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Prof. Dr. Norbert Stefan als kluger Kopf der Diabetologie mit “glucohead-Preis” ausgezeichnet
3 Minuten

Corona ist der Grund, warum der glucohead-Preis, mit dem das Herz- und Diabeteszentrum NRW kreative Köpfe der Diabetologie auszeichnet, nicht zum Weltdiabetestag 2021, sondern erst jetzt persönlich an Prof. Dr. Norbert Stefan, überreicht werden konnte.
Prof. Dr. Norbert Stefan (im obigen Bild links) ist vom Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen mit dem glucohead-Preis ausgezeichnet worden. Er ist Inhaber des Lehrstuhls und der Heisenberg-Professur für klinisch-experimentelle Diabetologie am Universitätsklinikum Tübingen. Zudem leitet er die Abteilung Pathophysiologie des Prädiabetes, Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (Helmholtz Zentrum München, Universität Tübingen).
„Ein kluger Kopf in der Diabetologie“
„Norbert Stefan ist ein kluger Kopf in der Diabetologie“, betonte Prof. Dr. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe (rechts im Bild), Sprecher des Preiskomitees und Klinikdirektor des Diabeteszentrums im HDZ NRW, einleitend. Er habe über viele Jahre das metabolische Syndrom mit Beteiligung der Leber als Krankheitsbild beforscht.
Prof. Stefan konnte überzeugend zeigen, dass nicht mehr so sehr die klassische Schädigungspathologie der Leber durch Entzündungen wie Hepatitis, sondern vor allem die Fettüberladung die Leber krank macht, eihßt es in einer Pressemitteilung des HDZ NRW. Die Fettleber beeinflusse im Konzert der Risikofaktoren des metabolischen Syndroms die „Über-alles-Prognose“ und vor allem die kardiovaskuläre Prognose des Patienten negativ.
Prof. Stefan sei einer der ersten Kollegen gewesen, der seine wissenschaftliche Arbeit dem Thema Fettleber mit internationalem Erfolg gewidmet hat. Deshalb sei die Wahl auf ihn für den glucohead-award 2021 gefallen, führte Prof. Tschöpe aus. „Ich freue mich ganz besonders, weil wir über die Jahre festgestellt haben, dass viele gemeinsame Gedanken hinter dieser Arbeit stehen. Und sich daraus eine Reihe von medizinischen Konzepten für die Versorgung von Patienten mit Diabetes ergeben, vor allem bei Patienten mit metabolischen Risikofaktoren, wie sie in der hausärztlichen Praxis gesehen werden”, so Prof. Tschöpe.
„Ich freue mich sehr, diesen ehrenvollen Preis hier in Bad Oeynhausen empfangen zu dürfen“, bedankte sich Prof. Stefan. Das Thema Fettleber liege ihm am Herzen, wie der Tübinger Experte meinte. Er sehe die Fettleber als eine Komplikation, die auch helfe, Patienten mit Diabetes und ohne Diabetes einzuteilen.
Forschung zum Thema Fettleber
„Ich arbeite an dem Thema ,gesunde Dicke’. Nicht alle Menschen, die übergewichtig sind, haben Probleme. Die Fettleber ist der wichtigste Faktor, der hier unterscheidet. Es ist auch ein Motivationsaspekt für unsere Patienten, dass man eben mit Übergewicht nicht verdammt ist, alle Krankheiten zu bekommen. Außerdem führt eine gezielte Therapie der Fettleber früh zu einer Verbesserung der Zucker- und Lipidstoffwechsellage, ohne dass es dazu immer einer starken Gewichtsreduktion bedarf. Es gibt ebenso die schlanken Kranken. Und auch hier ist die Fettleber ganz relevant“, erklärte Prof. Stefan.
Ziel sei es auch, Patienten besser stratifizieren zu können und Hochrisikopatienten im frühen Stadium zu finden. „Die Fettleber ist ein wichtiger Marker für Patienten mit hohem Risiko für Herzinfarkt, mit neuen Daten auch für Herzschwäche. Ein Thema, das zunehmend wichtig wird in der alternden Gesellschaft.“ Man wisse jetzt schon, über welche Mechanismen die Fettleber diese Erkrankungen hervorruft, sagte Prof. Stefan.
Hintergrundinformation zur Auszeichnung
„glucohead“ ist ein mit 2500 Euro dotierter Preis, der vom Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, an kreative Köpfe und innovative Konzepte in der Diabetologie vergeben wird. Mit dem Preis werden Personen ausgezeichnet, die hinter beispielhaften Projekten stehen und einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Diabetesversorgung leisten. Die Relevanz eines Projekts, der Nutzen für Patienten, Nachhaltigkeit, Evaluation, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit sind Kriterien, um für den Preis nominiert zu werden.
Prof. Stefan und Prof. Tschöpe sind sich einig, dass die Fettleber immer mehr Einzug in den klinischen Alltag halten werde. Aufgrund der epidemiologischen Zusammenhänge gerate das Krankheitsbild zunehmend in den Mittelpunkt der Betrachtung. Nicht nur bei Diabetologen und Gastroenterologen, sondern auch bei Kardiologen. Die Fettleber werde immer besser verstanden. Und auch fortgeschrittene Stadien der Fettlebererkrankung können anhand von Risiko-Scores und modernen Bildgebungsverfahren früher nicht-invasiv diagnostiziert werden.
Alle Optionen, die Fettleber zu therapieren, kämen im Moment aus der Diabetologie. Die weitere intensive Erforschung des Krankheitsbildes Fettleber gebe die Chance, dass Patienten mit diesem Problem künftig besser behandelt werden können als in der Vergangenheit.
mit Materialien des Herz- und Diabeteszentrums NRW (HDZ NRW)
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
- moira antwortete vor 5 Tagen, 12 Stunden
Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen
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In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …mr postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?



