- Behandlung
Kolumne | Zum Guten Schluss: Wer entscheidet über meine Therapie?
2 Minuten

Bei der Beantragung der Kostenübernahme für Therapie-Hilfsmittel kann es passieren, dass man Bekanntschaft mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung macht. Und mitunter mischt sich dieser ein in die Therapie-Entscheidung, die Arzt und Patient getroffen haben. Doch ist dieses Vorgehen noch zeitgemäß, fragt Jana Einser…
Wenn ich krank bin, gehe ich zu einem Arzt, spreche mit ihm, er untersucht mich. Daraus ergeben sich meist eine Diagnose und eine Therapieempfehlung. Genau das gilt auch für meinen Typ-1-Diabetes: Hier steht die Diagnose zwar seit langem, aber Gesprächsbedarf besteht regelmäßig, und Therapieüberlegungen stellen wir auch regelmäßig gemeinsam an.
MDK-Arzt: Einmischung in ein Vertrauensverhältnis
Warum darf sich in dieses Vertrauensverhältnis ein weiterer Arzt einmischen, dessen Identität ich normalerweise nicht kenne? Ich meine hier den Arzt des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK). Denn wenn mein Arzt und ich die Entscheidung treffen, dass ich ein bestimmtes Hilfsmittel für meine Therapie benötige, beruht das ja auf medizinischen Überlegungen, und nicht auf Luftschlössern.
Dennoch nimmt sich der Arzt des MDK das Recht, meist ausschließlich auf Aktengrundlage, diese Entscheidung zu hinterfragen und oft genug in seinem Gutachten als falsch zu bewerten – das heißt, dass er der jeweiligen Krankenkasse empfiehlt, das benötigte Hilfsmittel nicht zu finanzieren. Und in der Regel wird die Krankenkasse dem Gutachten folgen, denn welche Berechtigung hätte sonst der MDK?
MDK-Entscheidungen: wirklich unabhängig?
Rechtlich steht der MDK auf der sicheren Seite. Er schreibt auf seiner Internetseite: “Die Entscheidung über eine Leistung liegt bei den Kranken- und Pflegekassen. Die Gutachterinnen und Gutachter des MDK greifen nicht in die ärztliche Behandlung oder pflegerische Versorgung ein.”
Praktisch aber sieht es anders aus: Was aufgrund des MDK-Gutachtens nicht bezahlt wird, kann ich nicht verwenden. Auch die Unabhängigkeit der MDK-Entscheidungen wird betont, aber: “Die Medizinischen Dienste werden von ihren Trägern, also den Kranken- und Pflegekassen auf Landesebene, finanziert.” Wes Brot ich ess, des Lied ich sing, heißt es doch so schön in einer Redensart.
Medizinische Entscheidung ausschließlich aufgrund von Akten treffen?
Hinzu kommt: Ich habe in meiner Diabeteslaufbahn bezüglich meiner Anträge – mal positiv beschieden, mal negativ – noch nie mit einem MDK-Gutachter gesprochen. Kann man eine medizinische Entscheidung ausschließlich aufgrund von Akten treffen? Ich denke nicht. Nicht umsonst gilt in Deutschland das Verbot der Fernbehandlung ausschließlich über Print- und Kommunikationsmedien. Mir stellt sich die Frage: Ist der MDK noch zeitgemäß?

von Jana Einser
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (6) Seite 82
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 15 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 23 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 6 Stunden
Ich meinte Liberty




