Schützen Ballaststoffe vor Typ-1-Diabetes?

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Schützen Ballaststoffe vor Typ-1-Diabetes?

Gibt es Nahrungsbestandteile, die vor Typ-1-Diabetes schützen? Dieser Frage geht die internationale TEDDY-Studie nach. Ergebnisse, die sich auf den Einfluss von löslichen Ballaststoffen beziehen, liegen nun vor. Die Forscher haben dafür Ernährungsprotokolle von über 3300 Kindern ausgewertet.

Eine ballaststoffarme Ernährung gilt als ein möglicher Auslöser für Erkrankungen wie Dickdarmkrebs oder das Reizdarmsyndrom. Diese Erkrankungen entstehen durch Entzündungen – oder durch eine Autoimmunreaktion, also eine krankhafte Reaktion des Immunsystems auf körpereigenes Gewebe.

Ob im Umkehrschluss eine ballaststoffhaltige Diät – insbesondere mit einem hohen Anteil an löslichen Ballaststoffen – die Autoimmunerkrankung Ty-1-Diabetes verhindern könnte, untersuchten Wissenschaftler des Instituts für Diabetesforschung und der Forschergruppe Diabetes e. V., Helmholtz Zentrum München.

Sie analysierten mehr als 17 600 Ernährungsprotokolle von über 3300 Kindern aus Deutschland und den USA, die an der TEDDY-Studie ((The Environmental Determinants of Diabetes in the Young) ) teilnahmen. Die Ernährungsprotokolle wurden in regelmäßigen Abständen geführt, als die Kinder zwischen neun und 48 Monate alt waren.

Der Inselautoantikörper-Status der Kinder wurde alle drei Monate überprüft. Wenn ein oder mehrere Inselautoantikörper im Blut nachweisbar sind, spricht man von einer „Inselautoimmunität“. Bei mehreren Inselautoantikörpern entwickeln nahezu 100 Prozent der Betroffenen innerhalb von 20 Jahren einen Typ-1-Diabetes.

Warum wurde gerade der Einfluss von Ballaststoffen untersucht?

Bei der Verdauung löslicher Ballaststoffe entstehen als Gärprodukte kurzkettige Fettsäuren, denen antientzündliche Eigenschaften zugeschrieben werden. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Ballaststoffe die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen. Die im Darm beheimateten Mikroorganismen wiederum interagieren mit dem Immunsystem.

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass sich das Mikrobiom (Gesamtheit aller Mikroorganismen, die den Menschen besiedeln, hier vor allem auf die Darmbakterien bezogen) von Personen mit Typ-1-Diabetes von dem gesunder Personen unterscheidet. Daher gingen die Münchner Diabetesforscher davon aus, dass die reichliche Zufuhr von löslichen Ballaststoffen in den ersten beiden Lebensjahren vor der Entstehung einer Inselautoimmunität schützen könnte. In diesem Lebensabschnitt treten die meisten Fälle von Inselautoimmunität auf.

Schützen lösliche Ballaststoffe vor Typ-1-Diabetes?

Diese Vermutung, dass Ballaststoffe vor Inselautoimmunität und damit vor Typ-1-Diabetes schützen, bestätigte sich leider nicht. Es konnte zu keinem Zeitpunkt im frühen Kindesalter ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der aufgenommenen Menge von ballaststoffhaltiger Kost und einer späteren Inselautoimmunität beziehungsweise einem bereits manifesten Typ-1-Diabetes festgestellt werden. „Unsere Auswertungen legen den Schluss nahe, dass eine ungenügende Ballaststoffzufuhr keinen direkten Einfluss auf entzündliche Prozesse im Körper hat, die zu Typ-1-Diabetes führen“, fasst Dr. Andreas Beyerlein, Statistiker vom Institut für Diabetesforschung die Ergebnisse zusammen.

Von Diätempfehlungen noch weit entfernt – aber die Suche geht weiter

„Von Diätempfehlungen zur Vorbeugung von Typ-1-Diabetes bei Risikopersonen sind wir derzeit noch weit entfernt“, ergänzt Beyerleins Kollegin, die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Sandra Hummel. „Möglicherweise beeinflussen andere Ernährungsbestandteile das Mikrobiom und die Entwicklung von Autoimmunität.
“Wegen der noch relativ kurzen Nachverfolgungszeit bei Teilnehmern der TEDDY-Studie (im Mittel fünf Jahre) können langfristige Effekte allerdings nicht ausgeschlossen werden. Die Suche nach einem Nahrungsbestandteil, der vor Typ-1-Diabetes schützt, geht also weiter.


Quelle: Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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