Lohnt sich die Einnahme von Zink-Tabletten?

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Lohnt sich die Einnahme von Zink-Tabletten?

Bei einem nachgewiesenen allgemeinen Zinkmangel sollte eine Einnahme erfolgen – wegen des Diabetes aber nicht.

Frage:
Ich bin Diabetikerin und habe gelesen, dass Diabetiker mehr Zink benötigen. Ich wollte mich erkundigen, ob dies wirklich stimmt. Ich möchte keine unnötigen Medikamente einnehmen, auch wenn es nur Zinktabletten sind. Danke für eine grundsätzliche Antwort zu allen Fragen, die damit zusammenhängen!


Prof. Petzoldt: In diesem Eintrag stecken mindestens vier Fragen zur Wirkung von Zink im menschlichen Organismus; diese und andere Fragen zur Bedeutung von Zink für den Menschen werden seit langem ausführlich in großen Lehrbüchern abgehandelt. Das Thema ist, wie man gern sagt, so komplex und umfangreich, dass man Fragen dazu nicht einfach und endgültig beantworten kann. Dennoch sollen hier die kurzen Fragen auch kurz beantwortet werden:

1. Wozu braucht der Mensch Zink?

Zink spielt in vielen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle. Es ist bei Aufbauprozessen beteiligt und wird benötigt im Abwehrsystem und zur Funktion vieler Hormone (z. B. auch bei der Funktion des Insulins).

2. Woher bekommt der Mensch die notwendigen Zink-Mengen?

Als wichtigste Nahrungsquellen sind bekannt: rote Fleischsorten (z. B. Rindfleisch, Leber), Vollkornprodukte, Weizen, Käse, Linsen, Nüsse etc.

3. Stimmt es, dass Diabetiker aufgrund des Insulinmangels mehr Zink brauchen und sich deshalb vermehrt Zink zuführen müssen?

Nein – und das gilt bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Denn Zink ist nur ein kleiner Baustein des Insulins, das beim Typ-1-Diabetes ganz und beim Typ-2-Diabetes zunehmend fehlt; Insulin kann jedoch nicht durch eine erhöhte Zinkzufuhr aufgebaut oder gar ersetzt werden. Wenn man wegen eines nachgewiesenen Zinkmangels Zink zuführen muss, kompensiert dies nicht den für Diabetiker typischen Insulinmangel.

4. Muss man wegen eines Diabetes Zink-Tabletten nehmen?

Wegen des Diabetes: Nein! Wegen eines nachgewiesenen allgemeinen Zinkmangels: Ja! Aber das hilft nicht bei den für Diabetes typischen Störungen in der Bildung von Insulin.

Haben auch Sie eine medizinische Frage an Prof. Petzoldt?

… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:

Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt​
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de

Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.


von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (6) Seite x-x

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  • Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 5 Tagen, 22 Stunden

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 6 Tagen

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.