Metformin verstärkt Magen-Darm-Beschwerden

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Metformin verstärkt Magen-Darm-Beschwerden

Die Einnahme von Metformin kann zwar Beschwerden im Magen-Darm-Bereich verstärken, die genaue Ursache sollte aber geklärt werden.

Die Frage: Ich bin seit 6 Jahren Diabetikerin Typ 2, Größe 1,57 m, Gewicht 70 kg, vor einem Jahr noch 82 kg. HbA1c um 6,0 Prozent, Blutzucker nüchtern 110 bis 130 mg/dl (6,1 bis 7,2 mmol/l) und zwei Stunden nach dem Frühstück 160 bis 180 mg/dl (8,9 bis 10,0 mmol/l).

Seit Jahren habe ich sporadisch auftretend Durchfall, Völlegefühl und Erbrechen, als Ursache wird eine autonome Neuropathie im Magen-Darm-Bereich vermutet. Die Beschwerden hatten schon mal nachgelassen, als ich das Metformin kurzzeitig abgesetzt hatte, ich hatte aber höhere Blutzuckerwerte. Was kann ich noch besser machen?


Prof. Petzoldt: Wahrscheinlich wurden Ihre Darmbeschwerden durch die Einnahme von Metformin verstärkt. Mit einem Verzicht auf Metformin können Sie also schon etwas Wichtiges gegen die Beschwerden tun. Vielleicht werden Sie die jahrelang vorher bekannten gelegentlichen Darmbeschwerden aber nie ganz los, vielleicht müssen Sie auch in Zukunft alle Einflüsse vermeiden, die zu einer Verstärkung der Beschwerden beitragen können. Fragen Sie Ihren Arzt nach solchen störenden Einflüssen.

Für die Diabeteseinstellung können Sie natürlich eine ganze Menge tun. Wenn jetzt die höheren Blutzuckerwerte weiterbestehen, dann denken Sie zum einen an die richtige und gesunde Ernährung, an Ihr gebessertes Körpergewicht und an mehr körperliche Bewegung. Und scheuen Sie andererseits nicht die Insulinbehandlung, wenn Ihr Diabetologe sie Ihnen empfehlen sollte.

Haben auch Sie eine medizinische Frage an Prof. Petzoldt?

… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:

Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt​
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de

Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.


von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (11) Seite 44

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • calvin240 antwortete vor 5 Tagen

      @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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