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Typ-2-Diabetes: Killerzellen im Fokus
2 Minuten
Forscher haben in Mäusen eine neue Art von Immunzellen entdeckt, die speziell bei Übergewicht auftritt und das Risiko für Diabetes steigert. Blockierten sie die Entstehung dieser Zellen, verbesserten sich Stoffwechsel und Körpergewicht. Da die Zellen auch beim Menschen zu finden sind, hoffen die Autoren auf neue Therapieoptionen.
Das Immunsystem spielt bei Diabetes eine entscheidende Rolle. Aber auch bei Übergewicht und Typ-2-Diabetes spielt das Immunsystem eine wichtige Rolle. Eine aktuelle Studie, deren Ergebnisse im Wissenschaftsjournal „Cell Metabolism“ veröffentlicht wurden, unterstreicht das ebenfalls: Die Forscherinnen und Forscher beschäftigten sich mit dem Phänomen, dass bei Übergewicht das Immunsystem dauerhaft leicht aktiv und gestresst. Auf der Suche nach den Ursachen stießen sie auf eine Untergruppe von Natürlichen Killer (NK)-Zellen des Immunsystems.
Normalerweise haben diese NK-Zellen die Aufgabe, virusbefallene oder bösartige Zellen zu bekämpfen. In übergewichtigen Mäusen jedoch waren in der gefundenen Untergruppe von NK-Zellen andere Gene aktiv als bei Tieren mit Normalgewicht. Weitere Experimente ergaben, dass sie an der Steuerung des Immunsystems beteiligt sind und dessen chronische Aktivität offenbar verstärken. Das wiederum führt zu einer erhöhten Insulinresistenz – der Vorstufe von Typ-2-Diabetes, so die Autoren.
Spezielle NK-Zellen auch bei übergewichtigen Menschen zu finden
Um zu überprüfen, ob die Ergebnisse auch beim Menschen eine Rolle spielen, untersuchten die Wissenschaftler Blutproben von normalgewichtigen und fettleibigen Patienten: Bei Letzteren fanden sie in den Killerzellen ähnliche Genaktivitäten wie in fettleibigen Mäusen, was ebenfalls mit Entzündungsprozessen verbunden war.
Setzten die Ärzte die Adipositas-Patienten auf eine radikale Diät, bei der sie merklich abnahmen, verringerte sich die Anzahl der veränderten Killerzellen und das Risiko für Diabetes. Die Forscher schlossen daraus, dass die spezielle NK-Zelluntergruppe im Zusammenhang mit Übergewicht und chronischer Entzündung steht.
Entsprechend interessiert waren sie, wie man die Aktivität dieser Zellen verringern kann: In Mäusen gelang es ihnen, das Risiko für Diabetes zu senken, wenn sie diese genetisch so veränderten, dass die speziellen NK-Zellen trotz fettreicher Ernährung nicht mehr entstehen konnte. Ohne die Zellen nahmen die Mäuse nicht weiter zu, hatten geringere Entzündungswerte und entwickelten keine Insulinresistenz.
Neue Studien müssen zeigen, ob das Prinzip auf den Menschen übertragbar ist
Da ein Zuviel an Körpergewicht beim Menschen neben Schlaganfällen und Diabetes Typ-2 auch zu Krebserkrankungen führen kann, wären Therapiemöglichkeiten hier dringend gefragt. Die beschriebene Untergruppe von NK-Zellen könnte ein Angriffspunkt dafür sein. Dazu müsste es aber gelingen, sie auch im Menschen gezielt zu unterdrücken.
Die Wissenschaftler wollen daher jetzt genau die Gene finden, welche die Killerzellen spezifisch auszeichnen und angreifbar machen. Inwiefern sich die Gene im Menschen aber einfach „abschalten“ lassen, müssen weitere Studien zeigen.
Quelle: Pressemitteilung des Diabetesinformationsdiensts München
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stephanie-haack postete ein Update vor 5 Tagen, 12 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 5 Tagen, 14 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 5 Tagen, 12 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
