- Ernährung
Eiweiß: Trend-Nährstoff und vielseitiger Sattmacher
4 Minuten

Eiweiß (Protein) hat sich zum Trend-Nährstoff entwickelt und ist ein vielseitiger Sattmacher. Doch was ist wirklich dran an den vielen Botschaften dazu? Wir geben Antworten zum Bedarf, zu Mangel und Überschuss bis hin zu proteinreichen Produkten aus dem Handel.
Proteine sind zentrale Bausteine für jede Körperzelle. Anders als bei Fett oder Kohlenhydraten besitzt der Körper keinen eigentlichen Protein-Speicher. Allein aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass eiweißhaltige Lebensmittel bei jeder Hauptmahlzeit auf dem Teller landen.
Eiweiße sind Baustoffe für Muskelfasern, Enzyme, zahlreiche Hormone sowie Antikörper für die Immunabwehr. Außerdem sind Proteine beteiligt an der Blutgerinnung und dem Transport von Eisen und fettlöslichen Vitaminen. Pro Gramm liefern sie dem Körper eine Energie-Menge von vier Kilokalorien.
Jedes Protein besteht aus Aminosäuren, wovon neun essenziell sind. Das heißt, dass der Körper sie nicht selbst bilden kann und sie täglich über eiweißhaltige Lebensmittel aufgenommen werden müssen.
Empfohlene Eiweiß-Mengen
- bis zu 300 g Fleisch und Wurst pro Woche: z. B. 2 Portionen Fleisch mit je 120 g roh und 2 Scheiben Wurst mit je 30 g
- 2 Portionen Milch und Milchprodukte pro Tag: z. B. körniger Frischkäse, Quark, Käse, Joghurt, Milch; fettarme sind eiweißreicher als vollfette Produkte
- 1 bis 2 Portionen Fisch pro Woche
- 2 bis 4 Eier pro Woche
- täglich Getreide-Produkte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, bevorzugt in Kombination mit tierischen Lebensmitteln, siehe Info 1
- bei Verzicht auf tierische Lebensmittel bieten sich Produkte auf Basis von Soja, Lupinen, Hülsenfrüchten oder Nüssen an
Folgen von zu wenig oder zu viel Eiweiß
Da der Körper keine Eiweiß-Reserven anlegen kann, bedient er sich bei Protein-Mangel am körpereigenen Eiweiß und baut Muskelmasse ab. Das kann der Fall sein bei einer sehr einseitigen oder eiweißarmen Ernährung oder starkem Gewichtsverlust in kurzer Zeit, z.B. durch Krankheiten oder „Abnehmspritzen“. Ältere Menschen ab 65 Jahren sind besonders gefährdet.
Eiweiß – zehn wichtige Tipps für die Praxis
- Zu jeder Hauptmahlzeit sollte man eiweißhaltige Lebensmittel essen.
- Eiweiß sättigt gut. Eine Kombination mit ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Gemüse, Salat oder Getreide-Produkten ist ideal.
- Menschen, die langfristig abnehmen möchten, können dies durch eine eiweißbetontere Lebensmittel-Auswahl besser und leichter erreichen.
- Eiweißreiche pflanzliche Produkte sind zu bevorzugen. Ihre Zusammensetzung ist meist gesünder als Tierisches wie Fleisch und Wurst.
- Durch die Kombination verschiedener Eiweiß-Quellen aus Pflanzen ist eine ähnlich hohe Bioverfügbarkeit zu erreichen wie bei Proteinen aus Fleisch.
- Bei einer diabetesbedingten Schädigung der Nieren sollte die Eiweiß-Menge unter Rücksprache mit dem Diabetes-Team im Blick behalten werden.
- Menschen ab 65 Jahren sollten bewusst mehr Eiweiß essen, damit ihre Muskelmasse erhalten bleibt. Empfohlen werden bis zu 1,6 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht.
- Täglich 0,8 bis 1 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Normalgewicht empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Erwachsenen.
- Ab einer wöchentlichen Sport-Dauer von fünf Stunden erhöht sich der tägliche Eiweißbedarf.
- Schwangere und Stillende mit Diabetes haben einen erhöhten Eiweiß-Bedarf. Empfohlen werden bis zu 1,2 Gramm pro Kilogramm Normalgewicht.
Wie sieht es mit einem Überschuss an Eiweiß aus? Aktuell heißt es oft: je mehr Eiweiß, desto besser. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority, EFSA) ist eine tägliche Eiweiß-Menge bis 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht für Erwachsene unbedenklich.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
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