Verbesserte Früherkennungs­möglichkeiten durch Biomarker

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Verbesserte Früherkennungs­möglichkeiten durch Biomarker

Bisher wird die Koronare Herzkrankheit mit aufwändigen und invasiven Herzuntersuchungen zuverlässig diagnostiziert. Eine neue Studie zeigt nun eine deutliche Verbesserung der diagnostischen Früherkennungsmöglichkeiten mit dem Biomarker Troponin.

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) zählt weltweit zu den häufigsten Herzerkrankungen. Je früher eine solche Verengung der Herzkranzgefäße erkannt wird, desto besser die Prognose: „Eine akkurate Diagnose und elektive Einschätzung des Patienten führt nachweislich zur Reduktion von Morbidität und Mortalität“, so Dr. Jan Sebastian Wolter von der Kerckhoff Klinik Bad Nauheim.

Frühzeitige Erkennung der KHK war bislang kompliziert

Das Problem: Eine KHK frühzeitig zu erkennen, ist im klinischen Alltag nicht immer einfach. Zwar lassen sich Verengungen der Herzkranzgefäße mit einer Koronarangiographie zuverlässig nachweisen, allerdings kann dieses aufwändige und invasive Verfahren nicht bei jedem Verdachtsfall eingesetzt werden. „Die aktuellen Leitlinien empfehlen daher in den meisten Fällen eine individuelle Analyse aller Risikofaktoren, die bevorzugt mit nicht-invasiver Diagnostik durchgeführt werden sollte“, so Dr. Wolter.

Die Ergebnisse einer auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim vorgestellten Studie könnten eine Erweiterung und Verbesserung der diagnostischen Früherkennungsmöglichkeiten bringen. Der Schlüssel dazu sind Biomarker.

Troponin-Messungen: höhere prognostische Aussage als bisher angenommen

In der aktuellen Arbeit untersuchte die Arbeitsgruppe unter der Leitung von PD Dr. Christoph Liebetrau, ob der Nachweis von Troponinen im Blut eine prognostische Bedeutung für die Diagnose einer KHK hat. Troponin-Messungen werden in der Diagnostik eines akuten Koronarsyndroms schon länger eingesetzt. Weil diese für die Muskelkontraktion wichtigen Eiweißbausteine bei einer Schädigung des Herzmuskels vermehrt ins Blut übertreten, lassen sich eine Angina Pectoris oder verschiedene Formen des Herzinfarkts anhand der Troponin-Werte zuverlässig erkennen.

Ob und wie sehr auch eine stabile KHK die Troponin-Werte verändert, war dagegen bislang unklar. „Es gab aber Hinweise darauf, dass die hochsensitiv gemessenen Troponine T und I eine höhere prognostische Aussage haben könnten als bisher angenommen“, beschreibt Dr. Wolter die Ausgangslage für die Studie.

Möglicher Grundstein für praktikable und günstige Früherkennungsmethode

Für die zwischen 2009 und 2014 durchgeführte Untersuchung wurden insgesamt 4.252 Patienten mit Verdacht auf eine KHK oder die Verschlechterung einer bereits bekannten KHK untersucht. Die Teilnehmer waren zwischen 58 und 78 Jahren alt und wiesen ein typisches kardiovaskuläres Risikoprofil auf: 84,7 Prozent hatten einen erhöhten Blutdruck, 26,6 Prozent litten an Diabetes mellitus, 69,1 Prozent an Fettstoffwechselstörungen und 19,7 Prozent waren aktive Raucher. 23 Monate nach der Untersuchung waren 182 Patienten – 4,2 Prozent der Männer und 4,5 Prozent der Frauen – verstorben.

„Es hat sich gezeigt, dass Troponin I ein unabhängiger Risikofaktor ist und eine prognostische Bedeutung für die Gesamtmortalität hat“, fasst Dr. Wolter die Ergebnisse zusammen. „Auch wenn die Unterschiede nicht signifikant waren, zeigt sich, dass dieses Phänomen bei Frauen noch stärker ausgeprägt sein dürfte“.

Wenn sich diese Ergebnisse bestätigen lassen, würde das die Früherkennungsmöglichkeiten einer der weit verbreitetsten Herzkrankheiten erheblich erweitern. „Wir hoffen, dass wir mit unserer Arbeit den Grundstein für eine praktikable, vergleichsweise billige und zuverlässige Methode zur Früherkennung und Risikoeinschätzung der KHK, gelegt haben“, so Dr. Wolter.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße