Verbessertes Stammzellen-Verfahren für Medikamenten-Tests

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© dpa/picture-alliance
Verbessertes Stammzellen-Verfahren für Medikamenten-Tests

An der Universität Leipzig wurde ein neues Verfahren entwickelt, mit dem neue Wirkstoffe an humanen Stammzellen getestet werden können: Das 3D-Zellkultursystem liefert somit präzisere Aussagen über deren Wirkung auf den menschlichen Organismus und könnte Versuche an Tieren reduzieren.

In einem neuen Verbundprojekt sind Wissenschaftler der Leipziger Universitätsmedizin auf der Suche nach der perfekten Geometrie: Auf einem 3D-Silikongitter sollen sich menschliche Stammzellen extern ansiedeln und so agieren, wie sie es auch im menschlichen Körper tun. Somit lässt sich die Wirkung von Substanzen auf den Organismus besser übertragen und vorhersagen – ohne dass ein Tierversuch nötig ist. Wie diese Silikonstruktur beschaffen sein muss, das will ein Team der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig zusammen mit einem Industriepartner nun herausfinden.

Bisherige 2D-Modelle erfassen Wirkung von Substanzen nur eingeschränkt

Ob Medikamente, Chemikalien oder Kosmetik – alle Erzeugnisse müssen zunächst auf ihre Verträglichkeit geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen. Oftmals werden mögliche toxikologische Nebenwirkungen an Tieren getestet. Doch diese Tierversuche können nur die letzte Wahl sein. Alternativ stehen für einen Teil der Tests außerhalb des Organismus herangezüchtete Zellkulturen zur Verfügung. Diese extrahierten Zellen konnten für die Versuche bislang nur in zweidimensionalen Modellen geprüft werden – sie wachsen etwa als Schicht auf den Böden von Petrischalen heran.

“Aufgrund ihrer Zweidimensionalität haben die Modelle den wesentlichen Nachteil, dass sie das funktionierende Organsystem unseres Körpers nur ungenügend abbilden. Wir können so die Wirkung von Substanzen nur eingeschränkt erfassen”, sagt Dr. Peggy Stock, Leiterin des neuen Verbundforschungsprojektes der Universitätsmedizin Leipzig. Die bessere Übertragbarkeit der Ergebnisse von 3D-Zellkultursystemen auf den menschlichen Organismus hätten Studien bereits erwiesen.

Im neuen Verfahren bleiben natürliche Eigenschaften der Zellen erhalten

Zellen wachsen im Körper in Verbänden und Organen heran – und die sind dreidimensional und nicht flach. Hier setzt das neue Forschungsprojekt “Konzeption einer 3D Silikonstruktur für die Kultur von Säugetierzellen” an und sät menschliche Stammzellen auf einem 3D-Silikongitter aus. “Die Zellen besiedeln diese Form, ganz wie sie wollen. Somit bleiben ihre natürlichen Eigenschaften erhalten, etwa die Kommunikation der Zellen untereinander.

Wenn nun Medikamente oder Kosmetik an diesem dreidimensionalen Zellverbund getestet werden, erhalten wir präzisere Ergebnisse zur Wirkweise. Diese lassen sich nahezu auf die Wirkung im menschlichen Körper übertragen”, erklärt Dr. Peggy Stock, Wissenschaftlerin der Arbeitsgruppe Angewandte Molekulare Hepatologie unter der Leitung von Prof. Dr. Bruno Christ.

Auf einem Silikongitter wachsen Stammzellen in alle drei Dimensionen

Dazu isoliert das Forscherteam menschliche Stammzellen aus dem Fettgewebe. Diese werden im Labor so differenziert, das sie wie eine organische Leberzelle im Körper agieren. Die Stammzellen werden auf einem Silikongitter ausgesät, auf dem sie sich ansiedeln und in alle drei Dimensionen wachsen.

Das Gitter wird vom Industriepartner im Verbundprojekt, der KET Kunststoff- und Elasttechnik GmbH Liegau-Augustusbad, entwickelt, die sich unter anderem auf die Produktion von Medizintechnik spezialisiert hat. Wie genau die Silikonstruktur für die Zellverbände geometrisch angelegt sein muss, ermitteln die Verbundpartner in dem zweijährigen Forschungsprojekt.

Das Vorhaben wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Freistaates Sachsen in Höhe von 120.000 Euro gefördert.


Quelle: Pressemitteilung der der http://UniversitätLeipzig

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
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