MeetUp zum 780G-System – wie war’s?

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Community-Beitrag
MeetUp zum 780G-System – wie war’s?

MeetUp in der Blood Sugar Lounge in Kooperation mit Medtronic. Eines der Themen beim virtuellen Treffen Ende Januar das: MiniMed-780G-System. Mit dabei: viele von Euch mit Fragen zum System, aber auch zum Diabetes allgemein – und natürlich Vetreterinnen und Vertreter von Blood Sugar Lounge und Medtronic.

Was kann das MiniMed-780G-System eigentlich, wie kann es das Diabetes-Management vereinfachen und die Einstellung verbessern? Marianne Finke von Medtronic stellte das System vor, das aus 4 Komponenten besteht:

  • Insulinpumpe MiniMed 780G
  • Guardian-4-Sensor (kann bis zu 7 Tage lang getragen werden; muss nicht kalibriert werden)
  • 2 Apps: MiniMed-Mobile-App (zeigt die Werte auf dem Smartphone an), CareLink-Connect-App (macht es möglich, die Werte mit anderen zu teilen)
  • Infusionsset Medtronic Extended (das bisher einzige Infusionsset, das eine Tragedauer bis zu 7 Tagen erlaubt)

Medtronic bezeichnet das MiniMed-780G-System als Advanced-Hybrid-Closed-Loop-System. Der Unterschied zu Hybrid-Closed-Loop-Systemen: Auch erhöhte Glukosewerte werden nun automatisch vom System mit Insulingaben korrigiert.

Die Vier vom MeetUp: Katrin (#BSLounge), Marianne und Nando von Medtronic, Carsten (#BSLounge). | Screenshot: Kirchheim-Verlag

Das MiniMed-780G-System im echten Leben

Carsten Halbe, Autor der Blood Sugar Lounge, hat seit 1998 Typ-1-Diabetes – damals war er 22 Jahre alt. Anfangs wollte er keine Insulinpumpe; erst nach drei Jahren konnte seine Diabetologin ihn davon überzeugen. Er hat dadurch Freiheit gewonnen, wie er heute sagt. Und: Durch die Fortschritte in der Diabetes-Technologie muss er nicht mehr so viel selbst entscheiden: „Heute muss man weniger Entscheidungen treffen – aber: Man muss das System verstehen.“ Er nutzt das MiniMed-780G-System und empfiehlt, vor allem die KE-Faktoren im Auge zu behalten und auszutesten. Auch die Wirkdauer des Insulins sei ein wichtiger Parameter.

Übrigens: Über Facebook könnt Ihr Euch das Video des MeetUps weiterhin anschauen – und so Carsten auch bei einem strammen Spaziergang über 8 Kilometer begleiten. Er erklärt in den Sequenzen, auf welche Weise er den Sportmodus des Systems für die Bewegungseinheit genutzt hat und was es für einen Unterschied macht, ob er schnell geht oder joggt.

Fragen und Antworten

MeetUp bedeutet auch: Wer teilnimmt, kann Fragen stellen. Die Möglichkeit wurde rege genutzt:

  • Hat Medtronic eine Patch-Pumpe in der Pipeline? Derzeit nicht, antwortete Marianne Finke, man konzentriere sich auf die Automatisierung, auf den SmartGuard-Algorithmus.
  • Ist die Steuerung des Systems auch über die App möglich? Nein, man sieht auf dem Smartphone nur, was passiert, kann darüber aber nicht eingreifen.
  • Was tun, wenn das Extended-Infusionsset nicht 7 Tage lang hält? Marianne: Es kann 7 Tage lang getragen werden, muss aber nicht. Bei hohen Werten empfiehlt sie einen Wechsel.
  • Kann man mit der Pumpe duschen und tauchen? Marianne erklärt, dass die Pumpe wasserfest ist – Duschen und Baden geht also. Ansonsten ist die Pumpe bis zu einer Tiefe von 3,60 Meter getestet.
  • Welche Blutzuckermessgeräte können mit der 780G kommunizieren? Nur das Accu-Chek Guide Link, das auch mit der Pumpe ausgeliefert wird – das Gerät überträgt die Werte via Bluetooth an die Pumpe. Als Alternative können die Werte auch händisch eingegeben werden.
  • Wie lange hatte Carsten den manuellen Modus, wann hat er in den Automodus gewechselt? Carsten erzählt, dass er 6 Tage lang im manuellen Modus war und dann in den Automodus gegangen ist. Marianne erklärt, dass das System bei der ersten Inbetriebnahme ab Mitternacht immer 48 Stunden im manuellen Modus läuft und Nutzerinnen und Nutzer ab dann wechseln können in den SmartGuard-Modus. Meist bleibt man aber einige Tage länger im manuellen Modus – das System muss Daten sammeln, um auf dieser Basis dann im Automodus möglichst passgenau Insulin abgeben zu können.

Die WeCare-Services von Medtronic

Vorgestellt wurde WeCare von Nando von Medtronic. | Screenshot: Kirchheim-Verlag

Auch mit den WeCare-Services – die zeitgleich mit dem MiniMed-780G-System gelauncht wurden – will Medtronic den Alltag mit Diabetes erleichtern. Geboten werden 10 Services, unter anderem:

  • Produkteinweisung
  • StartRight-Programm für die ersten drei Monate mit einem Medtronic-Produkt
  • Rund-um-die-Uhr-Hotline
  • E-Shop
  • Online-Community

Im Rahmen des StartRight-Programms hat auch Carsten schon WeCare genutzt – und sich erklären lassen, wie er Berichte erstellen und sie für sich nutzen kann.


von Nicole Finkenauer

Nicole Finkenauer ist Publizistin. Sie ist verantwortliche Redakteurin der diabetes zeitung, dem offiziellen Organ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Sie schreibt auch für den Diabetes-Anker und findet es toll, die beiden Welten (Fachpersonal und Betroffene) miteinander verknüpfen zu können. Zudem ist sie eine der Hosts des Diabetes-Anker-Podcasts – und freut sich immer über Ideen für Themen und Gäste!

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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