- Behandlung
Lohnt sich die Einnahme von Zink-Tabletten?
2 Minuten
Bei einem nachgewiesenen allgemeinen Zinkmangel sollte eine Einnahme erfolgen – wegen des Diabetes aber nicht.
Frage:
Ich bin Diabetikerin und habe gelesen, dass Diabetiker mehr Zink benötigen. Ich wollte mich erkundigen, ob dies wirklich stimmt. Ich möchte keine unnötigen Medikamente einnehmen, auch wenn es nur Zinktabletten sind. Danke für eine grundsätzliche Antwort zu allen Fragen, die damit zusammenhängen!
Prof. Petzoldt: In diesem Eintrag stecken mindestens vier Fragen zur Wirkung von Zink im menschlichen Organismus; diese und andere Fragen zur Bedeutung von Zink für den Menschen werden seit langem ausführlich in großen Lehrbüchern abgehandelt. Das Thema ist, wie man gern sagt, so komplex und umfangreich, dass man Fragen dazu nicht einfach und endgültig beantworten kann. Dennoch sollen hier die kurzen Fragen auch kurz beantwortet werden:
1. Wozu braucht der Mensch Zink?
Zink spielt in vielen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle. Es ist bei Aufbauprozessen beteiligt und wird benötigt im Abwehrsystem und zur Funktion vieler Hormone (z. B. auch bei der Funktion des Insulins).
2. Woher bekommt der Mensch die notwendigen Zink-Mengen?
Als wichtigste Nahrungsquellen sind bekannt: rote Fleischsorten (z. B. Rindfleisch, Leber), Vollkornprodukte, Weizen, Käse, Linsen, Nüsse etc.
3. Stimmt es, dass Diabetiker aufgrund des Insulinmangels mehr Zink brauchen und sich deshalb vermehrt Zink zuführen müssen?
Nein – und das gilt bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Denn Zink ist nur ein kleiner Baustein des Insulins, das beim Typ-1-Diabetes ganz und beim Typ-2-Diabetes zunehmend fehlt; Insulin kann jedoch nicht durch eine erhöhte Zinkzufuhr aufgebaut oder gar ersetzt werden. Wenn man wegen eines nachgewiesenen Zinkmangels Zink zuführen muss, kompensiert dies nicht den für Diabetiker typischen Insulinmangel.
4. Muss man wegen eines Diabetes Zink-Tabletten nehmen?
Wegen des Diabetes: Nein! Wegen eines nachgewiesenen allgemeinen Zinkmangels: Ja! Aber das hilft nicht bei den für Diabetes typischen Störungen in der Bildung von Insulin.
… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:
Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de
Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.
von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (6) Seite x-x
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stephanie-haack postete ein Update vor 21 Stunden, 12 Minuten
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 22 Stunden, 57 Minuten
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 20 Stunden, 59 Minuten
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
