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Mit fluoreszierenden Markern auf Spurensuche: So wirken neue Medikamente gegen Diabetes und Adipositas
2 Minuten
Forschende haben leuchtende Marker entwickelt, die zeigen, wie Medikamente wie Tirzepatid im Körper wirken. Erstmals wird sichtbar, welche Zellen Insulinfreisetzung und Sättigung steuern – ein wichtiger Schritt für bessere Therapien bei Diabetes und Adipositas.
Viele Menschen mit Diabetes oder starkem Übergewicht wissen: Medikamente wie Ozempic oder Mounjaro können helfen, den Blutzucker zu regulieren und das Gewicht zu senken. Doch wie genau wirken diese Mittel im Körper? Und welche Zellen spielen dabei eine Rolle? Eine internationale Studie mit Beteiligung des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin bringt jetzt Licht ins Dunkel – im wahrsten Sinne des Wortes.
Leuchtende Spuren im Körper
Das Forschungsteam hat spezielle Marker entwickelt, die unter dem Mikroskop leuchten. Damit können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen, wie Medikamente wie Tirzepatid durch den Körper und sogar ins Gehirn gelangen. Zum ersten Mal wird sichtbar, welche Zellen Insulin ausschütten oder das Sättigungsgefühl beeinflussen. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, Therapien gegen Diabetes und Adipositas weiterzuentwickeln.
Medikamente mit doppelter Wirkung
Viele kennen bereits Semaglutid (Handelsnamen Ozempic, Wegovy) oder Tirzepatid (Mounjaro, Zepbound). Diese Medikamente wirken nicht nur an einer Stelle, sondern gleich an zwei sogenannten Rezeptoren – eine Art „Andockstelle“ für Signale im Körper. Sie befinden sich in der Bauchspeicheldrüse und im Gehirn und steuern, wann Insulin freigesetzt wird und wann wir uns satt fühlen.
Ein Team um Johannes Broichhagen (FMP), David Hodson (Universität Oxford) und Anne de Bray (Universität Birmingham) konnte nun zeigen, wo Tirzepatid tatsächlich aktiv wird. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Metabolism erschienen. „Durch die Beschreibung der Zielzellen für duale Agonisten können wir besser verstehen, wie sie ihre Wirkung entfalten“, erklärt Hodson.
Wie die neuen Marker arbeiten
Die neu entwickelten Marker tragen den Namen dual agonist LUXendins, kurz daLUXendins. Es handelt sich um winzige Farbstoffe, die an die beiden Rezeptoren binden und sie zum Leuchten bringen. Unter dem Mikroskop lassen sich dadurch die genauen Zielzellen verfolgen.
Bisherige Methoden waren dafür nicht geeignet. Antikörpertests konnten nicht zuverlässig zeigen, wo die Medikamente andocken. „Uns interessiert vor allem die Dynamik der Peptide“, sagt Broichhagen. Mit den daLUXendins wurde deutlich: Tirzepatid erreicht besonders die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, die Insulin ausschütten, aber auch andere Zelltypen wie Alpha- und Deltazellen. Außerdem gelangt es in Hirnregionen, die Hunger und Stoffwechsel steuern. Eine Überraschung war die Entdeckung spezieller Gehirnzellen, sogenannter Tanyzyten, die wie kleine Wächter den Stoffwechsel überwachen und Informationen an Esszentren weitergeben.
Hochauflösende Bilder liefern neue Hinweise
Mit Hilfe von besonders hochauflösender Mikroskopie konnten die Forschenden zusätzlich beobachten, dass die Rezeptoren in kleinen Grüppchen – sogenannten Nanodomänen – auftreten. Das deutet darauf hin, dass die Wirkung nicht nur von einzelnen Signalwegen, sondern auch von der räumlichen Anordnung dieser Andockstellen abhängt.
Wo die Grenzen liegen
Die Studie hat aber auch ihre Grenzen: Die neuen Marker sind nicht identisch mit Tirzepatid, und die meisten Versuche wurden bislang an Mäusen durchgeführt. Ob sich die Ergebnisse eins zu eins auf den Menschen übertragen lassen, müssen weitere Studien zeigen. Außerdem stehen bisher nur wenige Farbstoffvarianten zur Verfügung – das soll künftig erweitert werden.
Trotzdem liefert die Arbeit wertvolle Erkenntnisse. Sie erklärt, warum Medikamente wie Tirzepatid so erfolgreich sind, und wirft neue Fragen auf: Was wäre, wenn man ihren Zugang ins Gehirn noch verbessern könnte? Und welche Wirkung könnten neuartige triple Agonisten entfalten, die zusätzlich auch den Glukagon-Stoffwechsel beeinflussen?
von Gregor Hess
mit Materialien des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP)
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moira postete ein Update vor 20 Stunden, 17 Minuten
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 5 Tagen, 18 Stunden
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
