- Behandlung
Nebenwirkungen und Risiken abwägen
2 Minuten

Um hohe Bluttfettwerte in den Griff zu bekommen, kann es manchmal richtig sein, die Risiken zu senken und Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.
Die Frage: Ich bin 64 Jahre alt und habe einen Typ-2-Diabetes, zu hohen Blutdruck und zu hohe Blutfettwerte. Gegen die Blutfette habe ich bis vor ca. 1 Jahr über einen längeren Zeitraum ein Statin-Arzneimittel eingenommen; ich bekam aber Muskelschmerzen und musste deshalb das Medikament absetzen. Nach kurzer Zeit war ich wieder beschwerdefrei.
Trotz entsprechender Ernährung und pflanzlichen Präparaten sind meine Fettwerte aber wieder angestiegen. Deshalb hat mir mein Hausarzt jetzt “Atorvastatin Hexal” verordnet. Im Beipackzettel werden aber als Nebenwirkungen wieder Muskelschmerzen genannt. Wie soll ich mich verhalten? Was und welches Medikament können Sie empfehlen?
Prof. Petzoldt: Ihre Fragen kann ich nicht verbindlich beantworten, das ist nur im direkten Patienten-Arzt-Behandlungsverhältnis möglich. Für Ihre weiteren Gespräche mit dem Arzt können Ihnen vielleicht aber folgende Gedanken helfen:
Alle Statine können, müssen aber nicht zwingend zu Nebenwirkungen führen. Abgesehen davon, dass das Auftreten solcher Nebenwirkungen zwar möglich, aber nicht zwingend ist, sollte man bedenken, dass Nebenwirkungen auch dosisabhängig sein können.
Auch Sie können und sollten dies bedenken und mit Ihrem Arzt besprechen, denn nach Ihrer Schilderung ist die Senkung erhöhter Blutfette für Sie sehr wichtig – so dass Sie eventuell auch erträgliche und vertretbare Nebenwirkungen in Kauf nehmen können, um den Risiken von Fettstoffwechselstörungen etwas entgegenzusetzen. Vielleicht genügt ja eine geringere und damit nebenwirkungsärmere Statin-Dosis (auch vom Atorvastatin), um bei Ihnen die Blutfette zu regulieren? Wenn Ihr Arzt so etwas vorschlägt, würde ich diesen Versuch in der Hoffnung machen, dass keine Nebenwirkungen auftreten.
… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:
Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de
Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.
von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (3) Seite 40
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung

3 Minuten
- Soziales und Recht

2 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße