Richtig messen in 5 Schritten

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Richtig messen in 5 Schritten

Blutzuckermessen? Sollte jeder Mensch mit Diabetes beherrschen, auch wenn er andere Methoden nutzt, um seine Zuckerwerte zu bestimmen. Wir sagen Ihnen in 5 Schritten, wie’s geht.

Inzwischen gibt es unterschiedliche Methoden, die Zuckerwerte zu messen, und Blut ist nicht mehr das einzige Medium, das dafür genutzt wird. Oft wird auch der Gewebezucker gemessen – zum Beispiel mit einem CGM-System (CGM: kontinuierliche Glukosemessung) oder dem FreeStyle Libre (FGM: Flash Glucose Monitoring). Wie man richtig mit einem Blutzuckermessgerät umgeht, sollte trotzdem jeder Mensch mit Diabetes wissen – alleine schon, um ab und zu die Funktionsfähigkeit der moderneren Messmethoden überprüfen zu können.

1. Gebrauchsanweisung lesen

Ein paar Unterschiede kann es zwischen den Geräten schon geben, deshalb lohnt ein Blick in die Bedienungsanleitung. Auch der zulässige Temperaturbereich und andere gerätespezifische Voraussetzungen sind dort angegeben. Weiterhin finden sich hier Hinweise auf bekannte Störfaktoren für die Messung, z. B. durch Medikamente oder Vitamin C, und die Angabe, ob und wie häufig Messungen mit einer Kontrolllösung durchzuführen sind.

2. Messgerät und Teststreifen o.k.?

Manchmal ist es noch notwendig, das Gerät zu codieren – Näheres dazu steht ebenfalls in der Bedienungsanleitung. Wichtig auch: Sollte das Gerät oder das Messfenster verunreinigt sein, muss es nach Herstellerangaben gereinigt werden, um exakt messen zu können. Außerdem müssen die zum Blutzuckermessgerät gehörenden Teststreifen nach Herstellerangaben gelagert werden, damit mit ihnen zuverlässig gemessen werden kann. Die Teststreifen müssen zudem unversehrt und das Haltbarkeitsdatum darf nicht überschritten sein.

3. Wo wird gepikst?

Die üblichen Blutentnahmestellen für die Blutzuckerselbstmessung sind nach wie vor die seitlichen Fingerkuppen. Einige Messgeräte und Stechhilfen sind auch für die Messung an anderen Körperstellen wie Handballen oder Unterarm ausgerüstet. Wer an diesen alternativen Stellen testen möchte, sollte aber zunächst einmal die Bedienungsanleitung des Messgeräts zu Hand nehmen und schauen, ob das Gerät dafür geeignet ist. Achtung: Bei der Bedienung von Stechhilfe und Gerät kann es Unterschiede geben, wenn alternative Stellen genutzt werden, auch kann es Unterschiede bei den Blutzuckerwerten geben, je nachdem, ob am Finger oder woanders gemessen wird.

4. Jetzt wird’s ernst: die Messung

  • Für die Blutzuckermessung sollten die Hände zuvor immer gewaschenen und gut abgetrocknet werden, um Rückstände auf der Fingerbeere wie Zucker oder Desinfektionsmittel zu entfernen.
  • Blutzuckermessgerät, Teststreifen, Stechhilfe und gegebenenfalls das Notizbuch bereitlegen.
  • Die Stechhilfe spannen und das Blutzuckermessgerät vorbereiten.
  • Eventuell ist es sinnvoll, die Fingerkuppe, die punktiert werden soll, zu massieren.
  • Die Punktion der Fingerkuppe soll an den Außenseiten der Finger erfolgen. Der Blutstropfen soll ausreichend groß sein, damit einerseits nicht nachgedrückt werden muss und andererseits der Tropfen zügig aufgesogen werden kann.
  • Das Blut muss zügig auf den Teststreifen aufgetragen werden, da zu lange Wartezeiten das Messergebnis verändern können.

5. Nach dem Messen

Nach der Entnahme eines Teststreifens muss die Teststreifendose sofort wieder verschlossen werden. Der gemessene Wert sollte nach der Messung protokolliert werden (sofern das nicht schon automatisch/elektronisch geschieht) und die gebrauchten Teststreifen ordnungsgemäß entsorgt werden.

Quelle: Diabetes-Journal Heft 9, 2010, Seite: 15-21


von Redaktion Diabetes

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  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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