Weniger Ketoazidosen und schwere Unterzuckerungen mit Insulinpumpe

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Weniger Ketoazidosen und schwere Unterzuckerungen mit Insulinpumpe

In einer Studie haben Forscher der RWTH Aachen aufgezeigt, dass der Einsatz von Insulinpumpen im Vergleich zu Insulininjektionen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes zu einem geringeren Risiko für diabetische Katoazidosen sowie schweren Unterzuckerungen führt.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Insulinpumpentherapien erheblich zugenommen. Jedoch ließen einige Untersuchungsergebnisse vermuten, dass der Einsatz von Insulinpumpen mit einem erhöhten Risiko für Ketoazidosen (s. Kasten) speziell bei jungen Patienten mit Typ-1-Diabetes einhergeht.

Die diabetische Ketoazidose – auf einen Blick erklärt

Ketoazidosen sind schwerwiegende Stoffwechselentgleisungen bei Insulinmangel. Dabei kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers durch Ketonkörper wie Azeton, der ph-Wert im Blut fällt auf unter 7,3.

Die diabetische Ketoazidose ist gekennzeichnet durch hohe Blutzuckerwerte, Ketonkörper im Blut und Urin, Übersäuerung des Blutes (Azidose), Wasserverlust, Durst, Erbrechen, Benommenheit und auch Azetongeruch in der Atemluft. Schlimmstenfalls kann ein diabetisches Koma eintreten, daher ist eine sofortige intensive Behandlung notwendig.

Um diesen Verdacht auf den Grund zu gehen, haben Wissenschaftler der RWTH Aachen um Prof. Dr. med. Beate Karges nun eine Metaanalyse durchgeführt, die Daten (erhoben im Rahmen der DPV-Initiative) von über 30.000 Typ-1-Diabetikern unter 20 Jahren umfasste: Diese stammten aus Deutschland, Österreich sowie Luxemburg, waren mindestens seit einem Jahr an Typ-1-Diabetes erkrankt, im Schnitt 14 Jahre alt und führten entweder eine Pumpentherapie durch (14.119) oder spritzten sich mindestens viermal täglich Insulin (16.460).

Weniger Ketoazidosen und schwere Unterzuckerungen, bessere HbA1c-Werte

Dabei zeigte sich, dass die früheren Vermutungen bezüglich einer Erhöhung des Ketoazidose-Risikos durch eine Insulinpumpentherapie nicht belegt wurden, im Gegenteil: Im direkten Vergleich zu Insulininjektionen wurden sowohl niedrigere Raten schwerer Hypoglykämien (9,55 vs. 13,97 pro 100 Patientenjahre) als auch diabetischer Ketoazidosen (3,64 vs. 4,26 pro 100 Patientenjahre) beobachtet. Und die HbA1c-Werte sowie die tägliche Gesamtmenge an zugeführtem Insulin waren unter den Pumpennutzern niedriger als in der Vergleichsgruppe.

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„Diese Erkenntnisse liefern den Nachweis für verbesserte klinische Ergebnisse durch eine Insulinpumpentherapie im Vergleich zu einer Injektionstherapie bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes”, schreiben die Studienautoren. Ihre Studienergebnisse wurden im Fachmagazin JAMA veröffentlicht.


von Gregor Hess
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de

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  • Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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