- Behandlung
Neues von der Impfung gegen Typ-1-Diabetes
2 Minuten

Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes attackiert das Immunsystem die eigenen Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Forschende aus dem vereinigten Königreich haben nun versucht, die irrläufigen Abwehrkräfte umzuerziehen.
Bei Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der der Körper die eigenen Insulin produzierenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse angreift. In der Folge gerät der Blutzucker außer Kontrolle. Ein aktueller Ansatz der Forschung ist eine Impfung gegen Typ-1-Diabetes: ähnlich wie bei einer Hyposensibilisierung bei Allergien, soll der Körper an das Insulin und damit die Inselzellen gewöhnt werden.
Injektion einer Insulinvorstufe über ein halbes Jahr
In Fachmagazin Science Translational Medicine haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Cardiff und London nun neue Ergebnisse zum Thema Impfung gegen Diabetes vorgestellt. Die Forschergruppe hatte im Rahmen einer Phase-1b-Studie mit dem Namen MonoPepT1De neunzehn neu diagnostizierten Typ-1-Patientinnen und Patienten ein halbes Jahr lang alle zwei oder vier Wochen eine Insulinvorstufe (Präinsulin-Peptid) unter die Haut gespritzt.
So sollte sich der Körper an das Insulin gewöhnen und das fehlgeleitete Immunsystem überlistet werden. Zum Vergleich erhielten acht weitere Patienten ein Scheinmedikament (Placebo). Die Forscher beobachteten beide Gruppen über zwölf Monate hinweg und verglichen die Ergebnisse.
Spritze hielt Insulinbedarf konstant
Während der Insulinbedarf in der Kontrollgruppe um rund 50 Prozent anstieg, blieb der Insulinbedarf in der Gruppe der geimpften Patienten stabil – unabhängig davon, ob die Impfung alle zwei oder vier Wochen stattgefunden hatte. Zudem zeigten immunologische Marker im Blut der behandelten Probanden an, dass die Zerstörung der Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse womöglich verlangsamt werden konnte.
Allerdings sprachen nicht alle Probanden auf die Therapie an. Einer der Gründe hierfür könnte sein, dass das Immunsystem nicht nur auf das geimpfte Peptid, sondern noch weitere Proteine der Bauchspeicheldrüse reagiert.
Wohl noch nicht der entscheidende Schritt
Den Forschern war es nach eigenen Angaben also gelungen, zumindest bei einem Teil der Patienten das Immunsystem umzuerziehen und die verbleibenden Inselzellen zu schützen. Darüber hinaus zeige die Studie, dass die Methode wirkt und sicher ist, so die Autoren. Allerdings seien zum Zeitpunkt der Diagnose typischerweise bereits große Teile der Inselzellen zerstört, wie sie zu bedenken geben.
Trotz geringer Fallzahlen und einem relativ kurzen Beobachtungszeitraum macht die Studie Hoffnung, ist aber vermutlich noch nicht der entscheidende Schritt. Ein belgisches Pharmaunternehmen hat sich bereits die Rechte an dieser und einer weiteren ähnlichen Technologie gesichert.
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lena-schmidt postete ein Update vor 3 Tagen
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thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße