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Studie: Je früher der Start desto moderater die Gewichtszunahme
3 Minuten
Der Start einer Insulintherapie bei Diabetes vom Typ-2 wird häufig lange hinausgezögert – auch aus Angst vor einer Gewichtszunahme. Eine deutsche Beobachtungsstudie zeigt, dass Zögern hier eher kontraproduktiv ist: Die Gewichtszunahme fällt weniger stark aus, je früher mit einer Insulintherapie begonnen wird.
Entsprechend der Leitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) soll bei Typ-2-Diabetes mit einer Insulintherapie begonnen werden, wenn Lebensstiländerungen alleine oder medikamentöse Therapie mit oralen Antidiabetika nicht ausreichen, um das individuelle Therapieziel zu erreichen. Oberstes Gebot ist jedoch, die Gefahr von Unterzuckerungen gering zu halten und Gewichtszunahmen zu vermeiden.
Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes stehen einer Insulintherapie zunächst skeptisch gegenüber. Prof. Thomas Haak erklärt in der Insulin-Serie in der September-Ausgabe des Diabetes-Journals (erhältlich ab 25. August 2017), wieso viele Sorgen unbegründet sind und wie ein sanfter Therapiestart gelingt.
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Beobachtungsstudie untersuchte Auswirkungen
Ein deutsches Wissenschaftlerteam hat sich zum Ziel gesetzt, die Gewichtsentwicklung von Patienten mit Diabetes vom Typ-2 im ersten Jahr nach dem Start der Behandlung mit Basalinsulin genauer zu untersuchen. Sie wollten Risikofaktoren identifizieren, die mit einer Gewichtszunahme in Zusammenhang stehen. Ihre Studie, deren Ergebnisse im Fachmagazin „The BMJ“ publiziert wurden, basiert auf Daten des nationalen Diabetes-Registers DIVE (Diabetes-Versorgungs-Evaluation).
Insgesamt werteten sie die Angaben von 521 Patientinnen und Patienten aus. Von diesen hatten 113 Personen erstmals eine Basal-Insulintherapie gestartet, mit oder ohne zusätzliche antidiabetische Medikation. Die Vergleichsgruppe bestand aus 408 Personen, die nur mit oralen antidiabetischen Medikamenten behandelt wurden. Beide Gruppen wurden über einen Zeitraum von einem Jahr beobachtet.
Moderate Gewichtszunahme bei frühem Start der Insulintherapie
In der Insulingruppe kam es im Verlauf des Jahres zu einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von 0,98 +/- 7,1 kg, während die Patienten in der Medikamentengruppe im Durchschnitt 1,52 +/- 11,8 kg an Körpergewicht verloren.
Um bessere Vorhersagen treffen zu können, welche Patienten besonders mit Gewichtszunahme reagieren, wurden verschiedene Parameter mit statistischen Methoden auf einen möglichen Zusammenhang hin untersucht. Für Faktoren wie die Körpergröße, das Geschlecht oder eine gleichzeitige Behandlung mit Metformin fanden die Wissenschaftler keinen signifikanten Zusammenhang.
Frühzeitiger Start verschafft gute Ausgangsposition
War jedoch das Körpergewicht bereits vor Start der Insulintherapie relativ hoch, oder lag die Erstdiagnose des Typ-2-Diabetes bereits sehr lange zurück, war das Ausmaß der Gewichtszunahme deutlich größer. Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c sank in der Insulingruppe deutlicher als in der Medikamentengruppe; wie es zu erwarten war, traten jedoch in dieser Gruppe auch häufiger Unterzuckerungen (Hypoglykämien) auf.
Die Autoren fassen die Ergebnisse folgendermaßen zusammen: mit einer Basalinsulin-Therapie lässt sich der Blutzuckerspiegel konsequenter kontrollieren als mit antidiabetischen Medikamenten allein. Startet man die Insulintherapie frühzeitig, ist die Ausgangsposition der Patienten noch relativ gut; je länger jemand mit einem schlecht eingestellten Diabetes lebt, desto größer ist das Risiko für Übergewicht. Je gesünder und normalgewichtiger ein Mensch mit Diabetes ist, desto leichter kann auch unter einer Insulintherapie das Auftreten von Hypoglykämien kontrolliert werden.
Bedingte Aussagekraft von Beobachtungsstudien
Die Verfasser räumen selbst methodische Mängel der Studie ein. Trotz der großen Patientenzahl im DIVE-Register (> 80.000) war aufgrund fehlender oder inkonsistenter Daten nur eine relativ geringe Patientenzahl für die Auswertung geeignet. Ein genereller Nachteil von Beobachtungsstudien im Vergleich zu kontrollierten klinischen Studien ist, dass viele Faktoren keiner Kontrolle im Rahmen der Studie unterliegen.
In der hier beschriebenen Studie konnte nicht klar getrennt werde, ob ein Gewichtsverlust tatsächlich auf die Diabetestherapie zurückzuführen ist, oder mit individuellen Lebensstiländerungen (geändertes Essverhalten, mehr körperliches Training etc.) der Probanden zusammenhängt.
Abwarten aus Angst vor Gewichtszunahme eher kontraproduktiv
Trotzdem kommen die Forscher zu dem Schluss, dass ein früherer Start der Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes Vorteile bringt, und ein Abwarten aus Angst vor einer Gewichtszunahme eher kontraproduktiv ist. Dennoch – eine Insulintherapie ist nicht für jeden Patienten geeignet. Die Patienten müssen physisch und psychisch in der Lage sein, sich auf regelmäßige Insulin-Injektionen einzulassen und das Behandlungsregime sorgfältig einzuhalten. Der Arzt sollte die Lebenssituation der und des Einzelnen im Blick behalten und für ausgiebige Schulung sorgen.
Quelle: Pressemitteilung des
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 2 Stunden
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 6 Tagen, 18 Stunden
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….