (direkt gegenüber der Apotheke) gibt es mehrere kleine Kabuffs, in denen er seine Patienten zwischenlagerte. Um die Wartezeit zu überbrücken, hängen dort Informationsplakate aus den 1980er Jahren. Es muss ja nicht alles nagelneu sein, aber trotzdem …

Mein Favorit und Hausarzt war Arzt C, meiner Meinung nach freundlich und kompetent, mit großem Wartezimmer. Zu ihm gibt es alte familiäre Bindungen, das spielt ja auch eine Rolle. Arzt C ist außerdem Diabetologe und Psychotherapeut – seine Nachfolgerin (noch) nicht. Werden die vielen Diabetiker auch zu ihr in die Praxis kommen?

Über alle drei Ärzte kursieren Gerüchte über Fehldiagnosen, zu späte Überweisungen, Wunderheilungen, lange Wartezeiten. Über die Neuen gibt es noch kaum Geschichten, die man sich im Wartezimmer zuraunen könnte. Erst mal gucken, testen: Wie sind die so? Was machen die Frauen anders, die ja auch jünger sind als ihre Vorgänger? Wechseln oder bleiben? Spannend! Auch ich habe schon versucht, die mir gut bekannte Arzthelferin aus Praxis C auszuhorchen. Schade, sie wollte nicht mit pikanten Details herausrücken, dabei hätte ich garantiert nichts weitererzählt!

Immerhin weiß ich jetzt so viel: Arzt C will eigentlich noch 20 Stunden pro Woche praktizieren – aber die Kassenärztliche Vereinigung stellt sich quer. Auch den Ärzten A und B fällt der Abschied schwer; man trifft sie gelegentlich an alter Wirkungsstätte. Irgendwann aber treten sie endgültig ab, und die Medizingeschichte unseres Dorfes wird für lange Zeit mit weiblichen Vorzeichen fortgeschrieben werden.

Neue Geschichten, neue Gerüchte, neue Methoden, eine weibliche Art, zu behandeln? Besonders für Menschen, die eng mit ihrem Arzt zusammenarbeiten – und dazu gehören Diabetiker ja auf jeden Fall –, ist es wichtig zu wissen, woran sie sind. Interessant fände ich eine kleine Studie: “Ändert sich der HbA1c-Wert in G., wenn der behandelnde Arzt eine Frau ist?”

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

von Alex Adabei

Alex Adabei war ein fiktiver Charakter im Rahmen der Kolumne „Zum guten Schluss“, die von 2013 bis 2024 im Diabetes-Journal erschienen ist. Hinter der Rolle als Frau mit vielen Bekannten und Verwandten mit Typ-2-Diabetes, die von ihren Typ-F-Erfahrungen berichtete, steckte ein echter Mensch, mit ähnlichem Hintergrund.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (9) Seite 74

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  • Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 5 Tagen, 5 Stunden

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 5 Tagen, 6 Stunden

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.