- Aus der Community
#DiaDiscuss: CrossFit macht ein Fass auf
2 Minuten
„Diabetes? Du bist doch gar nicht dick!“ oder „Ah, Diabetes. Zu viele Süßigkeiten gegessen, was?“ – Sätze wie diese haben wohl die meisten von uns mit Diabetes Typ 1 schon zu hören bekommen. Immer und immer wieder erklären wir also, dass es verschiedene Formen von Diabetes gibt, die sich unterschiedlich äußern und unterschiedlich entstehen. Und trotzdem scheint es nicht im Allgemeinwissen anzukommen.
Dieses allgemeine Unwissen kann für Menschen, die mit Diabetes Typ 1 leben, sehr frustrierend und verletzend sein. Kein Wunder also, dass viele von ihnen verärgert reagierten, als das US-amerikanische Fitnessunternehmen CrossFit am Montag folgenden Beitrag auf verschiedenen Social-Media-Kanälen teilte:
“Make sure you pour some out for your dead homies.”—Greg Glassman #CrossFit#Sugarkills@CrossFitCEOpic.twitter.com/QnwXOe4BTQ
— CrossFit (@CrossFit) 29. Juni 2015
Das Bild spielt auf einen Zusammenhang zwischen Coca-Cola und Diabetes an und ist mit einem Zitat des CrossFit-CEO Greg Glassman versehen, welches als besonders taktlos aufgenommen wurde. Entsprechend hitzig waren die Reaktionen. Die Kritik der User: Die fehlende Unterscheidung zwischen den Diabetes-Formen trüge nur noch mehr zu Vorurteilen und Fehlinformationen bei. Außerdem habe CrossFit auf diese Weise Menschen mit sämtlichen Diabetes-Formen lächerlich gemacht und stigmatisiert.
@CrossFit@CrossFitCEO Sugar does not cause diabetes. You insult millions of people with your tweet. pic.twitter.com/7hv3Z7vWY6 — DiabetesHeroSquad (@DiabetesHeroes) 29. Juni 2015
CrossFit reagierte offensiv auf die vielen Kommentare und stellte am Dienstagabend auf Facebook klar, dass es bei dem Post ausschließlich um Diabetes Typ 2 gegangen sei. Eine Entschuldigung blieb bisher allerdings aus und scheint auch nicht in Sicht.
@infant_swine We see tons of T1’s that should know the difference and not get so offended by their own assumptions about what we meant — CrossFit (@CrossFit) 30. Juni 2015
@DiabetesBros We could say sorry, but it would be insincere. If offending people is the price to pay for educating the public, so be it.
— CrossFit (@CrossFit) 1. Juli 2015
Die Organisation Project Blue November rief dazu auf, CrossFit zu belehren und unter dem Hashtag #thisiswhatdiabeteslookslike zu zeigen, wie Menschen mit Diabetes aussehen. Hunderte Fotos von stolzen, aktiven und glücklichen Menschen mit Diabetes wurden auf Facebook, Instagram und Twitter gepostet.
So weit die Gefechtslage. Meine Meinung als Mensch mit Diabetes Typ 1 sieht so aus: Zucker ist nicht schuld an meiner Krankheit, gehört aber zu meinen täglichen Herausforderungen. Während einer Hypoglykämie kann mir ein Glas Cola allerdings auch das Leben retten. Da will ich die Brause doch nicht verteufeln, oder?
Dennoch finde auch ich den globalen Zuckerkonsum und dessen gesundheitliche Folgen sowie die Macht einzelner Unternehmen wie Coca-Cola mehr als besorgniserregend. Deshalb wäre es wirklich lobenswert, dass CrossFit hier Kritik übt. Theoretisch. Wenn doch nur die Ausführung nicht so dermaßen oberflächlich und geschmacklos gewesen wäre. Dieser Post ging auf Kosten von so vielen Menschen, die jeden Tag mit Diabetes leben und kämpfen müssen – egal ob Typ 1 oder 2. Der Gegenwind aus der Diabetes Online Community (DOC) lässt CrossFit nicht nur kalt, sondern scheint im Marketing-Plan des auf 100 Millionen Dollar geschätzten Konzerns fast schon einkalkuliert zu sein.
Es geht übrigens auch anders: Das Center for Science in the Public Interest (CSPI) versucht, mit der Kampagne #changethetune auf die verschiedenen gesundheitlichen Folgen von übermäßigem Zuckerkonsum aufmerksam zu machen, darunter Fettleibigkeit, Zahnverlust und ganz explizit Diabetes Typ 2. Dafür nutzt sie das kultige Lied „Hilltop“ mit der Zeile „I’d like to buy the world a coke“.
Was haltet ihr von der Debatte? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße