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Weniger Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Trend jedoch noch nicht gestoppt
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Laut dem Gesundheitsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sterben in Deutschland weniger Menschen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es lauere aber weiterhin Gefahr durch steigende Fälle von Fettleibigkeit und Diabetes.
In den vergangenen fünfzig Jahren ist die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKL-Erkrankungen) in Deutschland um etwa 60 Prozent zurückgegangen. Damit folgt Deutschland dem OECD-Trend. Mit 310 Personen pro 100.000 Einwohner sterben aber noch immer etwas mehr Menschen an Schlaganfällen, Herzinfarkten und anderen HKL-Erkrankungen als im OECD-Schnitt.
Wie aus dem jüngsten OECD-Bericht Cardiovascular Disease and Diabetes: Policies for Better Health and Quality of Care hervorgeht, ist die Zahl der potenziell verlorenen Lebensjahre im Durchschnitt jedoch niedriger als im OECD-Raum. Todesfälle durch HKL-Erkrankungen treten in Deutschland also wahrscheinlich in einem höheren Lebensalter auf als in vielen anderen OECD-Ländern.
Gefahr durch steigende Fälle von Fettleibigkeit und Diabetes
Durch den weltweiten Anstieg von Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes – vor allem unter jungen Menschen – könnte die positive Entwicklung allerdings gestoppt werden und sich sogar umkehren. HKL-Erkrankungen bleiben die häufigste Todesursache in OECD-Ländern. Häufig stehen sie mit Fettleibigkeit und Diabetes in Verbindung.
In Deutschland ist starkes Übergewicht zwar weniger verbreitet als in vielen OECD-Ländern, es gibt aber einige Risikofaktoren, bei denen Deutschland im internationalen Vergleich relativ schlecht dasteht: So rauchte 2011 gut jeder fünfte Erwachsene, bei den Jugendlichen waren es sogar 22,4 Prozent (OECD: 19,5%) – die jüngsten nationalen Daten von 2013 zeigen hier allerdings eine Verbesserung. Auch Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte sind verbreiteter als im Schnitt der 34 Industrieländer.
Deutschland: besonders viele Klinikaufenthalte durch Diabetes
Auf der anderen Seite sind die Ausgaben für Vorbeugung höher als im OECD-Schnitt, und auch die medizinische Grundversorgung ist weit besser als im Mittel. Die Qualität der Grundversorgung speziell für Herz-Kreislauf-Leiden und Diabetes allerdings scheint niedriger zu sein als in vielen anderen OECD-Ländern: In keinem anderen OECD-Land außer Ungarn wurden im Verhältnis zum Vorkommen der Krankheit mehr Menschen wegen Diabetes ins Krankenhaus eingewiesen als in Deutschland (51 pro tausend Diabetes-Fälle).
Auch chronische Herzinsuffizienz wird weit häufiger im Krankenhaus behandelt als anderswo. Beide Krankheiten können bei qualitativ hochwertiger Grundversorgung gut außerhalb des Krankenhauses therapiert werden.
Die kardiologische Akutmedizin ist in Deutschland gut ausgestattet. Das Land hat OECD-weit die größte Anzahl an Zentren, die Herzkranzgefäße erweitern oder wieder öffnen (Koronarangioplastie), auch die Anzahl der Kardiologen und Neurologen pro Einwohner liegt über dem Durchschnitt. Das Risiko, innerhalb von 30 Tagen nach einem Hirninfarkt oder einer Hirnblutung zu sterben, ist in Deutschland wesentlich geringer als im OECD-Schnitt. Für Patienten mit Herzinfarkt liegt es mit 8,9 Prozent etwas über dem OECD-Durchschnitt (7,9%).
Empfehlungen der OECD an die Mitgliedsländer
Die Sterbewahrscheinlichkeit durch Herz-Kreislauferkrankungen ist in der OECD insgesamt sehr unterschiedlich: in Japan, Frankreich, Korea und Israel liegt sie bei weniger als 200 Personen pro 100.000 Einwohner; in Zentral- und Osteuropa hingegen sterben mehr als 500 Personen pro 100.000 Einwohner. Dem OECD-Bericht zufolge sind viele Länder noch weit davon entfernt, die notwendigen Reformen einzuleiten, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker zurückzudrängen oder besser zu behandeln. Er empfiehlt daher, dass Länder:
- gezielt gesündere Lebensweisen unterstützen sollten. Anti-Raucher-Gesetze und Kampagnen haben die Zahl der Raucher in vielen englischsprachigen Ländern und der Türkei wesentlich schneller gesenkt als in Ländern ohne entsprechende Strategie. Dänemark, Finnland, Frankreich, Ungarn und Mexiko gehen mit einer Steuer auf ungesunde Speisen und/oder Soft-Drinks gegen Fettleibig vor. Die Schweiz, Großbritannien und die USA haben darüber hinaus landesweite Gesundheitsprogramme ins Leben gerufen, die Menschen dazu animieren sollen, sich mehr zu bewegen.
- die Grundversorgung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen weitest möglich öffnen und – gerade in Deutschland – ein stärkeres Augenmerk auf Prävention, frühe Diagnosen und die Behandlung von HKL-Erkrankungen und Diabetes legen sollten.
- nationale Rahmenprogramme begründen sollten, die landesweite Standards für Akutmedizin setzen und die regionalen Unterschiede in der Qualität der Behandlung mindern.
- die Rechenschaftspflicht und die Transparenz in der Grundversorgung verbessern sollten, etwa durch Systeme, die Diagnose- und Behandlungsdaten sowie Medikamentierung und Laborresultate erfassen und die automatisch feststellen, welche Patienten unter Umständen zielgerichteter behandelt werden könnten.
Quelle: Pressemitteilung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße