- Behandlung
Richtig messen in 5 Schritten
2 Minuten

Blutzuckermessen? Sollte jeder Mensch mit Diabetes beherrschen, auch wenn er andere Methoden nutzt, um seine Zuckerwerte zu bestimmen. Wir sagen Ihnen in 5 Schritten, wie’s geht.
Inzwischen gibt es unterschiedliche Methoden, die Zuckerwerte zu messen, und Blut ist nicht mehr das einzige Medium, das dafür genutzt wird. Oft wird auch der Gewebezucker gemessen – zum Beispiel mit einem CGM-System (CGM: kontinuierliche Glukosemessung) oder dem FreeStyle Libre (FGM: Flash Glucose Monitoring). Wie man richtig mit einem Blutzuckermessgerät umgeht, sollte trotzdem jeder Mensch mit Diabetes wissen – alleine schon, um ab und zu die Funktionsfähigkeit der moderneren Messmethoden überprüfen zu können.
1. Gebrauchsanweisung lesen
Ein paar Unterschiede kann es zwischen den Geräten schon geben, deshalb lohnt ein Blick in die Bedienungsanleitung. Auch der zulässige Temperaturbereich und andere gerätespezifische Voraussetzungen sind dort angegeben. Weiterhin finden sich hier Hinweise auf bekannte Störfaktoren für die Messung, z. B. durch Medikamente oder Vitamin C, und die Angabe, ob und wie häufig Messungen mit einer Kontrolllösung durchzuführen sind.
2. Messgerät und Teststreifen o.k.?
Manchmal ist es noch notwendig, das Gerät zu codieren – Näheres dazu steht ebenfalls in der Bedienungsanleitung. Wichtig auch: Sollte das Gerät oder das Messfenster verunreinigt sein, muss es nach Herstellerangaben gereinigt werden, um exakt messen zu können. Außerdem müssen die zum Blutzuckermessgerät gehörenden Teststreifen nach Herstellerangaben gelagert werden, damit mit ihnen zuverlässig gemessen werden kann. Die Teststreifen müssen zudem unversehrt und das Haltbarkeitsdatum darf nicht überschritten sein.
3. Wo wird gepikst?
Die üblichen Blutentnahmestellen für die Blutzuckerselbstmessung sind nach wie vor die seitlichen Fingerkuppen. Einige Messgeräte und Stechhilfen sind auch für die Messung an anderen Körperstellen wie Handballen oder Unterarm ausgerüstet. Wer an diesen alternativen Stellen testen möchte, sollte aber zunächst einmal die Bedienungsanleitung des Messgeräts zu Hand nehmen und schauen, ob das Gerät dafür geeignet ist. Achtung: Bei der Bedienung von Stechhilfe und Gerät kann es Unterschiede geben, wenn alternative Stellen genutzt werden, auch kann es Unterschiede bei den Blutzuckerwerten geben, je nachdem, ob am Finger oder woanders gemessen wird.
4. Jetzt wird’s ernst: die Messung
- Für die Blutzuckermessung sollten die Hände zuvor immer gewaschenen und gut abgetrocknet werden, um Rückstände auf der Fingerbeere wie Zucker oder Desinfektionsmittel zu entfernen.
- Blutzuckermessgerät, Teststreifen, Stechhilfe und gegebenenfalls das Notizbuch bereitlegen.
- Die Stechhilfe spannen und das Blutzuckermessgerät vorbereiten.
- Eventuell ist es sinnvoll, die Fingerkuppe, die punktiert werden soll, zu massieren.
- Die Punktion der Fingerkuppe soll an den Außenseiten der Finger erfolgen. Der Blutstropfen soll ausreichend groß sein, damit einerseits nicht nachgedrückt werden muss und andererseits der Tropfen zügig aufgesogen werden kann.
- Das Blut muss zügig auf den Teststreifen aufgetragen werden, da zu lange Wartezeiten das Messergebnis verändern können.
5. Nach dem Messen
Nach der Entnahme eines Teststreifens muss die Teststreifendose sofort wieder verschlossen werden. Der gemessene Wert sollte nach der Messung protokolliert werden (sofern das nicht schon automatisch/elektronisch geschieht) und die gebrauchten Teststreifen ordnungsgemäß entsorgt werden.
Quelle: Diabetes-Journal Heft 9, 2010, Seite: 15-21
von Redaktion Diabetes
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lena-schmidt postete ein Update vor 2 Tagen, 15 Stunden
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thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße