- Behandlung
Nerven bewahren!
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Krankheiten und Medikamente können das Entstehen eines Vitaminmangels fördern, der unbehandelt zu dauerhaften Nervenschäden (Neuropathie) führen kann. Wann besondere Vorsicht geboten ist, erläuterten renommierte Experten bei einer Online-Pressekonferenz.
Ein Mangel an Vitamin B12 ist weitverbreitet und wird nicht nur durch eine unzureichende Zufuhr mit der Nahrung verursacht. Häufig kommt es infolge von krankheits- und medikamentös bedingten Resorptionsstörungen zu einem Defizit. Neben Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und einem Mangel an Intrinsic Faktor (IF) kann auch die dauerhafte Einnahme von Arzneimitteln wie Säureblockern oder Metformin die Vitamin-B12-Aufnahme erheblich stören und so zu einem Mangel führen, erklärte Prof. Dr. Marija Djukic, Leitende Oberärztin Geriatrie am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende bei der Veranstaltung von Wörwag Pharma.
Treten erste Anzeichen wie Müdigkeit und Erschöpfung auf, werden diese meist nicht mit einem Mangel in Verbindung gebracht. Wird das Vitamin-Defizit nicht rechtzeitig ausgeglichen, können depressive Verstimmung und Einbußen der geistigen Fähigkeiten auftreten sowie Nervenschäden (Neuropathie), was sich äußern kann in Gangunsicherheit aufgrund geschädigter Nervenzellen im Rückenmark und Empfindungsstörungen in den Füßen, beschrieb Djukic.
Die Neurologin appellierte, Vitamin-Defizite frühzeitig auszugleichen, da bei länger bestehendem Mangel die eingetretenen Schädigungen irreversibel sein können. Laut Prof. Dr. Karlheinz Reiners, Facharzt für Neurologie aus Erkelenz, sollte auch von Ärzten bei der Diabetes-Behandlung mit Metformin immer an das mögliche Vorliegen eines Vitamin-B12-Mangels gedacht werden – insbesondere wenn entsprechende Symptome auftreten. Eine hochdosierte orale Therapie mit 1 000 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag könne eingesetzt werden, um den Mangel auszugleichen.
Vitamin-Defizit frühzeitig ausgleichen
In Verbindung mit Diabetes liege außerdem häufig ein Mangel an Vitamin B1 vor, weil das Vitamin krankheitsbedingt vermehrt über die Nieren ausgeschieden wird. Dieser Mangel kann ebenfalls Nervenschäden verursachen oder verstärken und sollte daher frühzeitig behandelt werden, warnte Reiners.
Mit seiner über fünffach höheren Bioverfügbarkeit sei die Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin vorteilhaft. Benfotiamin könne einen nervenschädigenden Mangel ausgleichen und auch neuropathische Symptome wie Kribbeln, Brennen, Schmerzen und Taubheit in den Füßen lindern, wie Studien zeigen.
Ein weiterer Biofaktor, auf den auch die aktuellen Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft als Therapie-Option bei diabetischer Neuropathie hinweisen, sei die antioxidativ wirksame Alpha-Liponsäure. Diese könne oxidativen Stress reduzieren, der infolge der Hyperglykämie (hohe Blutzuckerwerte) vermehrt entsteht, und dadurch bei diabetischer Polyneuropathie zum Zellschutz und zur Symptomlinderung beitragen.
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (6) Seite 10
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kleisen postete ein Update vor 1 Stunde, 17 Minuten
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
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Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück