- Behandlung
Wenn der Kinobesuch mehr Stress als Spaß ist
3 Minuten

Seit dem letzten Kinobesuch hat sich einiges geändert. Der Diabetes ist dazugekommen. Oh jee, gar nicht daran gedacht. Woran muss ich denn alles denken? Kann ich überhaupt Popcorn essen? Und was mache ich mit dem Sensor in der Zeit? Der piepst doch sonst und alle kriegen es mit?!
Für Außenstehende ist so ein Kinobesuch etwas ganz Entspanntes. Menschen mit Diabetes hingegen haben bei so einem Event wie auch viele andere dieser Ausflüge direkt hundert Gedanken im Kopf. Was muss ich mitnehmen? Was sollte ich beachten? Je nachdem, wie der Diabetes eingestellt ist, fallen natürlich viele solcher Fragen mit der Zeit weg. Aber gerade am Anfang kann so ein Ereignis einen schnell überfordern. Hier meine Tipps, damit der Kinobesuch auch Spaß macht: Wenn es dein erstes Mal seit der Diagnose ist oder du dich generell mit dem Diabetes in der Öffentlichkeit unwohl fühlst, dann geh das Ganze langsam an. Gib dir und deinem Körper Zeit, sich damit zurecht zu finden.
Step 1: Ab ins Kino
Nimm dir für den ersten Besuch eigene Snacks mit (lass dich nicht erwischen), die du gut berechnen kannst. Und selbst wenn du erwischt wirst: dann spiel die Diabetes-Karte. Wenn du dem Kinomenschen in 2 Sätzen erklärst, warum du das tust, wird es ihm sehr schnell unangenehm sein, dass er dich überhaupt bei deinem Vorgehen aufgehalten hat. Also nur
Mut! Sollte das für dich zu riskant sein, wird der erste Kinobesuch eben ohne Snacks, dafür mit einer Cola Zero oder ähnlichem zuckerfreien angegangen. Ziel des ersten Schritts ist es, dass du mit der Situation, 2 Stunden im Dunkeln im Kino zu sitzen, klarkommst. Das ist die erste Hürde. Da müssen wir den Blutzucker nicht unnötig ärgern. Wenn du dich damit wohlfühlst, und dich traust, mit dem Diabetes in die Öffentlichkeit zu gehen, dann kommen wir zu Schritt 2:
Step 2: Gönn dir

Was ist dein Lieblingssnack im Kino? Popcorn? Nachos? Und wer sagt eigentlich, dass es die nur im Kino geben darf? Hiermit bekommst du die offizielle Ansage, deinen Lieblingssnack Zuhause zu essen. Warum? Vertraute Umgebung meets unbekanntes Lebensmittel. Somit kannst du dich voll und ganz auf den Snack konzentrieren. Berechne brav die Kohlenhydrate und beachte auch die Menge an Fett! Der Blutzucker wird nach einer Ladung Popcorn meist nach ein paar Stunden nochmal richtig steigen. Probier das Ganze für dich aus, bis du das Management einigermaßen im Griff hast.
Step 3: Mindset
Ein Kinobesuch ist nicht alle Tage, und sollte somit auch nicht als Referenz für dein Diabetesmanagement genommen werden. Falls deine Werte nach dem Snacken nicht optimal sind, ist das völlig okay. Nimm den schlechten Wert hin in Austausch für einen schönen Abend und reflektiere im Nachhinein, was du hättest besser machen können. Vielleicht auch eine gute Übung, damit die Popcorntüte nicht schon während der Werbung leer ist, sondern du geduldig wartest, bis dein Wert entsprechend passt.
Step 4: Go for it!
Sieh das Ganze als Experiment, und wenn es scheitert, bist nicht du gescheitert, sondern du bist einen Schritt weiter zu einem selbstbewussten Umgang mit Diabetes. https://giphy.com/embed/l0IpWimdziTLydf8Y
Und jetzt heißt es: Selbstvertrauen! Wenn du weißt, wie du mit dem Snack umgehst, kannst du damit auch ins Kino gehen. Hab keine Angst vor einem Alarm oder Ähnlichem. Halte dein Handy in der Nähe als Taschenlampe, hab Hypo Snacks dabei, solltest du dir doch zu früh zu viel spritzen und sollte deine Pumpe doch Alarm geben, dann lach darüber! Klar ist es unangenehm, wenn ein Handy im Kino klingelt, aber auch das ist kein Weltuntergang. Da ist
eine alarmierende Pumpe kein Beinbruch. Und glaub mir, du wirst sie so schnell ausschalten, dass die meisten das Geräusch gar nicht wahrnehmen. Oft macht man sich selbst viel mehr Stress als nötig, und ist mit sich selbst wesentlich strenger als jeder Mensch um einen rum.
Let the show begin!
Auch Susanne ist häufiger im Kino – allerdings im Diabetes-Kopfkino. Hier kommst du zu ihren Tricks und Kniffen, um mit dem Kopfkino ins Reine zu kommen.
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diahexe postete ein Update vor 1 Woche
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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diahexe antwortete vor 1 Woche
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
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anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747



Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.