- Aus der Community
Überzucker: Ich sage, ich sei „high“
2 Minuten

Zuckerwerte über oder unter dem Zielbereich sind nervig – und manchmal sogar gefährlich. Im Alltag mit Diabetes gehören sie aber dazu. Im Beitrag „Unterzucker: Ich nenne es „Hypo““ habe ich euch erzählt, welche Begriffe in der Community für zu niedrige Glukosewerte benutzt werden. Und nun geht es um das Gegenteil – hoch, höher, high blood sugar society!
Im Fachjargon heißt eine Überzuckerung „Hyperglykämie“. Als Mensch mit Diabetes weiß man aber: Wenn der Zuckerwert erst einmal eine schwindelerregende Höhe erreicht hat, braucht man einige Einheiten Insulin und jede Menge Wasser, bevor man dieses Wort überhaupt aussprechen kann. Darum hier die Top-3-Begriffe aus der Community für Überzucker!
„Ich habe eine Hyper“ – die Abkürzung
Nee, das hat nichts mit Scooter zu tun. Trotzdem schallt durch meinen Kopf immer erstmal ein „Hyper, Hyper“, wenn ich dieses Wort geschrieben sehe. Benutzt wird es aber als Abkürzung der Hyperglykämie und daher ist auch die deutsche Aussprache des Wortes „Hüh-per“. Von einer „Hyper“ (griechisch: über) ist die Rede, wenn bei Gesunden der Nüchternglukosewert über 100 mg/dl (5,5 mmol/l) bzw. zwei Stunden nach einer Mahlzeit über 140 mg/dl (7,8 mmol/l) liegt. Bei Menschen mit Diabetes gibt es keine einheitliche Definition, aber die Werte, ab denen man im Allgemeinen von einer Hyperglykämie spricht, liegen deutlich über den Werten Gesunder.
„Ich bin (zu) hoch“ / „Ich bin high“ – wie bitte?
Während die deutsche Version, das Hoch-Sein, zwar irritierend klingen kann, ist die Formulierung doch deutlich weniger verfänglich, als bekannt zu geben, man sei gerade „high“. Dennoch gehöre ich selbst genau zu dieser Fraktion und wähle eben diesen Begriff. „Ich kann gerade nicht, ich bin high!“ In der Community selbst ist der Witz daran mehr oder weniger ausgelutscht, bei Außenstehenden kommt es aber mit Sicherheit zu fragenden Blicken und Reaktionen.
Trotz aller Phrasen rund ums Hoch-Sein: ein Hochgefühl ist das Ganze bestimmt nicht.
„Wohin er wohl noch will?“
Genau wie in meinem Beitrag über die Begriffe für Hypoglykämien ist dies hier ein Satz, der beliebig ausgetauscht werden kann. Zum Beispiel in: „Wasser, ich möchte einfach nur sehr viel Wasser!“ oder „Ich glaube, meine Gehirnzellen sind verklebt.“ Aber ich stelle die Frage manchmal nach einem Blick auf meinen CGM-Verlauf tatsächlich laut, wenn dort wieder zwei Pfeile steil nach oben zeigen und ich die 200 mg/dl (11,1 mmol/l) längst hinter mir gelassen habe. Wohin er wohl noch will? Insbesondere, wenn ich eigentlich genug Insulin injiziert habe und es keinen offensichtlichen Grund für irgendwelche Eskapaden gibt, würde mich die Antwort darauf wirklich interessieren.
Und was sagt ihr?
Seid ihr auch bei hohem Glukosewert „high“ oder sagt ihr etwas ganz anderes, wenn ihr im Überzucker seid? Erzählt uns von eurem Diabetes-Slang in der aktuellen Monatsaktion.
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Woche
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße