Smartpens: Novo Nordisk und Diabeloop kooperieren

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Smartpens: Novo Nordisk und Diabeloop kooperieren

Anlässlich des Jahreskongresses der französischen Diabetesgesellschaft (Société francophone du diabète) vom 21. bis 24. März 2023 haben Diabeloop und Novo Nordisk angekündigt, im Bereich der Smartpens kooperieren zu wollen.

Geplant ist die Integration der neuen Generation vernetzter Insulinpens von Novo Nordisk – dem NovoPen 6 und NovoPen Echo Plus – mit dem Algorithmus DBL-4pen. Der Algorithmus kombiniert Daten aus einem kontinuierlichen Glukose-Messsystem mit den Daten aus dem Smartpen. Nutzende können Informationen zu Kohlenhydraten und Bewegung eingeben. Daraus berechnet der Algorithmus dann einen Vorschlag für die nächste Insulindosis, die die Patienten wiederum am Pen selbst einstellen.

Die tatsächlich gespritzte Insulinmenge wird an die App übertragen. Das System lernt auf Basis der gegebenen Insulindosis-, Kohlenhydrat- und Bewegungsinformationen sowie der Glukoseverläufe und optimiert damit die Dosisvorschläge. Damit ist die Kombination aus Smartpen und DBL-4pen attraktiv für Menschen mit einem insulinpflichtigen Diabetes, die keine Insulinpumpe nutzen können oder wollen.

Studie zur Evaluation geplant

Im ersten Schritt ist nun eine 14-wöchige klinische Studie geplant. In dieser sollen 40 Menschen mit Typ-2-Diabetes in vier verschiedenen Krankenhäusern in Frankreich das System nutzen. Es wird auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht. Diabeloop wie Novo Nordisk ist außerdem die Reduktion der diabetesbezogenen Belastung besonders wichtig. Deswegen werden auch die Verbesserung der Lebensqualität und Zufriedenheit der Teilnehmenden abgefragt.

Fokus vorerst auf Typ-2-Diabetes

Zunächst konzentrieren sich das Studienprogramm und die Vermarktung des DBL-4penTM auf Menschen mit Typ-2-Diabetes, die eine intensivierte Insulintherapie durchführen. Danach soll das Programm zeitnah auch auf Menschen mit Typ-1-Diabetes ausgeweitet werden, die keinen Zugang zu einer Insulinpumpe haben oder diese nicht tragen möchten. Wir werden Sie hier auf diabetes-online.de auf dem Laufenden halten!


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

mit Materialien von Diabeloop

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße