Vom „Penner“ zum „Pumpi“ – das erste halbe Jahr mit meiner Insulinpumpe!

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Community-Beitrag
Vom „Penner“ zum „Pumpi“ – das erste halbe Jahr mit meiner Insulinpumpe!

Da bricht es nun auch bei mir an, das neue Zeitalter. Meine Insulinpens stelle ich nach über 30 Jahren jetzt erst einmal in die Ecke. Ich habe eine Insulinpumpe genehmigt bekommen. Die frohe Botschaft lag als verspätetes Weihnachtsgeschenk in meinem Briefkasten und ich war richtig, richtig glücklich.

Quelle: Ina Manthey

Warum eigentlich jetzt doch eine Pumpe – meine Beweggründe

Es gab immer wieder Situationen in meinem Alltag, in denen ich (mit meinen Pens) an meine Grenzen gestoßen bin. Zum Beispiel immer mal wieder abends auf dem Sofa eingeschlafen – zack, Basal viel zu spät oder gar nicht gespritzt. Der nächste Tag lief dann leider nicht so optimal und das hat mich doch ziemlich gestört. Oder völlig abgehetzt und hungrig unterwegs mal eben schnell etwas essen. Das ist gerade im Winter für mich öfter eine Herausforderung gewesen – eine Stelle für die Injektion zu finden und dann leider auch ab und zu mal nicht zu spritzen. Nicht gut!

In den letzten Jahren habe ich viel an meiner Diabetes-Akzeptanz gearbeitet und konnte viele Erfolge verbuchen. Und nun war ich auf der Suche nach Lösungen für die Situationen, die mir immer noch Probleme bereitet haben. Bereits vor ein paar Jahren hatte mein Diabetologe mich auf eine Pumpe angesprochen, aber da wollte ich nicht. (Vorsicht: Spoileralarm! Aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar!)

Quelle: Ina Manthey

Meine Beziehung zu meinem Diabetes hat sich ziemlich stark verändert. Was mir früher relativ egal war, war für mich mittlerweile nicht mehr akzeptabel, denn diese Situationen gingen immer wieder zu Lasten meiner Blutzuckerwerte. Von der Insulinpumpe habe ich mir also eine Unterstützung im Alltag erhofft, um meine Einstellung noch weiter zu verbessern.

Was sind meine Erwartungen – es soll leichter werden

Vor allem erwarte ich eine Erleichterung im Alltag. Unterwegs etwas zu essen und für das Insulin auf ein Knöpfchen zu drücken, ist einer meiner Träume. Und natürlich hoffe ich, meine Blutzuckerwerte weiter zu verbessern und stabiler zu halten. Wie gesagt, ich habe in den letzten Jahren schon Vieles erreicht und nun mache ich mich halt noch auf den Weg für die letzten Schritte.

Startschwierigkeiten gehören ja irgendwie dazu

Rückblickend kam ich mir am Anfang so vor, als hätte ich eine relativ frische Diabetes-Diagnose. Es gab so viel Neues zu lernen. Die technische Einweisung und die ersten Termine bei meiner Diabetesberaterin waren voll mit neuem Input. Glücklicherweise konnte ich mir einiges wie z.B. Katheterwechseln auf YouTube nochmal ansehen. Ein wenig Angst hatte ich ehrlich gesagt auch – oder nennen wir es Respekt davor, dass so ein Gerät nun Insulin in meinen Körper pumpt. Bereits in den ersten Tagen habe ich schon einiges miterlebt. Aufgewacht und gedacht – ooops, was liegt denn hier alles herum. So sieht es also aus, wenn der Katheter herausgerissen ist.

Quelle: Ina Manthey

Teflon oder Stahl? Keine Ahnung, das muss ich wohl ausprobieren. Sensor nicht gefunden, wo stelle ich denn das Gepiepse aus? Ich lernte neue Gründe für hohe Zuckerwerte kennen, denn abgeknickte Katheter kannte ich bisher nur aus Erzählungen.

Wundervolle Momente mit meiner Insulinpumpe – das erste Mal

Aber es gab gerade auch am Anfang viele wundervolle Momente. Ich konnte nun ohne schlechtes Gewissen einfach auf dem Sofa einschlafen oder auch mal früh ins Bett gehen. Meine Pumpe regelt das nun für mich. Was für eine Erleichterung.

Die Menschen in der Bäckerei haben sich wahrscheinlich gewundert, warum ich so ein Strahlen im Gesicht habe. Das erste Brötchen unterwegs – ohne Stress mit Pumpe und Bolusrechner.

Quelle: Ina Manthey

Das Gefühl, dass es eine richtige Entscheidung war und es sich gelohnt hat, dafür zu kämpfen. Immerhin habe ich zwei Anläufe für die Genehmigung gebraucht.

Es geht weiter auf dem – für mich – richtigen Weg

Es gibt noch einiges zu lernen. Zum Beispiel das Lesen der Kurven und richtig anzupassen. Aber ich bin sehr froh über die Erfolge, die ich aktuell schon mit der Pumpe erzielt habe. Nach vielen, vielen Jahren habe ich es geschafft, auf ein HbA1c unter 7% zu kommen. Mein Alltag ist entspannter geworden, auch wenn ich mich etwas mehr um die Technik kümmern muss. Das nehme ich dafür gerne in Kauf.

Würde ich sie also wieder hergeben? Auf keinen Fall! Ein Plädoyer für die Pumpe mit kontinuierlicher Glukosemessung. Aber dennoch ist es eine sehr persönliche Entscheidung für oder gegen eine Pumpe, denn von alleine macht sie es halt auch nicht. Was zählt, sind eine gute Einstellung und die Therapie, die gut zu eurem Alltag passt.


Ihren Wunsch nach einer Insulinpumpe hat Ina bereits vor zwei Jahren in der #BSLounge öffentlich geteilt: Gute Diabetes-Vorsätze 2018 – ich will eine Insulinpumpe!

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂