- Behandlung
Neue Wirkstoffkombination gegen Adipositas und Diabetes
2 Minuten
Eine neue Kombinationstherapie zügelt den Appetit und erhöht gleichzeitig den Energieverbrauch. Die Natur lieferte dabei die Vorbilder für zwei Therapieansätze, die in Kombination noch bessere Ergebnisse bringen als alleine. Das hat ein deutsches Wissenschaftlerteam im Tiermodell nachweisen können.
Es ist lange bekannt, dass wir in einer kalten Umgebung mehr Energie verbrauchen, da der Körper versucht, die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Säugetiere wie der Mensch haben dazu spezielle – sogenannte braune – Fettzellen, welche darauf spezialisiert sind, Energie in Wärme umzuwandeln. Ein Schlüsselmechanismus in diesem Prozess basiert darauf, dass spezielle Kälterezeptoren (Trpm8-Kanäle) aktiviert werden, die das Kältesignal an das braune Fettgewebe weitergeben.
Zwei Komponenten: Kältereiz und Appetitzügelung
Eine Komponente der neuen Wirkstoffkombination, das Molekül Icilin (vom englischen Wort ‚ice‘ abgeleitet), zielt darauf ab, genau diesen Effekt hervorzurufen. Im Tiermodell führt die Aktivierung von Trpm8 durch Icilin zu einer Aktivierung des braunen Fettgewebes; der Energieumsatz steigt und das Körpergewicht der Tiere verringert sich.
Mit der zweiten Komponente der Wirkstoffkombination möchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Appetit zügeln und somit die Nahrungsaufnahme reduzieren. Hier verwenden sie ein Molekül, welches im Gehirn ähnlich wie Nikotin sogenannte nikotinerge Acetylcholinrezeptoren (nAChR) anspricht. Werden sie aktiviert, führt dies zu einem gesteigerten Sättigungsgefühl und der Appetit sinkt.
In ihren Experimenten verwendeten die Forscher jedoch nicht das giftige Nikotin zur Aktivierung der Rezeptoren, sondern das harmlosere, aber weitaus spezifischere Dimethylphenylpiperazin (DMPP). Wiederum im Tiermodell führt DMPP nicht nur zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme, sondern auch zu einer deutlichen Verbesserung des Zuckerstoffwechsels.
Doppelt hält besser: die Kombination macht’s
Die alleinige Behandlung mit Icilin oder DMPP verändert das Körpergewicht nur gering. Kombiniert man jedoch beide Behandlungen in einer einzigen Therapie, so werden das Körpergewicht und der Zuckerstoffwechsel nachhaltig verbessert. In weiteren Experimenten wollen die Forschenden genauer herauszufinden, wie die Moleküle sich gegenseitig in ihrer Wirkung bestärken. Dies könne die Entwicklung zukünftiger Therapien gegen Übergewicht und Diabetes maßgeblich verbessern, so die Autoren. Ihre Arbeit wurde im Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlicht.
Quelle: Diabetesinformationsdienst München
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen, 19 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 21 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 19 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
