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Bilges großer Traum vom Kilimandscharo – Teil 3
6 Minuten

Name: Bilge Özyurt (im Bild rechts, links ihre Freundin und Reisepartnerin Mona)
Alter: 28 Jahre
Wohnort: Friedrichshafen
Beruf: Krankenschwester; ab 9/2020: Studium „Communication, Culture & Management“, mit dem Ziel, im Bereich Motorsport zu arbeiten
Diabetes seit: 5 Jahren; Omnipod-Patchpumpe und CGM-System Dexcom G6
Und jetzt? denkt über neue Abenteuer nach, „aber es steht noch nichts fest“
Instagram: www.instagram.com/bilge_ou
Kontakt: bilge.oezyurt@googlemail.com
Über Äthiopien sind meine Reisepartnerin Mona und ich nach Tansania gereist und haben dort noch eine Nacht im Hotel verbracht. Wie ich mich vorbereitet habe, warum ich diese Reise unbedingt machen wollte und was bis zu dem Morgen geschah, an dem der Aufstieg startete, könnt ihr im ersten Teil meiner Erzählung nachlesen.
Nun bin ich zusammen mit meiner Gruppe und den Guides auf dem beschwerlichen Weg hoch zum Kilimandscharo. Wie ich mit meinem Diabetes umgehe, wohin meine Pumpe verschwunden ist, warum Mona nun nicht mehr mit dabei ist und wie ich den Jahreswechsel auf über 4000 Metern Höhe erlebt habe, erfahrt ihr hier.
Erst Frühstück, dann klettern
1. Januar 2020 / Tag 5:
An Neujahr sind wir erst um 10 Uhr gestartet – nicht wie sonst üblich um 6.30 Uhr. Wir mussten eine steile Wand, die Breakfast Wall, hochklettern. Es war rutschig und eng, und weil hier mehrere Routen zusammenlaufen, waren dort viele Menschen. Zum ersten Mal haben wir die Wanderstöcke zur Seite gelegt und sind geklettert. Wirklich beeindruckend war, wie die Träger die Felswände hochkraxelten.

Schließlich waren wir auf 4200 Metern Höhe, unser Ziel war aber das Karanga Camp auf 3995 Metern. Dort gibt es einen Helikopter-Landeplatz.
Nach dem Abendessen sind wir alle früh ins Bett. Nachts war es so kalt, dass ich nicht raus wollte, obwohl ich so dringend auf die Toilette musste. Es wurde sogar so kalt, dass ich mein Gesicht kaum noch gespürt habe. Schließlich ging es aber doch nicht anders. Allein das Aufstehen hat mich schneller atmen lassen. Ich war sehr erschöpft und habe kaum Luft bekommen. Aber draußen habe ich den schönsten Sternenhimmel meines Lebens gesehen, dazu noch den strahlenden Mond. Wie wunderschön der Schnee im Schein des Mondes geglitzert hat! Ich hatte Tränen in den Augen. Die Sterne sahen aus wie kleine, funkelnde Diamanten, und es war so ruhig. Alles schien so weit weg. All die kleinen Alltagsprobleme waren so weit weg.
Glücklich im Karanga Camp angekommen / Quelle: Bilge Özyurt
Hoch und wieder runter
2. und 3. Januar 2020 / Tag 6 und 7:
Nach dem Frühstück haben wir wieder gemeinsam gesungen und sind gegen 9 Uhr ganz langsam weiter hochgeschlichen. Unser Vorteil war: Unsere Schlafplätze waren die mit am höchsten gelegenen im Camp – so hatten wir einen kleinen Höhenvorsprung und mussten den Aufstieg nicht vom untersten Punkt des Camps beginnen. Der Weg war an diesem Tag nicht so weit, und bald kamen wir im Barafu Camp auf 4670 Metern Höhe an, wo es sehr windig war.
Um 17 Uhr gab es Abendessen, auch eine Besprechung mit Ben stand noch an. Um 22 Uhr wurden wir geweckt und nach einem Snack ging es um 23 Uhr los, mit Stirnlampen und zusammen mit ganz vielen anderen Gruppen.
Es war windig und kalt, und ich war einfach nur total kaputt. Ich konnte auch nicht mehr auf meine Pumpe schauen, weil alleine das Öffnen des Reißverschlusses meiner Hosentasche zu anstrengend war. Der Sternenhimmel war wunderschön, aber das konnte ich nun nicht genießen. Ich war so müde, dass ich beim Gehen fast eingeschlafen bin. Pausen durften wir nicht machen, weil es so windig und kalt war.
Ich war so kaputt, dass ich meinen Rucksack mit der Trinkblase darin nicht mehr tragen konnte. Ich wollte mich auf den Boden legen und schlafen. Meine Tasche hat einer der Guides – Rafael – genommen. Ich war nun alleine mit Rafael unterwegs. Mir ging es so schlecht, dass ich alle 5 Minuten nur noch „Helikopter“ gesagt habe, weil ich wollte, dass der Hubschrauber mich abholt. Aber Rafael hat mich immer wieder ermutigt und gesagt, dass ich stark bin und es schaffe. Seine Anstrengungen, mich zu motivieren, wirkten, hielten aber immer nur 5 Minuten an, bis ich wieder „Helikopter“ gemurmelt habe. Ich musste mich wirklich oft hinsetzen und hatte auch ein schlechtes Gewissen wegen Rafael, der schon sichtlich gezittert hat. Trinken konnte ich nun nicht mehr viel, weil der Schlauch meiner Trinkblase eingefroren war.
Plötzlich hat mein CGM-System nicht mehr funktioniert, und ich wusste nicht, ob das jetzt an der Höhe lag oder ich im Unterzucker oder im Überzucker war. Ich weiß nur noch, dass ich Rafael einmal gesagt habe: „Just go, I want to die here.“
Blick vom Uhuru Peak – der Sonnenaufgang / Quelle: Bilge Özyurt
Er hat mich aber zum Glück nicht zurückgelassen. Jedes Mal hat er gesagt, dass ich noch 5 Minuten weiterlaufen soll, bevor er den Helikopter ruft. Wenn man bedenkt, dass das 7 Stunden lang so weiterging, ist klar, dass sein „Hakuna Matata“ mich irgendwann total genervt hat. Ich war so frustriert. Aber irgendwann sagte er: „Bilge, schau einfach mal nach oben.“
Ganz nach oben! Und dann runterrollen?
Und da war schon das Schild vom Stella Point. Ich hatte im Dunkeln gar nicht gemerkt, dass ich genau davorsitze und mich selbst bemitleide. Der Stella Point mit 5746 Metern gilt offiziell als der Punkt, an dem man den Berg erfolgreich bestiegen hat. Und plötzlich hatte ich vor lauter Freude so viel Kraft, dass ich noch weiter hoch auf den Uhuru Peak wollte, auf 5895 Meter. Ich habe meinen Entschluss schnell bereut, aber Rafael hat mich weiter ermutigt. Und dann hatte ich es geschafft: Ich war am Uhuru Peak angekommen.
Zufällig habe ich direkt dort meine Gruppe wieder getroffen. Auch Jana, die zuvor neben mir erbrochen hatte, hatte es bis zum Gipfel geschafft. Wir haben uns alle umarmt. Ich war überglücklich, doch nicht wirklich klar bei Verstand. Ich wollte mich den Berg hinunterrollen, um als Erste im Camp zu sein und schlafen zu gehen. Das hat Ben glücklicherweise verhindert. Und je mehr wir an Höhe verloren haben, desto klarer wurde ich wieder im Kopf. Ich hätte nie gedacht, dass die Höhenluft bewirkt, dass ich mich wie eine Idiotin verhalte. Ist aber gut zu wissen.
Das Beste, was man gegen die Höhenkrankheit tun kann, ist, so schnell wie möglich abzusteigen. Ich hatte keine Übelkeit oder Kopfschmerzen. Ich war aber extrem müde und benommen. Bis heute weiß ich jedoch nicht, ob die Ursache dafür die Höhe oder eine Unterzuckerung war. Wahrscheinlich beides.
Auf den nächsten beiden Bildern seht ihr den Weg nach unten.

Der Weg bis ganz nach unten hat noch einige Tage gedauert, aber ich war einfach nur froh und glücklich, Mona bald wiederzusehen und sie in meine Arme zu schließen, meine beste Freundin.
Äußeres Ziel erreicht und dabei innerlich gewachsen
Den Berg zu erklimmen, war nur ein äußeres Ziel, und ich bin dankbar für jede Person, die ich auf meinem Weg kennenlernen durfte, für die gegenseitige Unterstützung. Es war nicht nur der Berg, den ich bezwungen habe, sondern vielmehr bin ich innerlich daran gewachsen und habe all die Barrieren in mir durchbrochen, die mich bisher von meinen Träumen abgehalten haben.
Das war ganz unten, nach dem Abenteuer. Ein Blick zurück nach dem Abstieg … / Quelle: Bilge Özyurt
Diesen Moment werde ich nie vergessen und kann ihn in Gedanken immer wieder durchleben. Ich freue mich auf die Zukunft und weiß nun, dass ich wirklich alles schaffen kann, was ich mir vornehme – mit den richtigen Menschen um mich herum. Und egal, welche Schicksalsschläge einen treffen: Wir sollten versuchen, das Beste daraus zu machen. Vielleicht sollten wir das Leben auch nicht so ernst nehmen. Ich bin dankbar für die vergangenen Jahre und offen für die, die noch kommen.
Danke Kilimandscharo, dass du mir erlaubt hast, dich zu erklimmen. Hakuna Matata!
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
