Tina Turner macht am Weltnierentag auf die chronische Nierenkrankheit aufmerksam

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Tina Turner macht am Weltnierentag auf die chronische Nierenkrankheit aufmerksam
Foto (Auszug): Philip Spittle/Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic
Tina Turner macht am Weltnierentag auf die chronische Nierenkrankheit aufmerksam

Heute zum Weltnierentag startet die internationale Informationskampagne „Show your kidneys love“. Musik-Star Tina Turner, selbst von einem Nierenleiden betroffen, unterstützt die Kampagne, die über die chronische Nierenkrankheit aufklärt und wichtige Informationen zu Risikofaktoren und Krankheitsverlauf gibt.

Heute zum Weltnierentag startet die internationale Informationskampagne der „European Kidney Health Alliance“ (EKHA) „Show your kidneys love“. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) begrüßt diese von Tina Turner aktiv unterstützte Initiative. Die Sängerin berichtet auf der Website der Aufklärungskampagne von ihrer Bluthochdruckerkrankung, die Jahre später zu einem Verlust ihrer Nierenfunktion führte. Tina Turner musste an die Dialyse. Wie sie erzählt, hatte sie ihren hohen Blutdruckwerte nicht ernst genommen und auch nicht konsequent behandelt, da sie sich fit und gesund fühlte.

Fachgesellschaft rät dazu, Bluthochdruck ernst zu nehmen, bevor es zu spät ist

„Das sehen wir leider oft, dass Menschen zwar wissen, dass sie zu hohe Blutdruckwerte haben, auch Medikamente verschrieben bekommen, diese dann aber gar nicht oder nur unregelmäßig einnehmen. Einfach, weil sie nicht wissen, welche Folgen ein unbehandelter Blutdruck haben kann. Hier ist also mehr Aufklärung und Information erforderlich und wir freuen, uns, dass die Nieren in dieser Kampagne mit prominenter Unterstützung in den Mittelpunkt gerückt wurden“, erklärt Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke, Pressesprecherin der DGfN.

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Prof. Weinmann-Menke ergänzt, dass allein ein Drittel aller Dialysefälle – in Deutschland müssen immerhin rund 100.000 Menschen regelmäßig an die Dialyse – auf Bluthochdruck zurückzuführen und ein Großteil der Fälle wären vermeidbar gewesen wären. „Viele Betroffene sind überrascht, wenn sie erfahren, dass der Bluthochdruck ihre Nieren bereits geschädigt hat, es herrscht noch immer ein großes Informationsdefizit.“

Darum macht Tina Turner am Weltnierentag auf das Thema Nierengesundheit aufmerksam

Rückblickend führt die Tina Turner aus, was auch sie alles nicht wusste. Beispielsweise, dass ein Zusammenhang zwischen hohem Blutdruck und der chronischen Nierenkrankheit besteht. Und dass man die Nierenkrankheit auch als „silent killer“ bezeichnet, da sie über eine sehr lange Zeit ohne Symptome bleibt. Auch dass eine Nierenkrankheit, wenn sie früh genug entdeckt wird, gut behandelbar ist, wissen die meisten Menschen nicht. Tina Turner, die zwischenzeitlich eine Lebendnierenspende von ihrem Ehemann erhielt, hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, dieses Wissen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Mehr über die Kampagne, Nierenkrankheiten und Therapieoptionen
Die Website der Kampagne „Show your kidneys love“ informiert auch auf deutscher Sprache über die chronische Nierenkrankheit, erklärt Hintergründe und Symptome.
Weitergehende Informationen zu Nierenkrankheiten finden Interessierte bei der Deutschen Nierenstiftung, Informationen zu den verschiedenen Nierenersatztherapien unter www.nieren-navi.de, einem Portal der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie.
Umfassende Informationen zu Bluthochdruck, der eine Ursache für eine chronische Nierenkrankheit sein kann (weitere sind z.B. Diabetes mellitus oder die dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln), finden Betroffene bei der Deutschen Hochdruckliga (DHL).


von Gregor Hess

Gregor Hess ist Medizin-Redakteur und Chef vom Dienst der Website des Diabetes-Ankers. Er ist darüber hinaus verantwortlicher Redakteur für das Portal diabetologie-online.de und arbeite zudem mit an der diabetes zeitung, dem Diabetes-Anker-Magazin sowie weiteren digitalen MedTriX-Projekten.

mit Materialien der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße