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Verbessertes Stammzellen-Verfahren für Medikamenten-Tests
2 Minuten
An der Universität Leipzig wurde ein neues Verfahren entwickelt, mit dem neue Wirkstoffe an humanen Stammzellen getestet werden können: Das 3D-Zellkultursystem liefert somit präzisere Aussagen über deren Wirkung auf den menschlichen Organismus und könnte Versuche an Tieren reduzieren.
In einem neuen Verbundprojekt sind Wissenschaftler der Leipziger Universitätsmedizin auf der Suche nach der perfekten Geometrie: Auf einem 3D-Silikongitter sollen sich menschliche Stammzellen extern ansiedeln und so agieren, wie sie es auch im menschlichen Körper tun. Somit lässt sich die Wirkung von Substanzen auf den Organismus besser übertragen und vorhersagen – ohne dass ein Tierversuch nötig ist. Wie diese Silikonstruktur beschaffen sein muss, das will ein Team der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig zusammen mit einem Industriepartner nun herausfinden.
Bisherige 2D-Modelle erfassen Wirkung von Substanzen nur eingeschränkt
Ob Medikamente, Chemikalien oder Kosmetik – alle Erzeugnisse müssen zunächst auf ihre Verträglichkeit geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen. Oftmals werden mögliche toxikologische Nebenwirkungen an Tieren getestet. Doch diese Tierversuche können nur die letzte Wahl sein. Alternativ stehen für einen Teil der Tests außerhalb des Organismus herangezüchtete Zellkulturen zur Verfügung. Diese extrahierten Zellen konnten für die Versuche bislang nur in zweidimensionalen Modellen geprüft werden – sie wachsen etwa als Schicht auf den Böden von Petrischalen heran.
“Aufgrund ihrer Zweidimensionalität haben die Modelle den wesentlichen Nachteil, dass sie das funktionierende Organsystem unseres Körpers nur ungenügend abbilden. Wir können so die Wirkung von Substanzen nur eingeschränkt erfassen”, sagt Dr. Peggy Stock, Leiterin des neuen Verbundforschungsprojektes der Universitätsmedizin Leipzig. Die bessere Übertragbarkeit der Ergebnisse von 3D-Zellkultursystemen auf den menschlichen Organismus hätten Studien bereits erwiesen.
Im neuen Verfahren bleiben natürliche Eigenschaften der Zellen erhalten
Zellen wachsen im Körper in Verbänden und Organen heran – und die sind dreidimensional und nicht flach. Hier setzt das neue Forschungsprojekt “Konzeption einer 3D Silikonstruktur für die Kultur von Säugetierzellen” an und sät menschliche Stammzellen auf einem 3D-Silikongitter aus. “Die Zellen besiedeln diese Form, ganz wie sie wollen. Somit bleiben ihre natürlichen Eigenschaften erhalten, etwa die Kommunikation der Zellen untereinander.
Wenn nun Medikamente oder Kosmetik an diesem dreidimensionalen Zellverbund getestet werden, erhalten wir präzisere Ergebnisse zur Wirkweise. Diese lassen sich nahezu auf die Wirkung im menschlichen Körper übertragen”, erklärt Dr. Peggy Stock, Wissenschaftlerin der Arbeitsgruppe Angewandte Molekulare Hepatologie unter der Leitung von Prof. Dr. Bruno Christ.
Auf einem Silikongitter wachsen Stammzellen in alle drei Dimensionen
Dazu isoliert das Forscherteam menschliche Stammzellen aus dem Fettgewebe. Diese werden im Labor so differenziert, das sie wie eine organische Leberzelle im Körper agieren. Die Stammzellen werden auf einem Silikongitter ausgesät, auf dem sie sich ansiedeln und in alle drei Dimensionen wachsen.
Das Gitter wird vom Industriepartner im Verbundprojekt, der KET Kunststoff- und Elasttechnik GmbH Liegau-Augustusbad, entwickelt, die sich unter anderem auf die Produktion von Medizintechnik spezialisiert hat. Wie genau die Silikonstruktur für die Zellverbände geometrisch angelegt sein muss, ermitteln die Verbundpartner in dem zweijährigen Forschungsprojekt.
Das Vorhaben wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Freistaates Sachsen in Höhe von 120.000 Euro gefördert.
Quelle: Pressemitteilung der der http://UniversitätLeipzig
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stephanie-haack postete ein Update vor 5 Tagen, 22 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 5 Tagen, 22 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
