- Behandlung
Lungenembolie – Frischluft und entspannte Lage
2 Minuten

In der Serie Blaulicht stellen wir Ihnen die häufigsten Notfälle vor und erläutern diese – und was Sie als Ersthelfer tun sollten. In dieser Folge geht es um eine Lungenembolie.
Der Notfall
Renate K. ist seit einigen Tagen bettlägerig, nachdem sie mit dem Fuß umgeknickt ist. Statt zum Arzt zu gehen, hofft sie, dass durch Schonung die Schwellung bald abklingen wird. Außerdem hat sie wenig getrunken. Aus völligem Wohlbefinden heraus verspürt sie plötzlich einen Stich in der Brust und eine zunehmende Luftnot. Da sie auch Panik befällt, ruft ihr Ehemann den Rettungsdienst.
- Notruf absetzen, für Frischluft sorgen
- Sauerstoffgabe, Vitalwerte prüfen (Rettungsdienst)
- zügig in die Klinik
Das unternimmt der Ersthelfer
Der Mann von Renate K. öffnet das Fenster und lässt frische Luft herein. Er öffnet ihre beengende Kleidung und lässt Renate K. sich so lagern, wie sie es wünscht. Dann warten sie auf den Rettungsdienst.
Das macht der Rettungsdienst
Kurz nachdem der Ehemann von Renate K. den Rettungsdienst über die Telefonnummer 112 gerufen hat, treffen die Rettungssanitäter und der Notarzt ein. Frau K. schildert dem Notarzt genau, was passiert ist und wie der Schmerz und die Atembeschwerden sich äußern. Das Rettungsdienstteam unterstützt die Patientin durch die Gabe von Sauerstoffbeim Atmen und schließt sie an das EKG-Gerät an. Es werden die Sauerstoffsättigung und der Blutdruck bestimmt – und regelmäßig konsequent überprüft.
Zunächst geht der Notarzt von einem Herzinfarkt aus, dies scheint aber aufgrund des EKG-Bildes, gepaart mit der zunehmenden Atemnot, unwahrscheinlich, und der Notarzt stellt die Verdachtsdiagnose Lungenembolie. Nachdem ein venöser Zugang gelegt wurde, erhält Frau K. ein Schmerzmittel, ein Mittel zur Blutverdünnung und ein Beruhigungsmittel, da die Atembeschwerden sie doch sehr aufgeregt haben. Aufgrund der räumlichen Nähe zur nächsten Klinik entscheidet sich der Notarzt zu einem zügigen Transport (nach Voranmeldung!).
Das passiert in der Klinik
Die Verdachtsdiagnose Lungenembolie bestätigt sich durch einen Ultraschall des Brustkorbes. Renate K. ist kreislaufstabil, also wird zur genaueren Untersuchung ein Kernspintomogramm des Brustkorbes angefertigt; hier beurteilt man die Ausdehnung der Lungenembolie. Da diese sehr ausgedehnt ist, entscheiden sich die Ärzte zur Lyse-Therapie (Propf-Auflösung), um den Embolus (nichtlösliches Gebilde in der Blutbahn) aus geronnenem Blut aufzulösen.
Dies geschieht unter strenger Überwachung auf der Intensivstation. Dort bleibt Frau K. für drei Tage, bis sich ihr Zustand stabilisiert hat. Danach verbringt sie einige Tage auf Normalstation, bevor sie entlassen wird. Von nun an nimmt Renate K. Medikamente zur Blutverdünnung ein.
Um Lungenembolien zu vermeiden, ist Vorbeugung wichtig. Wer bettlägerig ist, sollte viel trinken und bei wenig Bewegung auch einen Gerinnungshemmer (verordnet vom Arzt) einnehmen. Gerade Menschen mit Diabetes haben ein etwas höheres Risiko, Embolien zu erleiden: Bei schlechter Einstellung gerinnt das Blut leichter.
In der Serie Blaulicht stellen wir Ihnen die häufigsten Notfälle vor und erläutern Ihnen die Art des Notfalls – und was Sie als Ersthelfer sinnvollerweise tun sollten.
Danach zeigen wir Ihenen die Maßnahmen, die die Kollegen vom Rettungsdienst durchführen werden. Da die meisten Notfallpatienten in ein Krankenhaus gebracht werden müssen, erfahren Sie, was dort üblicherweise gemacht wird.
von Prof. Dr. med. Thomas Haak
Chefredakteur des Diabetes-Journals, Ltd. Notarzt im Main-Tauber-Kreis
und Kai Schlecht
Rettungsdienstleiter beim DRK Bad Mergentheim
Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (10) Seite 36-37
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Tag, 19 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße