Welche Tabletten für gute Nüchternwerte?

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Welche Tabletten für gute Nüchternwerte?

Metformin, am späten Abend genommen, ist eine gefahrlose Möglichkeit, um den Blutzuckernüchternwert durch Tabletten günstig zu beeinflussen.

Die Frage: Meine Nüchternwerte sind eigentlich mein einziges Problem, sie liegen meist über 140 mg/dl (7,8 mmol/l), obwohl ich zweimal täglich zwei Tabletten Avandamet nehme und spät abends nichts mehr esse. Nur zwei Gläser Sekt genehmige ich mir im Laufe des Abends.


Gibt es spezielle Tabletten, die die Nüchternwerte positiv beeinflussen? Muss ich mich wohl damit abfinden, dass meine Bauchspeicheldrüse irgendwann versagt, obwohl ich gerne solange wie möglich bei der Behandlung mit Tabletten bleiben würde?

Prof. Petzoldt: Ja, Sie sollten sich immer um gute Blutzuckerwerte bemühen. Wenn Sie dies mit Ihrem gesunden Lebensstil (über den Sie auch berichteten) und mit Tabletten nicht mehr erreichen, ist spätestens dann die Behandlung mit Insulin nötig. Haben Sie Scheu davor? Das ist überhaupt nicht nötig, weil es auch für Sie bestimmt eine geeignete Behandlungskombination mit Tabletten und Insulin gibt.

Metformin, am späten Abend genommen, ist eine gefahrlose Möglichkeit, um den Blutzuckernüchternwert durch Tabletten günstig zu beeinflussen. Sie nehmen bereits Metformin ein, denn es ist auch eine der beiden Wirksubstanzen in Avandamet. Ob diese Substanz bei Ihnen doch noch helfen kann, sollten Sie mit Ihrem Diabetologen besprechen.

Vielleicht kommt bei Ihnen eine Dosissteigerung in Frage und die Einnahme des Medikaments erst am späten Abend – dass muss man ausprobieren. Die Tabletteneinnahme am Morgen bleibt dadurch unverändert.

Haben auch Sie eine medizinische Frage an Prof. Petzoldt?

… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:

Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt​
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de

Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.


von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (2) Seite 39

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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