- Behandlung
Von Krauts, Rotwein und Schokolade
3 Minuten
Wie Sie vielleicht wissen, nannten die englischen und amerikanischen Soldaten in beiden Weltkriegen ihre deutschen Kriegsgegner
Sauerkraut oder Sauerkohl ist durch Milchsäuregärung konservierter Weiß- oder Spitzkohl; beide Kohlsorten sind Kreuzblütengewächse und damit eng verwandt mit anderen Kohlsorten wie Brokkoli, Kohlrabi oder Rot-, Grün-, Blumen- und Rosenkohl.
Und was hat das nun mit Krebs zu tun?
Alle Kohlsorten sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, von denen man inzwischen weiß, dass sie eine wichtige Rolle in der Krebsvorbeugung spielen. Sekundäre Pflanzenstoffe sind (im Gegensatz zu den Makro-Nährstoffen) Mikro-Nährstoffe, die Obst und Gemüse Farbe bieten, aber auch Geschmack und Schutz gegen Fressfeinde. Jetzt wissen Sie, woher das Rot der Tomate oder das Blau einiger Beeren kommt – und warum Zitronen, Bananen oder Äpfel so typisch schmecken.
Ist Ihnen in dem Zusammenhang schon einmal aufgefallen, dass einige Kohlsorten, wenn man sie erhitzt oder auch kaut, etwas nach Schwefel riechen und auch schmecken? Und damit sind wir am Wirkmechanismus der Krebsvorbeugung von Kreuzblütengewächsen!
Alle Kreuzblütler sind reich an sekundären Pflanzenstoffen wie den
Wirken gegen Tumorzellen
Die sekundären Pflanzenstoffe der unterschiedlichen Kohlsorten hemmen die Vermehrung von Tumorzellen und sind auch an deren frühzeitigem Tod beteiligt.
Die volle Wirkung können die sekundären Pflanzenstoffe von Brokkoli, Weißkohl und Co. aber nur entwickeln, wenn sie bei der Zubereitung nicht zu stark erhitzt werden und erst nach ausreichendem Kauen in den Magen wandern. In dem Zusammenhang ist auch von Bedeutung, dass Tiefkühlgemüse bei hohen Temperaturen vor dem Einfrieren blanchiert, d. h. kurzfristig erhitzt wird und damit ein Teil der sekundären Pflanzenstoffe seine Wirkung verliert.
Im Idealfall gilt deshalb für alle Kohlsorten: frisch vom Markt, so kurz wie möglich in wenig Wasser kochen – und das noch knackige und bissfeste Gemüse vor dem Schlucken gut durchkauen.
Was bleibt von "Krauts"?
Und was bleibt nun von dem Schimpfwort "Krauts" und der angeblich primitiven Kochkunst übrig? Nichts! Es gibt offensichtlich auch Dinge, die unsere Vorfahren intuitiv richtig gemacht haben und die auf unserem Speiseplan auch weiterhin einen festen Platz einnehmen sollten.
Wilhelm Busch: lebensklug!
Bevor wir nach Frankreich reisen, machen wir einen kurzen Zwischenstopp in Wiedensahl: In dem kleinen Ort in Niedersachsen lebte, dichtete und zeichnete einer unserer bekanntesten Humoristen: Ich spreche von Wilhelm Busch! Und von ihm sind die wundervollen und lebensklugen Verse zu unserem nächsten Genuss-, oder wenn sie wollen Lebensmittel, dem Rotwein, überliefert:
In dem zweiten Vers kommt das Janusgesicht aller alkoholischen Getränke zum Vorschein – ich meine, dass die Dosis das Gift macht! Und das gilt natürlich auch für Rotwein. Aber heute soll vor allem von dem "Lebens"mittel Rotwein die Rede sein und damit geht es in das gelobte Rotweinland Frankreich.
Frankreich, das gelobte Rotweinland
Der Rotwein ist im Gegensatz zum Weißwein ähnlich wie die Kohlsorten reich an sekundären Pflanzenstoffen. Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Herstellung von Rot- und Weißwein. Die Gärung findet beim Rotwein im Gegensatz zum Weißwein nicht nur im Most statt, sondern in der Maische. Daher gärt der Rotwein zusammen mit Fruchtfleisch, Traubenkernen und Schale. Der Gärungsprozess dauert lange; vor allem durch den zunehmenden Alkoholgehalt des Rotweins werden aus den Kernen und der Schale der roten Beeren die wirksamen sekundären Pflanzenstoffe extrahiert und in Lösung gebracht.
Den Zelltod bremsen
Die bekanntesten sekundären Pflanzenstoffe des Rotweins sind die
Die Angiogenese oder die Neubildung von Blutgefäßen ist für das Wachstum eines soliden Tumors von großer Bedeutung; nur Tumoren bis zu einer Größe von 1 bis 2 Kubikmillimeter lassen sich durch alleinige Diffusion ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Ein weiteres Tumorwachstum ist nur durch Neubildung von Gefäßen möglich. Medikamentös ist das Prinzip der
„Mittel zum Leben“: Wann schlägt’s um?
Und bis wann ist Rotwein ein Mittel zum Leben, und nicht ein Mittel, um langfristig genau das Umgekehrte zu erreichen? Meine Empfehlung orientiert sich dabei an Goethe:
Die Schokolade der Schweiz: Mittel zum Leben
Jetzt machen wir einen Abstecher in das Land von Philippe Suchard, Rudolphe Lindt, Jean Tobler und Henri Nestlé: Ich denke, Sie ahnen, worum es geht und in welchem Land wir Station machen? Richtig – in der Schweiz, und es dreht sich um die Schokolade. Alle vier Herren waren Begründer einer Schokoladenmanufaktur, deren Marken auch heute noch existieren. Und wussten Sie, dass die erste Schokoladenmanufaktur der Schweiz bereits im Jahre 1819 ihre nun bald 200-jährige erfolgreiche Tätigkeit aufnahm?
Seit unserer Kindheit kennen wir die drei wichtigsten Schokoladensorten: dunkle oder bittere, weiße und Milchschokolade. Nur dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 75 Prozent, der ihr den bitteren Beigeschmack gibt, enthält nennenswerte Mengen an sekundären Pflanzenstoffen, die das Wachstum von Krebszellen hemmen können. Hervorzuheben sind bei der bitteren Schokolade auch ihre ausgezeichneten
Die Polyphenole der Kakaobohnen binden dauerhaft die
Deshalb ist meine doppelte Empfehlung an Sie: Gönnen Sie sich am Abend zu Ihrem Glas Spätburgunder zusätzlich 25 g Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil. Sie verbinden damit Genuss und auch Mittel zum Leben. Und vielleicht haben Sie sich schon tagsüber
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 1 Stunde
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße