- Behandlung
Sehbehinderung vorbeugen, mehr barrierefreie Hilfsmittel entwickeln
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Die Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe weist anlässlich der Aktionstage „Welttag des Sehens“ (12.10.) und „Tag des weißen Stocks“ (15.10.) auf die Wichtigkeit regelmäßiger Augenuntersuchungen bei Diabetes hin. Zudem mahnt sie an, dass mehr barrierefreie Hilfsmittel für Betroffene entwickelt werden müssen.
Die Stoffwechselerkrankung Diabetes kann im Laufe der Erkrankungszeit auch Folgen für die Augen haben: So weisen bis zu einem Drittel aller Menschen mit Diabetes Typ 2 bei ihrer Diagnose eine leichte Veränderung der Netzhaut auf. Eine „diabetische Retinopathie“ zeigt lange Zeit keine Symptome. Treten schließlich Sehstörungen auf, können die Schädigungen an der Netzhaut bereits so weit fortgeschritten sein, dass sie zu dauerhafter Sehbehinderung oder gar Erblindung führen.
Tückisch: Netzhautschäden verursachen zu Beginn keine Beschwerden
Ursache für eine „diabetische Retinopathie“ sind dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte. Sie können die feinen Blutgefäße der Netzhaut unwiderruflich schädigen. Tückisch ist, dass Betroffene in der frühen Phase davon zunächst nichts bemerken. Im fortgeschrittenen Stadium bilden sich neue Gefäße, die bis in die Netzhaut oder den Glaskörper vordringen. Die Gefäße werden durchlässig und brüchig, Blut tritt in das umliegende Gewebe aus.
Bestimmte Anzeichen können darauf hinweisen, zum Beispiel plötzlich auftretende Leseschwierigkeiten, verzerrtes oder verschwommenes Sehen. Auch sogenannter „Rußregen“, das Wahrnehmen vieler kleiner schwarzer Punkte vor dem Auge, ist ein typisches Symptom.
Wichtige Vorsorge: In frühen Stadien lassen sich Netzhautveränderungen aufhalten
„Um dem vorzubeugen, sollten sowohl Menschen mit Typ 1 als auch mit Typ 2 Diabetes regelmäßig die Augen untersuchen lassen“, sagt diabetesDE-Vorstandsvorsitzender Dr. med. Jens Kröger. In frühen Stadien lassen sich Netzhautveränderungen aufhalten. Menschen mit Typ-1-Diabetes sollten ab dem 11. Lebensjahr oder ab dem fünften Erkrankungsjahr eine Netzhautkontrolle nach vorheriger Pupillenerweiterung erhalten. Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 sollte direkt nach der Diabetes-Diagnose die Netzhaut untersucht werden.
Liegen noch keine Schädigungen an der Netzhaut vor und bestehen keine allgemeinen Risiken wie ein erhöhter Langzeitblutzuckerwert, eine längere Diabetesdauer, ein hoher Bluthochdruck oder eine Nierenerkrankung, werden Kontrolluntersuchungen alle zwei Jahre empfohlen. Bei hohem Risiko sind jährliche Untersuchungen wichtig. Bei bereits bestehender Retinopathie können die Untersuchungsabstände auch individuell kürzer als jährlich sein. Neben der regelmäßigen Augenkontrolle beim Arzt ist auch eine gute Stoffwechseleinstellung mitentscheidend.
„Ein wichtiger vorbeugender Faktor ist, dass Menschen mit Diabetes mit ihrem Arzt/Ärztin besprechen, wo ihr anzustrebender Blutzuckerzielbereich liegt und mit welchen Maßnahmen/Therapien sie den am besten erreichen können“, betont Dr. Kröger. Zum anderen sollte auch der Blutdruck gut eingestellt sein. Als Zielwert für den Blutdruck gilt 140/85 mmHg.
Noch immer zu wenige barrierefreie Gerätschaften für die Diabetes-Selbsttherapie
„Wer aufgrund seiner Diabeteserkrankung sehbehindert oder gar blind wird, läuft auch Gefahr, seine Selbstständigkeit im Alltag zu verlieren“, sagt Diana Droßel, stellvertretende Vorsitzende von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Diabetesberaterin und selbst an Typ-1-Diabetes erkrankt sowie seit 1982 erblindet. Denn für die tägliche Selbsttherapie notwendige Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen, Insulinpens, Blutglukosemesssysteme, solche zum kontinuierlichen Glukosemonitoring oder diabetesbezogene Apps sind derzeit überwiegend nur für sehende Menschen geeignet.
„Blinde und Sehbehinderte benötigen daher zum Blutzuckermessen und für Insulingaben ständig Assistenz durch Pflegedienste oder Angehörige. Mit standardmäßig barrierefrei konzipierter Technik, die Messwerte und Insulindosen akustisch übermittelt, könnten Betroffene eigenständig sein“, erklärt Droßel.
Eigentlich sollte das Angebot für barrierefreie medizintechnische Hilfsmittel für Menschen mit Diabetes angesichts der demografischen Entwicklung und der Verpflichtungen, die sich für Länder wie Deutschland aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergeben, weiter ausgebaut werden. Eine entsprechende gesetzliche Vorgabe für Hersteller diabetesbezogener Medizintechnik würde dazu beitragen.
Forderung bezüglich barrierefreier Medizintechnik: Hersteller gesetzlich verpflichten
Mit der Behindertenrechtskonvention habe sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderungen eine unabhängige Lebensführung und die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. „Bei Apps kostet die Implementierung von solchen Angeboten nichts; dazu muss man bei der Programmierung nur die Grundanforderungen der Betriebssysteme berücksichtigen“, so Droßel. Schlecht gemachte Apps erkenne man schon allein an mangelnder bzw. fehlender Barrierefreiheit.
Doch im Prinzip böten moderne Technologien viele Optionen, um behinderte und auch ältere Patienten wesentlich bei ihrer Diabetes-Therapie zu unterstützen, unterstreicht die Diabetesberaterin: „Daher fordern wir von der Regierung, Medizintechnikhersteller gesetzlich zu verpflichten, neue Produkte barrierefrei herzustellen.“
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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uho1 postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 1 Woche
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 1 Woche
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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ckmmueller postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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diahexe antwortete vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
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