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Neue Gesetzgebungen: Diabetesberatung fehlt in der Reform
3 Minuten
Viele ärztliche Leistungen ließen sich auch an Angehörige von Fachberufen wie die Diabetesberatung delegieren. Dazu muss man sie aber auch in Reformen und neue Gesetzgebungen berücksichtigen, macht der VDBD deutlich.
Wer einen Diabetes hat, kennt sie: die Diabetesassistentinnen und -assistenten und Diabetesberaterinnen und -berater. Sie übernehmen bereits heute viele Aufgaben, wenn es um das Betreuen und Schulen von Menschen mit Diabetes geht, sei es in Arztpraxen oder in Kliniken. Was sie dabei tun dürfen, ist klar geregelt.
Künftig mehr Aufgaben delegieren
Im Zuge neuer Gesetzgebungen können und sollen Ärztinnen und Ärzte ihrem Gesundheitsfachpersonal künftig mehr Aufgaben delegieren. Wie der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) mitteilt, hat er dies zum Anlass genommen, gemeinsam mit Partner-Organisationen eine neue Rahmenempfehlung für delegierbare Leistungen zu veröffentlichen (siehe Link und QR-Code rechts). Ziel ist, die Aufgaben der Menschen in der Diabetesberatung darzustellen und ihre Kompetenzen sichtbarer zu machen.
Veränderte Rahmenbedingungen für Gesundheitsfachberufe
Im vergangenen Jahr haben sich durch neue Vorgaben aus Gesetzen die Rahmenbedingungen für Gesundheitsfachberufe verändert. Diese betreffen auch den Bereich der Berufe in der Diabetesbetreuung. „Hierdurch ergab sich ein besonderer Bedarf, die Aufgaben der Diabetesfachkräfte hervorzuheben und alle Leistungen transparent zu machen“, so die VDBD-Vorstandsvorsitzende Kathrin Boehm. Die neuen Rahmenempfehlungen zur interprofessionellen Diabetesversorgung geben eine Übersicht über die Möglichkeiten, heilkundliche Tätigkeiten zu übertragen. Grundlage ist der Rahmenvertrag zu den Modellvorhaben nach § 64d des Sozialgesetzbuchs (SGB) V.
Klare Zuständigkeiten
„Wir haben uns an den Kompetenzen von Diabetesberater:innen und Diabetesassistent:innen orientiert, verdeutlichen aber auch die Grenzen dessen, was delegiert werden kann“, erklärt Boehm. In der Präambel der Rahmenempfehlungen heißt es: „Neben den objektiv messbaren fachlichen Qualifikationen sollen auch die subjektiven menschlichen Fähigkeiten wie Empathie und Teamfähigkeit berücksichtigt werden, die in diesem Dokument nicht explizit genannt sind. Es liegt im Ermessen der delegierenden Ärzt:innen, basierend auf haftungsrechtlichen Gesichtspunkten, wie weit sie bereit sind, Verantwortung zu übertragen.“
Weiterführende Informationen:
➤ Interprofessionelle Versorgung – Rahmenempfehlungen
➤ Positionspapier: Diabetesberatung – eine übersehene Ressource in der Krankenhausreform
Delegierbare Aufgaben finden sich in vielen Bereichen der Diabetesbetreuung und -versorgung. Dazu gehören z. B. Tätigkeiten im Bereich der Diagnose, bei Screening und Prävention. Im Bereich der Therapie geht es z. B. um Therapie-Schemata, Injektion und Dosis-Titration. Das Anwenden von Systemen zum Messen der Glukosewerte ist ein weiteres Feld, ebenso Diabetes-Technologie, Telemedizin und Video-Schulung. Auch Aufgaben im Bereich der Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes sowie im Notfall-Management lassen sich laut VDBD delegieren. Psychosoziale Auswirkungen des Diabetes gehören ebenfalls dazu und natürlich die Schulung der Menschen mit Diabetes.
„Zu nicht übertragbaren Leistungen zählen die Diagnosestellung, die Therapiefestlegung, die Verordnung von Medikamenten, Hilfsmitteln und DiGA sowie ein Medikamentenwechsel“, ergänzt Dr. Tobias Wiesner, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Diabetologen (BVND) und Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), der am Erstellen der Rahmenempfehlung beteiligt war.
Diabetes-Technologie und Telemedizin besonders wichtig
„Wir haben in der Rahmenempfehlung ein besonderes Augenmerk auf das Themenfeld ‚Diabetes-Technologie und Digitalisierung‘ gelegt“, so Boehm. Denn die Technologie wird für Menschen mit Diabetes und ihr Management der Erkrankung immer relevanter. Auch für die fachlich Begleitenden stellt das eine besondere Herausforderung dar. Die Versorgungsstrukturen, die mit Telemedizin und Video-Schulung abgedeckt werden können, wurden besonders betrachtet. Denn auch hier bestünde laut Boehm die Möglichkeit, medizinisches Personal deutlich zu entlasten. Diese Kompetenz würde den künftigen Plänen der Krankenhausreform zur Zentralisierung von Leistungen in die Hände spielen.
Diabetesberatung stärken
Der VDBD nimmt die Rahmenempfehlungen zum Anlass, um auf die Bedeutung der Diabetesberatung in Klinik und Praxis hinzuweisen. „Wir begrüßen die aktuelle Entwicklung, Gesundheitsfachberufe in ihrer Kompetenz zu stärken und ihnen damit mehr Verantwortung zuzusprechen. Gleichzeitig wünschen wir uns aber auch, dass bereits bestehende, funktionierende Strukturen bei der künftigen Versorgungsplanung berücksichtigt werden. Mit den Diabetesberater und Diabetesassistent gibt es bereits hochkompetentes Fachpersonal, das mehr genutzt und gefördert werden sollte, um unserem Gesundheitssystem auch in Zukunft zur Verfügung stehen zu können“, erklärt VDBD-Geschäftsführerin Dr. Gottlobe Fabisch.
„Dem Druck durch Personalmangel in Klinik und Praxis können wir nur entgegenwirken, wenn die Verantwortung auf mehrere Berufsgruppen verteilt wird – also weg vom berufszentrierten hin zum bedarfsorientierten Denken!“, ergänzt Wiesner. Doch in den derzeitigen Entwürfen zur Krankenhausreform werde die Diabetesberatung, so der VDBD, immer noch nicht berücksichtigt. So werde die Möglichkeit für Ärztinnen und Ärzte, Leistungen zu delegieren, ad absurdum geführt.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2024; 74 (9) Seite 46-47
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thomas55 postete ein Update vor 9 Stunden, 16 Minuten
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55 -
sayuri postete ein Update vor 1 Tag, 8 Stunden
Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
Liebe Grüße
Sayuri -
cina_polada postete ein Update vor 5 Tagen, 10 Stunden
Hi, ich bin Julija und komme aus Frankfurt. Vor ein paar Wochen wurde bei mir Diabetes Typ 2 mit gerade mal 33 Jahren diagnostiziert.. Kämpfe im Moment noch sehr mit der Diagnose und würde mich über etwas Austausch sehr freuen 🙂
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lena-schmidt antwortete vor 2 Tagen, 19 Stunden
Hallo Cina,
wir vom Diabetes-Anker treffen uns am 25.2 virtuell per Teams falls das für dich relevant ist 🙂
Schau gerne mal in den Veranstaltungen
Liebe Grüße
Lena
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