- Behandlung
Typ-1-Diabetes: Auftreten verzögern
2 Minuten

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie mit dem Medikament „Teplizumab“ konnte erstmals die Erkrankung bei jungen Menschen mit einem erhöhten Risiko für Typ-1-Diabetes deutlich verzögert werden.
Seit vielen Jahren schon forschen Wissenschaftler auf der ganzen Welt nach einer Möglichkeit, die Entwicklung von Typ-1-Diabetes zu stoppen oder ganz zu verhindern. Nun ist es einem internationalen Team aus erfahrenen Forschern tatsächlich gelungen, die Entwicklung der Erkrankung bei jungen Hochrisikopatienten um durchschnittlich zwei Jahre zu verzögern. Dies gelang durch eine intravenöse Gabe des Medikaments Teplizumab täglich über zwei Wochen.
Ein Meilenstein in der Typ-1-Diabetes-Forschung
Teplizumab ist ein monoklonaler Antikörper – ein Medikament, das das Immunsystem beeinflusst. Es wird bereits seit Ende der 1990er hinsichtlich eines möglichen Einsatzes für die Behandlung von Typ-1-Diabetes erforscht. So wies man beispielsweise in früheren Studien nach, dass das Verabreichen des Medikaments die Insulinproduktion bei Patienten mit neudiagnostiziertem Typ-1-Diabetes länger aufrechterhält. Vor allem Kinder und Jugendliche schienen von der Behandlung zu profitieren.
In der nun kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie ist ein Meilenstein in der Typ-1-Diabetes-Forschung geglückt: Diesmal setzte man das Studienmedikament vorbeugend ein und behandelte junge Verwandte von Menschen mit Typ-1-Diabetes, die ein sehr hohes Risiko für die Entwicklung der Erkrankung aufwiesen. Auch sie erhielten Teplizumab im Rahmen einer zweiwöchigen intravenösen Gabe.
Durschnittliche Verzögerung des Auftretens um zwei Jahre
Wie sich herausstellte, konnte das Medikament das Auftreten der Erkrankung im Mittel zwei Jahre verzögern. Die jährliche Erkrankungsrate lag bei der mit Teplizumab behandelten Patientengruppe bei 14,9 Prozent, während in der Placebogruppe jährlich 35,9 Prozent an einem Typ-1-Diabetes erkrankten. Das Fortschreiten bis zum Ausbruch des Diabetes wurde um über 50 Prozent reduziert.
An der Studie nahmen 76 Personen teil. Fast drei Viertel waren 18 Jahre oder jünger. Die federführenden Forscher möchten nun untersuchen, wie die Behandlung weiter vorangebracht werden kann und welche Patientengruppe am meisten davon profitieren könnte.
von Cordula Falk
Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München,
Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg,
Tel.: 089-3187-3157, Fax: 089-3187-3144
E-Mail: cordula.falk@helmholtz-muenchen.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (10) Seite 39
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 5 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
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