Schwere Schnittverletzung – Blutung unverzüglich stoppen

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Schwere Schnittverletzung – Blutung unverzüglich stoppen

In der Serie Blaulicht stellen wir Ihnen die häufigsten Notfälle vor und erläutern diese – und was Sie als Ersthelfer tun sollten. In dieser Folge geht es um eine schwere Schnittverletzung.

Der Notfall

Der Rentner Thorsten B. bastelt für seine Enkel eine Weihnachtskrippe. Beim Zuschneiden der Bretter rutscht der 70-Jährige ab und gerät mit dem Handgelenk in die laufende Kreissäge. Sofort fängt es an, massiv zu bluten, wobei ein Blutstrahl pulsartig spritzt.

Die wichtigsten Maßnahmen
  1. Den Blutverlust eindämmen (z. B. Mullbinden oder sauberes Tuch kräftig auf die Wunde drücken).
  2. Rettungsdienst verständigen.
  3. Den Verletzten in Schocklage bringen: Die Beine liegen höher als der übrige Körper

Das unternimmt der Ersthelfer

Die Ehefrau holt schnellstens frische Küchenhandtücher und presst diese auf die spritzende Blutung, dann ruft sie den Rettungsdienst. Da Thorsten B. blass im Gesicht ist und sich kaum auf den Beinen halten kann, wird er auf den Boden gelegt und die Beine werden auf eine Getränkekiste gelegt, so dass eine Schocklage resultiert. Mit Kraft presst die Ehefrau die Handtücher auf die Wunde und hält den Arm über Herzhöhe hoch bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Das macht der Rettungsdienst

Nach einer Anfahrt von ca. acht Minuten treffen der Rettungswagen und der Notarzt an der Unglücksstelle ein. Auf Grund der starken Blutung hat sich die Kreislaufsituation von Herrn B. deutlich verschlechtert und der Notarzt beginnt sofort zwei großlumige venöse Zugänge zu legen um mittels Gabe von Infusionen dem Schock entgegen zu wirken. Einer der Rettungsassistenten legt einen sauberen, sterilen Druckverband an und hält den Arm dann weiterhin hoch während der andere die Kreislaufwerte des Verletzen bestimmt.

Herr B. wird an EKG, Pulsoximetrie und Blutdruckmessung angeschlossen und speziell der Blutdruck wird engmaschig überwacht. Auf Grund der großen Schmerzen verabreicht der Notarzt ein starkes Schmerzmittel. Noch von der Einsatzstelle verständigt das Rettungsdienstteam die gefäßchirurgische Abteilung der nächstgelegenen Klinik, denn die schnelle Weiterbehandlung ist nun ausschlaggebend zur Stillung der Blutung. Daher wird Herr B. auch unter Sonderrechten zügig ins Krankenhaus transportiert.

Das passiert in der Klinik

Da der Patient kreislaufstabil eingeliefert wird, wird er sofort in den OP der Gefäßchirurgie gebracht. Dort wird die durchtrennte Handschlagader rekonstruiert und vernäht. Leider sind durch die Schnittverletzung auch zwei Sehnen durchtrennt worden, so dass die Handfunktion eingeschränkt ist. Die beiden Sehnen werden ebenfalls wieder zusammen genäht und danach die Wunde verschlossen.

Anschließend erhält der Patient zur Ruhigstellung einen Gips. Während der ersten Tage der Wundheilung muss der Patient im Krankenhaus bleiben. Erfreulicherweise verheilen die Wunden gut, so dass nach einiger Zeit mit Krankengymnastik begonnen werden kann. Nach zwei Monaten ist die Hand von Thorsten B. wieder vollständig funktionsfähig.


von Prof. Dr. med. Thomas Haak
Chefredakteur des Diabetes-Journals, Ltd. Notarzt im Main-Tauber-Kreis

und Kai Schlecht
Rettungsdienstleiter beim DRK Bad Mergentheim

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (11) Seite 38-39

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂