- Behandlung
„Mich stören die Nebenwirkungen“
2 Minuten
Auswahl und Einsatz von Blutdrucksenkern, die möglichst gut wirken und geringe oder keine Nebenwirkungen haben, können nur individuell erfolgen.
Die Frage: Ich bin 70 Jahre alt und insulinpflichtiger Typ-2-Diabetiker mit zu hohem Blutdruck (ca. 180/80 mmHg), der trotz Einnahme von verschiedenen Medikamenten nicht in den Griff zu kriegen ist. Dagegen stören mich deren Nebenwirkungen wie Übelkeit und häufiger Schwindel erheblich. Bei manchen Tabletten wird gewarnt mit “Vorsicht für Diabetiker”. Und manchmal ist auch zu lesen, dass ein häufiger Wechsel der Medikamente Gefahren mit sich bringt. Können Sie eine Empfehlung von wirksamen Tabletten, möglichst mit weniger Nebenwirkungen geben?
Prof. Petzoldt: Der aus anderen Lebensbereichen stammende Slogan Keine Wirkungen ohne Nebenwirkungen passt auch zur Behandlung des Bluthochdrucks; denn es gibt nicht DIE Ideal-Medikamente mit durchschlagender Wirkung und ganz ohne Nebenwirkungen.
Beim Bluthochdruck wie beim Diabetes kann die individuelle Behandlung immer nur dann gelingen, wenn sie zwar allgemein geltenden Erkenntnissen folgt, dabei aber immer auf den einzelnen Menschen abgestimmt wird. Das Allgemeine vorab: Derzeit gelten Blutdruckwerte von nicht mehr als 140/90 mmHg als Behandlungsziel.
Und erfreulicherweise gibt es eine ganze Reihe wirksamer, unterschiedlicher blutdrucksenkender Medikamente, die in der individuellen Behandlung versucht und, bei Bedarf auch in Kombination, zur Erreichung der Blutdruckzielwerte eingesetzt werden können. Dies kann ich mit Ihnen aber nicht über die Ferne abstimmen.
Auswahl und Einsatz von Blutdrucksenkern, die danach beide Erwartungen erfüllen – möglichst gute Wirksamkeit und möglichst geringe oder keine Nebenwirkungen –, können nur individuell erfolgen. Besprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt, welche Medikamenten-Kombination für Sie zu einer wirksameren Hochdruckbehandlung mit weniger stark ausgeprägten, erträglicheren Nebenwirkungen zur Verfügung stehen und welche Sie, eventuell auch nach einem Wechsel, versuchen können.
… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:
Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de
Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.
von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (10) Seite 42
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 19 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße