Weniger Amputationen der unteren Extremität bei Diabetikern

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Weniger Amputationen der unteren Extremität bei Diabetikern

Eine Studie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) hat ergeben, dass zwischen den Jahren 2008 bis 2012 in Deutschland rund zwei Drittel aller Amputationen der unteren Extremität bei Menschen mit Diabetes vorgenommen wurden. Erfreulicherweise ist dabei die Zahl der Amputationen bei Menschen mit Diabetes im Laufe der Jahre zurückgegangen. Dies ist möglicherweise auf vorbeugende und therapeutische Maßnahmen beim diabetischen Fußsyndrom zurückzuführen.

Beim diabetischen Fußsyndrom kommt es infolge von diabetischen Nervenschäden (diabetische Neuropathie) und/oder Gefäßschäden (Angiopathie) zu schlecht heilenden Wunden im Bereich der Füße. Werden diese Wunden zu spät bemerkt oder nicht ausreichend behandelt, kann dies zu Entzündungen und zum Absterben von Gewebe führen. Dies kann im schlimmsten Fall Bewegungseinschränkungen oder sogar Amputationen nach sich ziehen.

Betroffene mit einem diabetischen Fußsyndrom leiden in der Folge unter einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität. Darüber hinaus stellt dies auch für das Gesundheitssystem eine hohe Belastung dar.

Datenanalyse von über 40 Prozent der Gesamtbevölkerung

Wie häufig Amputationen der unteren Extremität bei Personen mit Diabetes in Deutschland auftraten – und wie sich diese Häufigkeit möglicherweise im Laufe der Jahre verändert hat, hat ein Team von Wissenschaftler/Innen am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), einem An-Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, in Kooperation mit gesetzlichen Krankenkassen, AOK, BARMER und Betriebskrankenkassen, klinischen Partnern und den Universitäten Köln und Oldenburg, mittels Daten von 34 Millionen gesetzlich Versicherten untersucht. Das entspricht mehr als 40 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung.

In ihrer Analyse haben die Wissenschaftler/Innen unterschieden zwischen größeren Amputationen der unteren Extremität, das heißt, solchen oberhalb des Sprunggelenks (Major-Amputationen) und kleineren, das heißt durch oder unterhalb des Sprunggelenks (Minor-Amputationen). Die Häufigkeit für Amputationen der unteren Extremität wurde dabei für den Zeitraum von 2008 bis 2012 nicht nur für Personen mit Diabetes, sondern auch für Personen ohne Diabetes untersucht. Die Studie dazu wurde in der Zeitschrift “Clinical Epidemiology veröffentlicht.

Amputationen mussten überwiegend bei Männern vorgenommen werden

Bei rund elf Prozent aller Versicherten in der Studie wurde Typ-1- oder Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Insgesamt musste von 2008 bis 2012 bei 108.208 Teilnehmern mindestens eine Amputation der unteren Extremität vorgenommen werden. “Von diesen litten rund zwei Drittel an Diabetes”, erklärt Prof. Dr. Dr. Andrea Icks, Direktorin des Instituts für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung am DDZ. Im Durchschnitt waren die Patienten zum Zeitpunkt ihrer ersten Amputation der unteren Extremität 73 Jahre alt.

Deutlich sei das höhere Durchschnittsalter der Frauen (77 Jahre) im Vergleich zu den Männern (70 Jahre) gewesen, so Prof. Andrea Icks weiter. Die Personen, die sich einer Amputation der unteren Extremität unterziehen mussten, waren überwiegend männlich.

Jährlicher Rückgang der Eingriffe um rund vier Prozent

Bei Menschen mit Diabetes waren im Laufe der Jahre sowohl die Zahl der größeren als auch die der kleineren Amputationen der unteren Extremität rückläufig. So nahm die Häufigkeit dieser Amputationen bei Personen mit Diabetes alters- und geschlechtsbereinigt jährlich um rund vier Prozent ab. Dabei war dieser Rückgang bei Minor-Amputationen mit zwei Prozent pro Jahr eher moderat, während mit neun Prozent pro Jahr ein deutlicher Rückgang bei Major-Amputationen beobachtet wurde.

Demgegenüber nahm bei Versicherten, die keinen Diabetes hatten, nur die Zahl der größeren Amputationen mit sechs Prozent pro Jahr ab, während bei kleineren Amputationen diese Zahl um zwei Prozent pro Jahr zunahm. Die positive Entwicklung bei Versicherten mit Diabetes sei möglicherweise auf eine bessere Koordination der Versorgung von Menschen mit diabetischem Fußsyndrom zurückzuführen, vermuten die Wissenschaftler/Innen am DDZ.


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ)

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂