- Aus der Community
MeetUp zum 780G-System – wie war’s?
3 Minuten

MeetUp in der Blood Sugar Lounge in Kooperation mit Medtronic. Eines der Themen beim virtuellen Treffen Ende Januar das: MiniMed-780G-System. Mit dabei: viele von Euch mit Fragen zum System, aber auch zum Diabetes allgemein – und natürlich Vetreterinnen und Vertreter von Blood Sugar Lounge und Medtronic.
Was kann das MiniMed-780G-System eigentlich, wie kann es das Diabetes-Management vereinfachen und die Einstellung verbessern? Marianne Finke von Medtronic stellte das System vor, das aus 4 Komponenten besteht:
- Insulinpumpe MiniMed 780G
- Guardian-4-Sensor (kann bis zu 7 Tage lang getragen werden; muss nicht kalibriert werden)
- 2 Apps: MiniMed-Mobile-App (zeigt die Werte auf dem Smartphone an), CareLink-Connect-App (macht es möglich, die Werte mit anderen zu teilen)
- Infusionsset Medtronic Extended (das bisher einzige Infusionsset, das eine Tragedauer bis zu 7 Tagen erlaubt)
Medtronic bezeichnet das MiniMed-780G-System als Advanced-Hybrid-Closed-Loop-System. Der Unterschied zu Hybrid-Closed-Loop-Systemen: Auch erhöhte Glukosewerte werden nun automatisch vom System mit Insulingaben korrigiert.

Das MiniMed-780G-System im echten Leben
Carsten Halbe, Autor der Blood Sugar Lounge, hat seit 1998 Typ-1-Diabetes – damals war er 22 Jahre alt. Anfangs wollte er keine Insulinpumpe; erst nach drei Jahren konnte seine Diabetologin ihn davon überzeugen. Er hat dadurch Freiheit gewonnen, wie er heute sagt. Und: Durch die Fortschritte in der Diabetes-Technologie muss er nicht mehr so viel selbst entscheiden: „Heute muss man weniger Entscheidungen treffen – aber: Man muss das System verstehen.“ Er nutzt das MiniMed-780G-System und empfiehlt, vor allem die KE-Faktoren im Auge zu behalten und auszutesten. Auch die Wirkdauer des Insulins sei ein wichtiger Parameter.
Übrigens: Über Facebook könnt Ihr Euch das Video des MeetUps weiterhin anschauen – und so Carsten auch bei einem strammen Spaziergang über 8 Kilometer begleiten. Er erklärt in den Sequenzen, auf welche Weise er den Sportmodus des Systems für die Bewegungseinheit genutzt hat und was es für einen Unterschied macht, ob er schnell geht oder joggt.
Fragen und Antworten
MeetUp bedeutet auch: Wer teilnimmt, kann Fragen stellen. Die Möglichkeit wurde rege genutzt:
- Hat Medtronic eine Patch-Pumpe in der Pipeline? Derzeit nicht, antwortete Marianne Finke, man konzentriere sich auf die Automatisierung, auf den SmartGuard-Algorithmus.
- Ist die Steuerung des Systems auch über die App möglich? Nein, man sieht auf dem Smartphone nur, was passiert, kann darüber aber nicht eingreifen.
- Was tun, wenn das Extended-Infusionsset nicht 7 Tage lang hält? Marianne: Es kann 7 Tage lang getragen werden, muss aber nicht. Bei hohen Werten empfiehlt sie einen Wechsel.
- Kann man mit der Pumpe duschen und tauchen? Marianne erklärt, dass die Pumpe wasserfest ist – Duschen und Baden geht also. Ansonsten ist die Pumpe bis zu einer Tiefe von 3,60 Meter getestet.
- Welche Blutzuckermessgeräte können mit der 780G kommunizieren? Nur das Accu-Chek Guide Link, das auch mit der Pumpe ausgeliefert wird – das Gerät überträgt die Werte via Bluetooth an die Pumpe. Als Alternative können die Werte auch händisch eingegeben werden.
- Wie lange hatte Carsten den manuellen Modus, wann hat er in den Automodus gewechselt? Carsten erzählt, dass er 6 Tage lang im manuellen Modus war und dann in den Automodus gegangen ist. Marianne erklärt, dass das System bei der ersten Inbetriebnahme ab Mitternacht immer 48 Stunden im manuellen Modus läuft und Nutzerinnen und Nutzer ab dann wechseln können in den SmartGuard-Modus. Meist bleibt man aber einige Tage länger im manuellen Modus – das System muss Daten sammeln, um auf dieser Basis dann im Automodus möglichst passgenau Insulin abgeben zu können.
Die WeCare-Services von Medtronic

Auch mit den WeCare-Services – die zeitgleich mit dem MiniMed-780G-System gelauncht wurden – will Medtronic den Alltag mit Diabetes erleichtern. Geboten werden 10 Services, unter anderem:
- Produkteinweisung
- StartRight-Programm für die ersten drei Monate mit einem Medtronic-Produkt
- Rund-um-die-Uhr-Hotline
- E-Shop
- Online-Community
Im Rahmen des StartRight-Programms hat auch Carsten schon WeCare genutzt – und sich erklären lassen, wie er Berichte erstellen und sie für sich nutzen kann.
Nicole Finkenauer ist Publizistin. Sie ist verantwortliche Redakteurin der diabetes zeitung, dem offiziellen Organ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Sie schreibt auch für den Diabetes-Anker und findet es toll, die beiden Welten (Fachpersonal und Betroffene) miteinander verknüpfen zu können. Zudem ist sie eine der Hosts des Diabetes-Anker-Podcasts – und freut sich immer über Ideen für Themen und Gäste!
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 14 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 22 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 5 Stunden
Ich meinte Liberty




