Rauchen und Diabetes

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Rauchen und Diabetes

Rauchen ist ungesund – das würden sogar die wenigsten Raucher bestreiten. Seit einiger Zeit weiß man aber auch, dass Rauchen und die Entstehung von Diabetes zusammenhängen.

Die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Rauchen und der Entstehung von Typ-2-Diabetes sind seit einigen Jahren belegt. “Studien zeigen: Unabhängig davon, ob jemand viel, wenig oder passiv raucht – Tabakkonsum erhöht das Risiko für Diabetes Typ 2 auf das Doppelte”, sagt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Chefarzt des Diabetes-Zentrums am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück. Rauchende Männer ab 40 Jahren erkranken dabei häufiger als Frauen.

Es gibt Hinweise, dass Rauchen die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin senkt und somit eine Insulinresistenz begünstigt. Bei jungen Menschen fördert Passivrauchen die Entstehung des Metabolischen Syndroms und einer Glukoseintoleranz. “Wer das Rauchen aufgibt, verringert nicht nur sein Risiko für Lungenkrebs oder Herz-Kreislauferkrankungen, sondern auch für Diabetes Typ 2”, betont Professor Matthaei.

Höheres Risiko für rauchende Diabetiker

Bei Menschen mit einem bereits bestehenden Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 kann Rauchen den Verlauf ihrer Stoffwechselerkrankung negativ beeinflussen. Professor Matthaei erklärt: “Aufgrund eines bei ihnen häufig erhöhten Blutzuckerspiegels haben sie von vornherein ein höheres Risiko für Gefäßerkrankungen als Gesunde.

Zigarettenrauch fördert dies zusätzlich.” Rauchende Diabetiker leiden daher häufiger als nichtrauchende unter Schädigungen der großen und kleinen Blutgefäße mit Herzinfarkt, Schlaganfall und Raucherbein oder Durchblutungsstörungen in Auge und Niere als deren Folge.

Auch viele junge Typ-1-Diabetiker rauchen

Laut einer multizentrischen Studie aus dem Jahr 2009 rauchen dennoch gerade viele Jugendliche mit Typ-1-Diabetes: Das Deutsche Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wertete Daten von über 27.000 jugendlichen Typ-1-Diabetikern aus und kam zu dem Ergebnis, dass 14 Prozent der Mädchen und 22 Prozent der Jungen rauchten. Sie hatten schlechtere HbA 1c -Werte als die Nichtraucher und ihr Blutdruck war gegenüber den nicht rauchenden Jugendlichen erhöht. “Kindern und Jugendlichen sollte schon in der Schule vermittelt werden, wie schädlich Rauchen ist”, so Professor Matthaei.

Sie wollen aufhören?

Gute Tipps bietet ein Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Auf www.rauchfrei-info.de können Sie sich informieren, sich für ein Ausstiegsprogramm registrieren und sich in einem Forum mit anderen Rauchern austauschen.

Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe; www.diabetesde.org.

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