Kriegserklärung an den Diabetes

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Kriegserklärung an den Diabetes

Anfang Juni fand der Kongress der amerikanischen Diabetes-Gesellschaft (ADA) in Boston (USA) statt. Wir waren für Sie vor Ort und berichten hier über zwei Highlights.

„75 Years of Battling Diabetes – Our Global Challenge“

Die American Diabetes Association (ADA) schaut zurück auf „75 Jahre Diabetes-Bekämpfung“. Der erste ADA-Präsident Cecil Striker erklärte 1941 den Kampf gegen den Diabetes – die „Declaration of War on Diabetes“. Er forderte damals dazu auf, gemeinsam einen Angriff gegen den Diabetes zu beginnen. Das Ziel war: „Diabetes verhindern und heilen und die Lebensqualität von Diabetikern verbessern“.

Die Ziele von damals sind heute die gleichen geblieben, jedoch mit deutlich besserer Lebensqualität und verbesserten Präventionsmöglichkeiten. Die Vision für die Zukunft ist „Leben ohne Diabetes und all seine Belastungen, die er mit sich bringt“, erklärte Dr. Samuel Dagogo-Jack, einer der Präsidenten der ADA, in Boston.

Aktuell sind etwa 400 Millionen Menschen weltweit an Diabetes erkrankt, Dagogo-Jack prognostizierte einen Anstieg auf 600 Millionen in den nächsten 15 Jahren. Die Lösung des globalen Problems sieht er in Prävention, so dass die Menschen erst gar nicht an Diabetes erkranken. „Forschung ist der einzige glaubwürdige Weg, um die Kämpfe zu gewinnen und Diabetes zu heilen,“ so Dagogo-Jack.

Schrittwettbewerb, Roll-ups und Zukunftsvisionen

Die Veranstalter des Kongresses in Boston ließen sich für die Teilnehmer einiges einfallen. Eines der Highlights fernab der Vorträge war ein Schrittwettbewerb, der Gewinner war am Ende der 5 Tage 164 984 Schritte gelaufen, das entspricht etwa 33 000 Schritten am Tag (23,1 Kilometer) – eine hervorragende Leistung. Alle Teilnehmer zusammen liefen 13,8 Millionen Schritte.

Motivation für eine derartige Leistung waren vermutlich die zahlreichen Roll-ups (Aufsteller), die die Gänge säumten. So gab es „Motivationsbanner“ mit der Aufschrift „Wer die Treppen benutzt, verbrennt 20-mal mehr Kalorien als jemand, der die Rolltreppe nimmt“, „Diabetes tötet jedes Jahr mehr Amerikaner als Brustkrebs und Aids zusammen“, „Alle 19 Sekunden wird bei jemandem Diabetes diagnostiziert“ und „1 von 11 Amerikanern hat Diabetes. 1 von 4 hat Diabetes und weiß nichts davon. 1 von 3 hat ein erhöhtes Diabetesrisiko“!

Auch die Interaktionsmöglichkeiten waren vielfältig. Die Antworten der „Post-it“-Aktion mit der Frage „In welche Richtung sollte sich die Diabetesforschung bewegen?“ hätten unterschiedlicher nicht sein können, beispielsweise: Prävention, Verbesserung des Insulins, Verständnis des menschlichen Verhaltens oder Gewichtsverlustmechanismen.


von Lena Schmidt
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße