- Behandlung
Typfrage: Forscher schlagen Neueinteilung des Diabetes vor
2 Minuten
Eine Neueinteilung des Diabetes bei Erwachsenen in fünf Typen soll genauere Vorhersagen des Krankheitsverlaufes und möglicher Spätkomplikationen ermöglichen. Ein schwedisches Forscherteam schlägt dies in einer aktuellen Veröffentlichung im Fachjournal Lancet Diabetes and Endocrinology vor.
Rund 90 Prozent der Erwachsenen, bei welchen Diabetes diagnostiziert wird, leiden an Typ-2-Diabetes, früher auch Altersdiabetes genannt. Doch was, wenn sich bei der Laboruntersuchung auch Autoantikörper zeigen, wie sie normalerweise bei der Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes auftreten? Dann diagnostiziert die Ärztin oder der Arzt meist den sogenannten ‚LADA‘ (latent autoimmune diabetes in adults), eine spät auftretende Form des Typ-1-Diabetes.
Diese Parameter sollen bei der Neueinteilung berücksichtig werden
Auch bei den klassischen Patienten mit Typ-2-Diabetes gibt es jedoch Unterschiede, vor allem in Hinblick auf mögliche Folgeerkrankungen und den Insulinbedarf. Ein schwedisches Forscherteam schlägt nun eine Neueinteilung des Diabetes vor, die bei Erwachsenen die folgenden Parameter mit berücksichtigt:
- Alter bei Erstdiagnose
- Body-Mass-Index (BMI)
- Autoantikörper (Glutamatdecarboxylase-Antikörper, GADA)
- HbA1c (Langzeitblutzuckerwert)
- HOMA B (Beurteilung der Betazellfunktion)
- HOMA IR (Maß für die Insulinsensitivität)
Genauere Vorhersagen über Diabetes-Komplikationen
Insgesamt 14.775 Diabetespatientinnen und -patienten wurden im Rahmen einer Studie nach diesen Parametern bewertet und in die folgenden Kategorien eingeteilt:
Gruppe 1 – SAID (‘severe autoimmune diabetes’): entspricht im wesentlichen LADA, relativ früher Beginn, hohe HbA1c-Werte, gestörte Insulinproduktion, Vorliegen von GADA (Autoantikörper) (6-15 Prozent der Studienpatienten)
Gruppe 2 – SIDD (‘severe insulin-deficient diabetes’): hohe HbA1c-Werte, gestörte Insulinsekretion, mäßige Insulinresistenz (9 – 20 Prozent der Studienpatienten). Diese Gruppe zeigte am häufigsten Netzhautschädigungen (Retinopathie) als Spätfolge
Gruppe 3 – SIRD (‘severe insulin-resistant diabetes’): Adipositas, schwere Insulinresistenz (11-17 Prozent der Studienpatienten). Diese Gruppe erlitt am häufigsten Nierenschäden oder Herzkreislauferkrankungen.
Gruppe 4 – MOD (‘mild obesity-related diabetes’): übergewichtige Patienten, die in einem relativ jungen Alter erkranken (18-23 Prozent der Studienpatienten)
Gruppe 5 – MARD (‘mild-age-related diabetes’): Patienten, die erst im höheren Lebensalter Diabetes entwickeln. Mit 39-47 Prozent die größte Gruppe der Studienpatienten.
Anhand der neuen Einteilung ließen sich Komplikationen und die Entwicklung von Diabetes-Spätfolgen besser voraussagen, so die Autoren. Die Behandlung ließe sich so zielgerechter und persönlicher auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Patientin und jedes einzelnen Patienten ausrichten. Ob sich das System in der Praxis bewährt, werden weitere Studien, auch an anderen ethnischen Gruppen, zeigen müssen.
Quelle: Diabetesinformationsdienst München
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 2 Wochen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….